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Samstag, 20. August 2016

Juli bastelt: Vogelkostüm aus Pappe

Juli ist mit seinen dreieinhalb Jahren eigentlich immer für jedes Abenteuer zu haben und wenn man ihn vor Entscheidungsfragen stellt, weiß er meist auch immer ganz genau, was er möchte (oder auch nicht). Auf der anderen Seite äußert er aber bisher recht selten einen zusammenhangslose Wünsche (abgesehen von "Wollen wir mal Verstecken spielen?!") und umso überraschter waren wir, als er vor einigen Wochen zu fragen begann, ob wir ein..... Vogelkostüm basteln könnten. Na gut, ganz von ungefähr kam Julis Gedankenblitz wohl nicht, weil er schließlich seit Wochen ein großer Fan von Rolf Zuckowskis "Vogelhochzeit" ist (woran ich auch nicht ganz unschuldig bin). 


Als Resi mir nach dem Urlaub erzählte, dass Juli schon einige Male gefragt hatte, ob er/wir ein Vogelkostüm basteln könnten, schlug mein Bastel-(Paten)tanten-Herz gleich höher und bei der nächstbesten Gelegenheit besorgte ich alles, was wir brauchen würden. Juli hatte übrigens sogar halbwegs genaue Vorstellungen und wollte auf jeden Fall einen Schnabel und Flügel.


Was wir benutzt haben:
blauen Tonkarton
gelben Tonkarton
Stifte
bunte Bastelfedern
Schere
Heißklebe-Pistole
Gummiband/-schnur

Zu allererst habe ich den Schnabel gebastelt, wobei Juli noch nicht allzu viel helfen konnte, aber mir gespannt über die Schulter geschaut hat:


1. Zuerst benötigt ihr ein quadratisches Stück Tonkarton. Unseres war zu Beginn ca. 14 x 14 cm groß, aber der fertige Schnabel war letztendlich viel zu groß für Julis Gesicht, weshalb ich es nachträglich verkleinert habe (easypeasy) - guckt einfach selbst, wie groß euer Schnabel sein muss.
2. Faltet das Quadrat zu einem Dreieck.
3. Klappt das Dreieck wieder auf und legt die markierten Ecken...
4. .... an die Mittellinie.
5. Nun legt ihr eine der schmalen Seite über die andere und klebt diese (am besten mit Heißkleber) fest.
6. Zum Schluss braucht der Schnabel natürlich noch zwei Löcher, an denen ein Gummi befestigt werden kann.


Ich habe die Innenseite des Schnabels noch ein wenig rund geschnitten, damit der Schnabel angenehmer zu tragen ist. Juli hat sich sooooo über den Schnabel gefreut und war total aufgeregt! Als ich dann sagte, dass wir nun zusammen die Flügel basteln könnten, meinte er dann: "Jaaa! Und dann kann ich wirklich fliegen!" - Äääähhh. "Das stimmt, dann kannst du so tun als ob du wie ein Vogel fliegst!" - "Neiiin, dann kann ich wirklich fliegen!". Es ist ja nicht so, als würde ich seine kunterbunte lebendige Kleinkind-Fantasie nicht lieben, aber ich war schon ein bisschen froh, dass Resi im Erdgeschoss wohnt, sodass Juli gar nicht erst auf die Idee kommen konnte, seine echten Flugfähigkeiten zu testen :D.


Für die Flügel hat Resi freihand zwei Flügel in der (ungefähren) Länge von Julis Armen ausgeschnitten, Juli hat diese dann ein wenig bemalt ("Guck Jule, ich habe Flügel auf die Flügel gemalt!") und dann haben wir zusammen die Federn mit Heißkleber an den Flügeln befestigt, wobei Juli mich mehrfach ermahnte vorsichtig zu sein, damit ich mich nicht verbrenne.


Zum Schluss habe ich an jedem Flügel zwei Gummibänder befestigt, damit sich die Flügelchen gut anziehen lassen und nicht zu schnell vom Arm fallen.


Tatatatataaa! Fertig ist das kleine Vögelchen! Ich war sehr stolz auf unser Ergebnis und freute mich richtig darüber, wie sehr Juli sich freute und stolz mit den Flügeln schlug und eine Runde durch die Wohnung "flog". Er war glücklich. Er hatte wirklich richtig Spaß. Für ungefähr 2 Minuten. Na gut, vielleicht waren es auch 90 Sekunden. Dann ließ er verkünden: "Ich will die Flügel wieder ausziehen! Die nerven! Wollen wir mal auf's Trampolin?" ........


Nuuuun ja. Julis neuer Wunsch ist übrigens ein Ausflug zur Kläranlage, um zu gucken, wo das Pipi landet. Mit Dreijährigen wird's echt nicht langweilig.


Sonntag, 14. August 2016

Eis am Stiel: Joghurt-Rhabarber-Ice-Lollies (& Unboxing der Degustabox)

Ich plane ja wirklich gerne, aber je länger ich etwas plane, desto wahnsinniger mache ich mich damit. Vor einigen Wochen habe ich mir im Rahmen meiner Summer Bucket List vorgenommen, dieses Jahr unbedingt Eis selbst zu machen - in meinem Kopf sprudelten die verschiedensten Ideen: Erfrischendes Eis auf Tee-Basis, irgendwas mit frischen Früchten oder vielleicht ein spritziger Cocktail als Eis. Gleichzeitig sah ich das Ganze schon vor mir: Hübsches buntes Eis an schlichten Holzstielen. Man merkt schon, dass ich darauf hinaus will, dass mein Plan nicht ganz aufging, oder? Es ging schon damit los, dass ich nirgends schöne Eisförmchen auftreiben konnte. Natürlich gibt es seit Wochen quasi überall Eisförmchen, aber eben keine schönen! Das Eis in meinem Kopf war recht groß, etwas oval, nicht zu dick und hatte ein leichtes Rillenmuster. Die Förmchen, die man hier kaufen konnte, waren rund, gestrudelt oder winzig. Holzstiele waren natürlich auch nicht aufzutreiben und so einzelnen Kleinkram bestelle ich nur sehr ungern im Internet. Es sollte ja auch nicht nur auf die Form und das Aussehen ankommen. Als dann neulich die Juli-Degustabox bei mir eintrudelte und ich eine Packung Rhabarber-Saft von Happy Day Rauch darin fand, wollte ich den süß-sauren Saft unbedingt für mein Eis verwenden, dazu sollte noch eine cremige Komponente kommen und was hätte da besser gepasst als Vanille-Joghurt - quasi Frozen Joghurt mit Rhabarber!


Zutaten:
Rhabarbersaft
Vanillejoghurt

Na gut, das Ganze kann ja kaum als detailliertes und kleinschrittes Rezept durchgehen, aber als ich mich für Rhabarbersaft und Vanillejoghurt als Eis-Kombi entschieden hatte, stand ich schon direkt vor dem nächsten Problem. Ich hätte am allerliebsten "gestreiftes" Eis gemacht bis mir dann aufgefallen ist, dass das eigentlich nicht möglich ist, weil man ja auf der einen Seite warten müsste bis die eine Schicht gefroren ist, um die nächste hinzuzugeben und auf das Eis dann auf der anderen Seite dann aber zu fest gefroren ist, um die Stiele hineinzustecken (und wenn diese (wenn man keine Holzstiele hat) bereits im Förmchen stecken, kann man keine weiteren Zutaten hinzugeben). Ich wollte dann aber zumindest versuchen, zweifarbiges Eis herzustellen, indem ich die Hälfte der Förmchen erst mit Rhabarbersaft gefüllt habe, das Ganze für zwei Stunden ins Gefrierfach gestellt habe (dann ist es angefroren, aber nicht zu fest, um noch den Stiel reinzustecken) und dann den Joghurt hinzugefügt habe. Alternativ kann man den Rhabarbersaft und den Joghurt aber auch nach Belieben miteinander vermischen und als einfarbiges Eis ins Förmchen geben. Nach ein paar Stunden im Gefrierfach könnt ihr euch das Eis schmecken lassen! Noch ein kleiner Tipp: Falls das Eis nicht aus den Förmchen kommt, ist Gewalt keine Lösung und sorgt eher dafür, dass das Eis durchbricht (Ooops...) - es funktioniert allerdings super, wenn ihr das Eisförmchen kurz unter heißes Wasser haltet.


Auch wenn mein Eis optisch nicht so perfekt und so ausgefallen geworden ist, wie ich es mir vorgestellt hatte, war es zumindest richtig lecker und erfrischend. Eigentlich bevorzuge ich pure Säfte aus 100% Frucht, aber das wäre bei Rhabarber natürlich viel zu sauer. Der Saft von Happy Day Rauch ist echt richtig super und den Rest habe ich mir mit Mineralwasser als spritzige Rhabarberschorle schmecken lassen.


Neben dem Rhabarber-Saft steckten wie immer jede Menge andere Köstlichkeiten in der Degustabox:


Wie ihr sehen könnt, gab es neben dem Saft auch noch jede Menge andere Getränke: Franziskaner Natur Russ, Franziskaner alkoholfrei mit Blutorange-Geschmack (genau meine Art von Bier!), Kreutzbergs Regenerativum (eine Art natürlicher Energie-Drink mit Grüntee ohne Aufputsch-Effekt) und ein Fläschchen Jules Mumm Plus mit Holunderblüte und Minze (genau meine Art von Sekt!). Dazu gab es Green Tea Intense Mint von Lipton, Mini Blinis von Labeyrie, Nudeln mit Limone-Schnittlauch-Geschmack von Birkel (müssen noch getestet werden!) und Naschkatze-Vanillesoße von Immergut. Und als hätte das liebe Degustabox-Team geahnt, dass ich gerade in der Hochphase des Lernens für die Examensprüfungen dringend Nervenahrung brauche, steckten auch noch köstliche Cookie-Chips mit Zimt und Zucker von Bahlsen, Pick Up!-Minis von Leibniz, Milchbären von Haribo, Kräuter-und-Knoblauch-Snacks von Finn Crisp und Choco-Mentos in der Box - nom, nom, nom!

Falls ihr die Degustabox auch testen möchtet könnt ihr sie hier im Abo für 14,99€/Monat bestellen. 

* Vielen Dank an das Team von Degustabox, das uns die Box zum Testen zur Verfügung gestellt hat. Obwohl dieser Eintrag Werbung für die einzelnen Produkte enthält, entsprechen meine Kommentare unserer ehrlichen Meinung und uns hat die Box wirklich wieder gut gefallen :-).

Dienstag, 9. August 2016

Guinness-Schoko-Kuchen mit Frischkäse-Frosting

Hallo ihr Lieben, ich melde mich aus meinem Sommerloch. Ich bin seit zwei Wochen in meiner Heimat bei meiner Familie in Norddeutschland und hatte mir vorgenommen, hier ein bisschen zu entspannen und gleichzeitig möglichst effektiv für's Examen zu lernen - draußen auf der Terrasse in der Sonne. Nun ja. Als ich diese Pläne höchstmotiviert geschmiedet habe, habe ich nicht im geringsten daran gedacht, dass es möglicherweise fast jeden Tag regnen würde und sowieso ganz schön unsommerlich ist. Gelernt habe ich in den letzten Wochen trotzdem viel, in den ersten Tagen bin ich sogar morgens um 5 Uhr aufgestanden, um möglichst früh mit dem Lernen anzufangen und dann auch früh (gegen Mittag) aufhören zu können und den restlichen Tag mit etwas Schönerem verbringen zu können. Im Moment klappt das superfrühe Aufstehen nicht mehr so gut, irgendwie ist gerade erst einmal die Luft raus, ich fühle mich ein bisschen wäh und so ganz langsam macht sich der erste Anflug von "Oh Gott, in vier Wochen fangen die Prüfungen an"-Panik breit. Wäh. Ein schöner Tag mit einer lieben Freundin in Hamburg und der große Nervenkitzel in der virtuellen Harry-Potter-Theaterkarten-Warteschlange (wir haben tatsächlich Karten (für... äh... Oktober 2017) ergattert!!) konnten mich ganz gut vom Wäh-Gefühl ablenken und was außerdem ganz gut hilft ist Backen. Gebacken habe ich hier nämlich tatsächlich sehr viel - erst eine dreiteilige Hochzeitstorte für meinen Onkel (inkl. mittelschwerer Küchenkrisen, das Ergebnis war letztendlich aber doch zufriedenstellend) und am Montag einen ganz besonderen Geburtstagskuchen für meinen Papa: Einen Guinness-Schoko-Kuchen mit Frischkäse-Frosting - soooo gut, sage ich euch! Möglicherweise der beste Rührkuchen, den ich bisher gegessen habe.


Ich hatte schon einige Kuchenrezepte gesehen, die Limo, Cola oder eben auch Bier beinhalten und war wirklich gespannt, wie sich ein Viertelliter Guinness im Schokokuchen machen würden. Besonders lustig fand ich, dass der fast schwarze Kuchen mit dem weißen Frischkäse-Frosting wie ein frischgezapftes Pint aussehen sollte - das hat auch wirklich super geklappt. Der Kuchen sieht jedoch nicht nur super aus, sondern ist auch richtig lecker, wunderbar saftig (fast schon (gut-)matschig) und die feine Guinness-Note verleiht dem Schokokuchen eine ganz besondere malzige Note.

 
Für eine 24er-Springform:
250 ml Guinness
250 g Butter
75 g Kakaopulver
350 g Zucker
140 g saure Sahne
2 Eier
1 Prise Salz
1 TL Vanillearoma
275 g Mehl
2 1/2 TL Natron

Für das Frosting
300 g Frischkäse
150 g Puderzucker
125 g Schlagsahne

Zuerst heizt ihr den Backofen auf 180°C vor und fettet die Springform mit etwas Butter ein. Das Guinness gießt ihr zusammen mit der Butter in einen Topf und erhitzt das Ganze bis die Butter geschmolzen ist. Dann rührt ihr den Zucker und den Kakao unter die Guinness-Butter-Masse. In einer Schüssel verrührt ihr die Eier und die Prise Salz mit der sauren Sahne und gebt die Creme anschließend zusammen mit dem Mehl und dem Natron zu der dunklen Guinness-Masse und mixt fleißig bis ihr einen glatten Teig habt. Den Teig gebt ihr in die Springform und dann lasst ihr den Kuchen für 50-55 Minuten backen (Holzstäbchen-Probe!). 

Wenn der Kuchen komplett ausgekühlt ist, könnt ihr ihn aus der Form nehmen und das Frosting anrühren. Hierfür verrührt ihr den Frischkäse mit dem Puderzucker, schlagt die Sahne steif und hebt diese dann vorsichtig unter den Frischkäse. Anschließend gebt ihr das Frosting auf den Kuchen und stellt diesen am besten einige Stunden in den Kühlschrank, damit die Frischkäse-Creme etwas fester wird. Alternativ könnte man sicherlich auch etwas Gelierfix oder Sahnesteif unter die Masse geben. Wie auch immer ihr euch entscheidet - die frische Creme passt perfekt zu dem saftigen Kuchen!


Jetzt, wo ich mit bestem Gewissen und größter Sicherheit sagen kann, dass der Kuchen absolut köstlich ist, kann ich ja auch berichten, dass der Kuchenteig überhaupt nicht gut geschmeckt hat. Meine Chemie-Kenntnisse reichen nicht für ausschweifende Erklärungen aus, aber der pure Teig hat furchtbar nach Natron geschmeckt, sodass ich mir schon Sorgen gemacht hatte, dass der Kuchen ungenießbar sein würde. Letztendlich hat das Natronpulver aber super dafür gesorgt, dass der Kuchen schön fluffig aufging und der gebackene Kuchen schmeckte dann (zum Glück!) überhaupt nicht mehr nach Natron. Magic! Also: Egal, ob ihr eurem Vater, eurem Bruder, eurem Freund oder auch zum Mädels-Kaffeeklatsch einen besonders leckeren und originellen Kuchen backen möchtet, solltet ihr den Guinness-Schoko-Kuchen unbedingt mal ausprobieren. 

Morgen ist übrigens schon mein letzter Wäh-Lerntag in der Heimat, was meine schleichende Wäh-Panik nur vergrößert. Bevor es dann am Donnerstag zurück in meine eigenen vier Wände nach Hessen geht, werde ich noch mit Resis Familie, die am Donnerstag von der Ostsee zurückkommen und hier einen Zwischenstopp einlegen, in den Heide-Park gehen und mit Juli so viel Karussell fahren und rutschen bis das Wäh-Gefühl keine Chance mehr hat. Zuhause kann ich dann ja einfach weiter backen, um den Lern-Blues und die Wäh-Panik zu bekämpfen.