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Donnerstag, 27. Februar 2014

Linsen-Kokos-Ingwer-Süppchen

Auch, wenn es draußen gerade ausnahmsweise mal nicht ganz so kalt ist und der "Winter" (hoffentlich) fast vorbei ist, bin ich immer für ein wärmendes Süppchen zu haben. Das heutige Rezept fällt nicht nur (mal wieder) in die Ruckzuck-Kategorie, sondern zählt auch zu meinen persönlichen "neuen" Gerichten. Ich muss zugeben, dass ich eigentlich nie viel mit Linsen oder insgesamt mit getrockneten Hülsenfrüchten zu tun hatte, aber das wird sich nun ganz schnell ändern und ab sofort wird es dieses köstliche Süppchen garantiert öfter bei mir geben!


Für zwei frierende Personen:
1 Zwiebel, fein gewürfelt
15 g Ingwer, geschält und in 3 Stückchen geschnitten
100 g rote Linsen
2 EL Olivenöl
1 Dose Kokosmilch
1 Dose gehackte Tomaten
150 ml Wasser
1/2 TL Gemüsebrühe (Pulver)
Chiliflocken, Salz & Pfeffer
Joghurt

Zuerst dünstet ihr die Zwiebel, den Ingwer und die Linsen kurz im Öl an. So in etwa:


Anschließend gebt ihr die Tomaten, die Kokosmilch, das Wasser und die Brühe hinzu, würzt das Ganze nach Belieben mit den Chilliflocken, Salz und Pfeffer und dann lasst ihr das Süppchen einfach bei mittlerer Hitze zugedeckt vor sich hin köcheln. Nach etwa 10 Minuten fischt ihr die Ingwerstückchen aus dem Topf, würzt bei Bedarf noch einmal ordentlich nach und schon ist das Süppchen fertig! Wenn ihr mögt, könnt ihr die Suppe mit einem Klecks Joghurt servieren, das nimmt dem Ganzen ein wenig Schärfe.


Das Originalrezept für die Suppe stammt übrigens aus der essen & trinken - Für jeden Tag - dort wird u.a. empfohlen, frische Minze unter den Joghurt zu mischen, allerdings habe ich meine Minze-Zucht vor einigen Monaten aufgegeben und in Resis Garten verlegt. Mit oder ohne Minze kann ich euch dieses Süppchen aber nur wärmstens ans Herz legen!

Montag, 24. Februar 2014

Bis bald!


Heute geht mein nächstes Abenteuer los. Ich werde Kuddelmuddel vermissen, aber vielleicht schaffe ich es ja, euch zwischenzeitlich das ein oder andere Foto zu zeigen. Ich bin mir sicher, dass Jule und Resi euch in den nächsten Wochen wie immer mit der gewohnten Anzahl an wundervollen Einträgen versorgen werden. Wir freuen uns natürlich trotzdem immer noch über Gastblogger Anfragen :) 
Und nun stürze ich mich ins Leben. Eure 

Freitag, 21. Februar 2014

Keksliebe: Chocolate-Chip-Cookies

Kuchen, Muffins, Cupcakes und hin und wieder auch mal ein Stückchen Torte werden über das ganze Jahr hinweg gerne und zu jedem Anlass gegessen. Was ich selbst allerdings fast noch lieber als Kuchen mag, sind Kekse. Kekse kann man natürlich zu jeder Jahreszeit in einer riesigen Auswahl kaufen - was mich aber schon immer wundert: Warum werden hier in Deutschland Kekse eigentlich fast ausschließlich nur zur Weihnachtszeit selbst gebacken? Eine der lebenswichtigen Lektionen, die ich während meiner Zeit in Irland gelernt habe, ist dass man Kekse in sämtlichen Variationen zu jeder Zeit backen sollte, sodass man immer mal zum Tee (oder Kaffee) spontan eine hübsche Dose voller selbstgemachter Leckereien hervorzaubern kann. Die Iren haben dafür übrigens nicht so ein gutes Händchen für Kuchen.

Als ich vor einigen Tagen Geburtstag hatte, wollte ich (neben Kuchen) auch unbedingt Kekse servieren und somit meine Plan verwirklichen, dieses Jahr definitiv mehr Kekse zu backen. Ich werde versuchen, daraus eine Keksliebe-Mini-Kategorie hier auf dem Blog zu machen. Angefangen habe ich dabei mit klassischen Chocolate-Chip-Cookies, die wunderbar schokoladig, außen knusprig und in der Mitte so richtig schön chewy sind. In Irland gibt es die an jeder Ecke und hier bei uns kennt man die vermutlich eher von Subway und ein paar wenigen Cafés.


Für ca. 10 große Kekse: 
140 g Mehl
125 g Butter, weich
60 g Zucker
50 g brauner Zucker
1 Tütchen Vanillezucker
1 Ei
1/2 TL Natron
1 Prise Salz
100 g Vollmilch-Schokolade

Zuerst hackt ihr die Schokolade grob und heizt dann den Backofen auf 190°C (Umluft) vor. Dann schlagt ihr die Butter, das Salz und den ganzen Zucker schaumig. Danach gebt ihr das Ei hinzu und rührt anschließend das Mehl und das Natron unter die Masse. Zum Schluss mischt ihr die Schokolade unter den Teig. Der Teig ist übrigens ganz anders als weihnachtlicher Plätzchenteig - eher sehr zäh und klebrig. 



Den Teig verteilt in Esslöffel-Häufchen-große Portionen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Dabei müsst ihr unbedingt darauf achten, dass ihr ganz viel Plaz lassen solltet, weil der Teig sehr verläuft und ihr bei z.B. 10 Keksen am besten nur je 5 Häufchen auf ein Backblech gebt. So gebt ihr die Bleche dann in den Ofen und lasst eure Cookies am besten nicht aus den Augen. Sie sollten etwa 8 Minuten lang gebacken werden - das hängt von eurem Backofen ab. Ihr solltet die Kekse herausnehmen, wenn die Ränder sich leicht bräunen und die Mitte noch ein wenig feucht aussieht. Sobald die Cookies aus dem Ofen sind, solltet ihr vorsichtig (die Kekse sind noch ganz weich und zerbrechlich!) das Backpapier mit den Keksen auf ein Kuchengitter (oder einfach auf den Tisch) ziehen, damit die Kekse auf dem heißen Backblech nicht noch "nachbacken".


Die Cookies schmecken frisch (und vielleicht noch ganz leicht warm) am allerbesten, aber in einer Dose sollten sie im Kühlschrank auch ein paar Tage halten - vorher sind sie aber garantiert sowieso alle verputzt! Man kann den Teig nach Belieben variieren und andere Schokoladensorten, etwas Kakaopulver, Nüsse, Smarties, getrocknete Früchte oder Mini-Marshmallows unter den Teig mischen. 


Seid ihr auch heimliche Krümelmonster und sind Kekse eine willkommene Alternative zu Kuchen & Co?

Donnerstag, 20. Februar 2014

Ein kleines Update + eine winzige homestory


Ihr Lieben. Ich bin umgezogen. Die letzten Tage standen für mich ganz im Zeichen dieses Wandels, und ich nutze gerade die erste ruhige Minute, die ich erhaschen kann, um euch einen winzigkleinen Einblick in mein neues Reich zu präsentieren. Ich habe ja schon das ein oder andere Mal darüber geschrieben, dass ich Heidelberg verlassen wollte, aber nie genau erklärt, wohin es mich denn überhaupt treiben würde. Ich wohne im Moment wieder in meinem Elternhaus in der Nähe von Frankfurt. Aus Studium/Arbeitsgründen habe ich meine Herzensstadt verlassen, und werde nun wahrscheinlich meinen nächsten Lebensabschnitt hier verbringen. Ich habe drei Jahre lang alleine in einer Wohnung gelebt, und jetzt diesen Schritt zu wagen ist für mich selber etwas angsteinflößend und gewöhnungsbedürftig. Meine Pläne in den nächsten Monaten sind für mich jedoch nur teilweise greifbar, und da ich in sehr kurzer Zeit für einen ganzen Monat durch die Berge Nepals wandern werde, verschiebe ich die Wohnungssuche auf danach. Ich wohne nun also in dem Zimmer, was ungefähr 20 Jahre lang mein zu Hause war, und trotzdem fühlt es sich noch ein bisschen fremd an. Ich vermisse Heidelberg und vor allem meine Arbeit und ein paar Menschen dort aus ganzem Herzen. Heute habe ich mir jedoch den Tag genommen, und habe dieses Zimmer wieder ein bisschen mehr in mein Lulureich verwandelt.


Ich fühle irgendwie, dass dieses Zimmer wieder zu einem besonderen Ort für mich werden wird. Ich möchte von hier aus für euch bloggen, neue Ideen entwickeln und Geschichten ausarbeiten. Ich möchte hier viele schöne Stunden erleben, in meine Gedanken eintauchen, und aus dem Fenster in die Welt gucken. Ich bin meiner Familie sehr dankbar, dass ich wieder hier einziehen durfte, und gleichzeitig bin ich neugierig darauf, was nach Nepal passieren wird. Jetzt, wo ich meinen anstrengenden Umzug hinter mich gebracht habe, habe ich noch eine Woche Zeit, um euch mit schönen Einträgen zu versorgen, so viele wie ihr möchtet, und dann auch wieder back to normal mit den üblichen schönen Details des Lebens :). Bis dann, 

Montag, 17. Februar 2014

Filmtipp: Hannas Reise

Dass ich euch hier mal einen "Geheim"-Film-Tipp gebe, hätte ich vielleicht selbst auch nicht gedacht. Versteht mich nicht falsch, ich liebe Kinobesuche und gemütliche DVD-Abende, aber die Filme, die ich mir dann ansehe, sind meistens als "Blockbuster" schon recht bekannt, sodass ich sie gar nicht hier umwerben müsste, weil jeder den Trailer schon in der Fernsehwerbung gesehen hat. Das wäre dann quasi so, als würde ich einem Freund mit Fantasy-Vorliebe raten, unbedingt mal Harry Potter zu lesen.

Vor ein paar Tagen habe ich allerdings bei einem Gewinnspiel zwei Kinokarten für einen Film gewonnen, von dem ich zuvor überhaupt nichts gehört hatte: Hannas Reise. Natürlich wurde direkt mal gegooglet - der Film basiert auf dem Roman "Das war der gute Teil des Tages" von Theresa Bäuerlein. Davon hatte ich ebenfalls noch nie gehört. Ich habe mir den zweiminütigen Trailer angesehen, der zwar recht unterhaltsam war, aber danach hatte ich auch keine wirkliche Ahnung, worum der Film eigentlich gehen würde. Also dachte ich mir, ich würde mich einfach einmal überraschen lassen.
Die erste Überraschung gab es schon, als ich im Kinoprogramm nachsehen wollte, zu welchen Zeiten der Film läuft und dabei feststellte, dass der Film hier gar nicht im "großen" Kino läuft, sondern nur im Filmkunsttheater. Ich muss gestehen, dass ich zuvor noch nie im Filmkunsttheater war, aber das wird sich in Zukunft nun ganz bestimmt ändern. Das urige, kleine Kino verfügt über 3 kleine Kinosäle, die "Kammer", "Palette" und "Atelier" heißen (herzallerliebst, oder?!) und die Leinwände in privaten Heimkinos sind zum Teil bestimmt größer als die in unserem Kinosaal, aber es war einfach wunderbar gemütlich. Außer einer lieben Freundin, die ich eingeladen hatte, und mir sahen sich noch zwei weitere Frauen den Film an, was das Wohnzimmerfeeling aber nur noch verstärkte.

Also, worum geht der Film denn überhaupt? Ich möchte nicht zu viel verraten, weil euch der Film vielleicht auch einfach am besten gefallen wird, wenn ihr euch ohne Erwartungen und Vorurteile ins Kino setzt. Ganz grob: Die Studentin Hanna möchte ihre Karrierechancen und ihren Lebenslauf aufbessern, indem sie spontan als Freiwillige mit Behinderten in Israel arbeitet. Das führt natürlich (u.a.) zu einem ziemlich unterhaltsamen Culture-Clash mit vielen Überraschungen.

Guckt einfach mal selbst:


Meine Freundin und ich konnten uns anschließend nicht so richtig einigen, in welches Genre der Film denn nun eigentlich fällt - Komödie? Drama? Eine Mischung aus beidem? Hannas Reise ist einfach ein richtig guter Feel-Good-Film, der Spaß macht und gleichzeitig auf jeden Fall auch zum Nachdenken anregt - er hat mich auf dem Heimweg und auch eine ganze Weile danach noch begleitet. Kurzum: Ein Film, den ich euch wärmstens empfehlen möchte.

Ich finde es übrigens äußerst schade, dass der Film höchstwahrscheinlich komplett an mir vorbeigezogen wäre, wenn ich die Kinokarten nicht gewonnen hätte. Mein neuer Vorsatz: Definitiv öfter mal nachschauen, welche alternativen und "unbekannten" Filme in kleineren Kinos laufen.

Wäre der Film etwas für euch?

Donnerstag, 13. Februar 2014

Hähnchen-Schupfnudel-Pfanne

Eine neue Küchenkrise-Geschichte: Vor einigen Wochen haben Resi und ich gemeinsam eine köstliche Schupfnudel-Pfanne gekocht, die wir euch eigentlich hier auf dem Blog vorstellen wollten, bis dann folgendes passierte: Resi griff zur Pfeffermühle, um alles abschließend noch einmal zu würzen und dann... ging die Pfeffermühle aus unerklärlichen Gründen auf und geschätzte 23873 Pfefferkörner landeten in der Pfanne. Nun ja. Es ist nicht so, dass wir das Ganze am Ende nicht doch essen konnten - man musste nur sorgfältig die Pfefferkörner aus dem Essen suchen und dann war's wirklich total lecker. Zum Spaß habe ich die Pfefferkörner gezählt, die sich an meinem Tellerrand angesammelt hatten: 72. Letztendlich haben wir das Gericht dann doch nicht mehr für den Blog fotografiert.

Zu Weihnachten habe ich ein Abo für die essen & trinken - Für jeden Tag bekommen und in der mittlerweile schon vorletzten Ausgabe war ein weiteres köstlich klingendes Rezept für eine Schupfnudel-Pfanne, das ich nun vor ein paar Tagen ausprobiert habe und dabei sehr sorgsam mit meiner Pfeffermühle umgegangen bin.


Für 2 Portionen:
1 Packung Schupfnudeln aus dem Kühlregal
2 Hähnchenbrustfilets, in Stückchen
2 EL Öl
1 rote Paprika, in Stückchen
3-4 Frühlingszwiebeln, in Ringen
Pfeffer, Salz, Paprikapulver
150 ml Sahne
100 ml Wasser

Zuerst füllt ihr einen großen Topf mit Wasser und bringt es zum Kochen. Während ihr darauf wartet, dass das Wasser kocht, gebt ihr das Öl in eine (sehr) große Pfanne oder einen großen Topf, in dem ihr gut braten könnt. Das Hähnchenfleisch gebt ihr dann in die Pfanne und bratet es ca. 5 min gut durch und würzt es mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver. Wenn das Wasser kocht, gebt ihr eine großzügige Prise Salz hinzu und lasst die Schupfnudel nach Packungsangaben kochen. Anschließend gebt ihr die Paprika mit zum Hähnchen und bratet diese für ein paar Minuten mit, bevor ihr dann auch die Frühlingszwiebeln hinzugebt. Ein paar Zwiebelringe könnt ihr euch zur Seite legen und am Ende über das fertige Gericht streuen. Als Nächstes löscht ihr das Hähnchen und das Gemüse mit dem Wasser und der Sahne ab und lasst das Ganze kurz aufkochen. In der Zwischenzeit gießt ihr die Schupfnudeln ab, gebt sie mit in die Pfanne und würzt bei Bedarf noch einmal nach (aufpassen mit Pfeffermühlen!). Guten Appetit!


Das Gericht ist nicht nur total simpel und gleichzeitig unglaublich lecker, sondern fällt auch wunderbar in die Kategorie "Ich komme abends ausgehungert aus der Uni und möchte mir ganz schnell etwas köstliches und halbwegs gesundes kochen". Die Schupfnudel-Pfanne ist in einer Viertelstunde zubereitet und das Ganze ging auf einmal so schnell, dass ich nicht mal mehr Zeit hatte, den Tisch ordentlich zu decken und die blaue Tischdecke zu bügeln. Na gut, es soll ja eigentlich auch um's Essen an sich gehen, nicht wahr?


Hach, irgendwie ist es beruhigend zu wissen, dass man Schupfnudeln auch ohne eine Küchenkrise und gefühlte eine million Pfefferkörner zubereiten kann.

Es haben sich übrigens schon einige Gastblogger bei uns angemeldet, aber falls ihr auch noch Lust habt, uns euer Lieblingsrezept, eine schöne DIY-Idee oder was auch immer, zu zeigen, meldet euch bei uns! :)

Mittwoch, 12. Februar 2014

Valentinstagskarten

Ihr Lieben! Der Valentinstag rückt näher, und für alle, die noch nicht wissen, was sie ihren Lieben unterm Türschlitz durchschieben können, haben wir eine kleine Überraschung parat. Wir haben für euch in den letzten Tagen Valentinstagskarten designed, die wir euch gerne hier zur Verfügung stellen würden.  


Bekannterweise spaltet der Valentinstag ja die Gemüter, und ich bin mir selber noch nicht ganz so im klaren darüber, ob man ihn unbedingt braucht, oder nicht. Mein Freund und ich überraschen uns öfters mal mit schönen Kleinigkeiten, und haben schon länger fest gelegt, dass wir nicht einen bestimmten Tag brauchen, um uns zu zeigen, dass wir uns doch ganz gerne haben. Trotzdem finde ich, dass es ein schöner Anlass für manche ist, um vielleicht über den eigenen Schatten zu springen, und der einen bestimmten Person zu sagen, dass man sie mag, und wie jede andere season (Halloween, Weihnachten, Ostern,...) liebe ich das ganze drum herum, die Dekoration, die kreativen Blog-Posts, und die vielen Möglichkeiten und Ideen. 


Hier findet ihr die drei verschiedenen Karten: 

Version 1   //   Version 2   //   Version 3

Wir hoffen, wir können euch damit eine kleine Freude machen! 

Dienstag, 11. Februar 2014

Heidelberg guide

Ich erinnere mich noch genau daran, als ich das erste Mal meine Füße in diese Stadt setzte. Meine Mutter hatte mir ein Wochenende in Heidelberg geschenkt und uns ein hübsches Zimmer für eine Nacht gemietet; und während wir die Stunden mit Shoppen, Sightseeing und Schlemmen verbrachten, wurde mir immer klarer, dass ich hier irgendwann einmal wohnen wollen würde. Es hat nicht lang gedauert, bis dieser Ort es schaffte, sein Netz aus Gemütlichkeit, Märchenkulisse und dieser unvergleichlichen Atmosphäre um mich zu spinnen. Als ich durch die gepflasterten Straßen lief und die kleinen, hübschen Häuser und die schnuckeligen Cafés betrachtete, wusste ich wohl gleich, dass diese Stadt zu mir passte, wie sonst selten eine andere. Als ich ein paar Jahre später den Zulassungsbescheid der Universität Heidelberg in den Händen hielt, hätte ich glücklicher kaum sein können. 
3 Jahre habe ich hier gelebt. Es ist wohl nie einfach, sein Elternhaus zu verlassen, und ganz alleine in eine fast noch fremde Stadt zu ziehen, eine leere Wohnung vorzufinden, eine leere Kapitelseite mit leerem Erinnerungsschatz. Es hat mehr als ein Jahr gedauert, bis ich anfing, das hier alles als mein zu Hause anzusehen. Dieses Jahr war schwer, und doch hat es mich mit meinem Heidelberg zusammen geschweißt. Wir haben zusammen etwas durchgemacht, und die Monate danach kamen als Belohnung geprägt von Freundschaft, Abenteuern und schlaflosen Nächten voller Glück. Ich werde diese Stadt nun verlassen, halb freiwillig, halb gezwungen, aber vergessen werde ich sie nie. Auch wenn es mich traurig macht, ich freue mich, euch meine große Liebe vorzustellen, und ein paar Tipps und schöne Orte mit euch zu teilen. 


Was mich am meisten an dieser Stadt erfreut, ist die fast schon sonderbare Atmosphäre. Kleine Gässchen laufen verwinkelt durch den Kern der Altstadt, und ein skuriler Antiquitätenladen folgt dem nächsten. Als Studentenstadt wird all das neu gehalten, indem beim Gang durch die Straßen der Blick vom einem jungen Gesicht ins nächste folgt. Am Tag erscheint mir die Stadt wie im Märchen. Sie erstreckt sich am Neckar entlang, und wenn die Sonne scheint und das Wasser glitzert, denke ich jedes Mal, ich bin auf sorglosen Reisen. Umringt von Bergen liegt das Schloss, welches sich majestätisch über die Altstadt erstreckt, und Touristen aus aller Welt anzieht. Villen reihen sich neben alte Herrenhäuser, und doch spaziert das Publikum nicht mit erhobener Nase durch die Gegend. Freundliche und offene Studenten regieren diese Stadt, und wenn es Abend wird, kommen sie aus ihren Zimmern und erobern die vielen Kneipen und Bars. Ich habe heute versucht, diese Atmosphäre mit meiner Kamera für euch einzufangen, und möchte euch gerne von einem Lieblingsplatz zum nächsten führen.


Das Heidelberger Schloss ist eine der berühmtesten Ruinen Deutschlands, und ein absolutes Muss für jeden, den es nach Heidelberg verschlägt. Während der Zugang zum Innenhof und das Schlossmuseum Eintritt kosten, ist der Rundweg um die Ruine herum und der Gang in den dazugehörigen Garten kostenlos. Aus dem Schlosspark hat man einen gigantischen Blick über die Altstadt bis nach Mannheim und noch weiter. Einer meiner schönsten Erlebnisse hier war wohl, als ich Nachts hier hoch kam, und viele Stunden im Schlafsack eingewickelt und meine Thermoskanne umklammernd über die Stadt hinweg blickte, und aus dem Staunen kaum mehr heraus kam. 


Nördlich von Heidelberg führt über den Heiligenberg der sogenannte Philosophenweg. Am Steilhang entlang hat man eine wunderschöne Aussicht auf das Schloss und die Altstadt, und ich habe hier unzählige Stunden verbracht und mit tollen Menschen die Natur genossen. Relativ unscheinbar beginnt der Weg in Neuenheim, führt dann sehr steil durch eine der teuersten Wohngegenden der Umgebung, und kann wieder über eine Treppe verlassen werden, die zur alten Brücke führt. Über den Philosophenweg erreicht man auch die berühmte Thingstätte, eine Art Amphitheater, welches nach einem etwas längerem Anstieg des Heiligenberges erreicht werden kann. Jedes Jahr zum 1. Mai wird hier die Walpurgisnacht gefeiert, und bis zu 20.000 Leute pilgern den Berg hinauf, um zu feiern, zu singen und zu tanzen (all das ohne Elektrizität, was alles noch magischer macht). Seitdem ich das einmal erlebt habe, werde ich diesen Tag wohl niemals mehr wo anders verbringen. 


Wieder in die Altstadt zurück gefunden empfehle ich jedem einen abendlichen Besuch der sogenannten Unteren Gasse. Hier trifft sich nicht nur am Wochenende jeder, der eine gute Zeit haben möchte. Eine wunderbare Mischung aus Cocktailbars und verrauchten Schuppen nur wenige Meter von einander entfernt machen diesen Ort zu einem Gewühl aus buntem Treiben, Heiterkeit und wenig Schlaf. Ich mag das Weinloch ganz besonders, da es nirgendwo anders so ein gemischtes Publikum gibt, und die Preise bezahlbar sind. Vom alten Herren mit Pferdeschwanz bis zur U25 Mädelsgruppe gibt es alles, und am Ende liegen sich doch alle in den Armen und singen gemeinsam. Auch am Tag hat die Untere Gasse sehr ausgefallene Läden und hübsche Cafés zu bieten. Ich komme hier immer gerne her. 


Wie schon erwähnt, gibt es in Heidelberg schnuckelige Cafés und urige Restaurants, und davon unzählige. Richtig Essen gegangen bin ich hier selten, aber ich habe mir oft einen Tee irgendwo geholt, oder ein Sandwich genossen. Erinnerungswürdig sind für mich trotzdem die Besuche in der Schnitzelbank in der Bauamtsgasse (Weinstube mit fantastischem Essen) und ein romantisches Dinner im Coyote Cafe (sehr zentral mit köstlichen Salaten und Burgern). 


Ich wusste bis vor kurzem Nicht, dass die Fußgängerzone in Heidelberg tatsächlich die längste Einkaufsstraße Europas ist. Trotzdem musste ich natürlich schon feststellen, dass man über 3 Jahre hier wunderbar sein Geld lassen kann, was für mich nicht unbedingt an den herkömmlichen Läden wie H&M, C&A und so weiter liegt, sondern eher an Schmuckstücken wie auf den Fotos. Auch wenn die richtigen Antiquitäten- und Secondhand Läden eher in den Nebengassen zu finden sind, so hat auch die Hauptstraße einiges zu bieten. Fest steht: Ein Gang an all den Läden vorbei macht mich glücklich, tief im Inneren bin ich eben doch ein ganz normal typisches Mädchen. 


Leider konnte ich heute auf meiner kleinen Tour nicht alle Orte abklappern, die in meinem Herzen ihren ganz eigenen Platz gefunden haben. Die Villa Nachttanz zum Beispiel ist einer dieser Orte. Was am Anfang ein herunter gekommenes Haus etwas außerhalb der Stadt war, wurde von vielen fleißigen Händen renoviert und künstlerisch vervollständigt, und bietet nun Raum für Ausstellungen, Konzerte, Partys, Theater, Vorlesungen, oder einfach nur dem Zusammensein am Lagerfeuer. Mich beeindruckt dieser Ort, da hier nur derjenige seinen Weg hinfindet, der ein Interesse an Kunst, Musik und alternativem Zusammensein pflegt. Ähnlich gut gefällt mir der Karlstorbahnhof, ein Etablissement direkt am S-Bahnhof der Altstadt, in dem oft fantastische Konzerte statt finden. Außerdem gibt es hier das Karlstorkino, im welchem nicht selten interessante und faszinierende independent Filme gezeigt werden. Was auch erwähnenswert ist, ist die tolle Umgebung, in welcher Heidelberg liegt. Wander- und Fahrradwege gibt es zu gefühlten tausenden, und in einer halben Stunde läuft oder radelt man an grünen Feldern entlang, und sieht in der Ferne Burgen und Landschaften, die das Herz mit Glück erfüllen. Aber auch in der Stadt selber kann man etwas davon mitbekommen: Die Neckarwiese erstreckt sich von der Theodor-Heuss-Brücke bis zur Ernst-Walz-Brücke und ist somit mit fünf Hektar die größte innenstädtische Grünflache. Sobald im Frühling die ersten warmen Sonnenstrahlen heraus kommen, füllt sich die Wiese mit hunderten Menschen mitsamt ihren Grills, Frisbees und Picknickdecken. 


Diesen Eintrag so nüchtern wie möglich zu schreiben fällt mir schwer. Heidelberg ist mein zu Hause, und ich könnte im Moment über jeden Zentimeter dieser Stadt einen liebevoll geschriebenen Absatz verfassen. Trotzdem möchte ich mich kurz halten. Danke, Heidelberg. In den drei Jahren, die du mir geschenkt hast, hast du mich verändert. Ich bin erwachsener geworden, und wir teilen nun Erinnerungen von Abenteuern, Schmerz, Freude und Freundschaft. Du hast mich manchmal verzweifeln lassen, und doch habe ich nie einen Ort so sehr geliebt. Wir sehen uns wieder. 

Sonntag, 9. Februar 2014

Werdet Gastblogger auf Kuddelmuddel!

Hallo ihr Lieben, bevor wir alle munter und mit viel Schwung in die neue Woche (letzte Uni-Woche!) starten, haben wir heute noch einmal ein ganz besonderes Anliegen an euch. 
Wir sind auf der Suche nach kuddelmuddeligen Gasteinträgen von euch, unseren Lesern! Bevor ich euch gleich erkläre, warum und weshalb, hier erst einmal die wichtigsten Infos auf einen Blick:


Wir wollten schon vor einiger Zeit einen Aufruf starten, aber irgendwie ist das dann doch erst einmal unter den Tisch gefallen, aber nun passt eine Gastblogger-Aktion umso besser - Lulu bricht bald zu einer vierwöchigen Abenteuerreise nach Nepal auf und direkt im Anschluss daran bin ich von der Uni aus zwei Wochen in Italien unterwegs. Auf der anderen Seite wird Resi in den Semesterferien zwar auch endlich wieder Zeit zum Bloggen haben, aber damit Kuddelmuddel trotzdem nicht einstaubt, wären ein paar Gasteinträge von euch wirklich superduper! Na, habt ihr Lust? Macht euch wirklich keinen zu großen Kopf und teilt einfach eure Lieblingsrezepte, Dekotipps oder sonstige Anregungen mit uns! Wenn ihr einen eigenen Blog habt, werden wir den natürlich in eurem Eintrag mit verlinken und ein bisschen Werbung machen.

Wenn ihr Lust habt mitzumachen, braucht ihr uns natürlich nicht sofort einen kompletten Eintrag schicken, sondern es reicht erst einmal, wenn ihr uns bescheid sagt, dass ihr Interesse habt und dann können wir alles weitere in Ruhe klären. Am besten schreibt ihr uns einfach eine E-Mail (KuddelmuddelMail@gmail.com) oder schreibt uns eine Nachricht auf unserer facebook-Seite. Wir sind gespannt! 

Wenn das Ganze gut läuft und ihr Spaß an der Sache habt, könnten wir uns auch vorstellen, die Aktion als festen Bestandteil in unseren Blogplan aufzunehmen.