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Samstag, 29. März 2014

Shopvorstellung: Danke, Jamata!


Hallo ihr Lieben! Ich bin wieder da! 
Obwohl ich mit meinen Gedanken und meinem Herzen noch irgendwo ein paar hundert Meilen von meinem Schreibtisch entfernt festhänge, holen mich der Alltag und das Leben in Deutschland so langsam wieder ein. Ich hatte eine fantastische und vor allem unglaublich aufregende Zeit in Nepal, und ein Reisebericht mit Fotos wird bestimmt nicht lange auf sich warten lassen. 
Heute möchte ich mich aber etwas Anderem widmen. Vor meinem Urlaub bin ich auf den wunderbaren Onlineshop Jamata gestoßen, und war sofort wie verzaubert. Auf meine schüchterne Anfrage nach einem Produkttest kam ganz schnell eine Antwort von der lieben Shopbesitzerin Jana, die mir einen ihrer hübschen Schals zum Ausprobieren zugeschickt hat. Schon auf dem Bildschirm haben die Laptoptaschen, Brotkörbe, Kuscheltiere, und und und, ... einen qualitativ superguten Eindruck gemacht, und als ich meinen Schal auspackte, habe ich gemerkt, dass dort einfach Liebe drin steckt. 


Das besondere an Jamata ist, dass man als Kunde seine Stoffe aus einer ausgefallenen Auswahl selber aussuchen kann, und man somit etwas Einzigartiges erhält. Ich kann mir nur wenige Muster vorstellen, die besser zu mir passen als meine rot-weißen Pünktchen und die Fliegenpilze. Je nach Laune werde ich meinen Schal einfach umdrehen : )


Ich würde mich total freuen, wenn ihr selber mal bei Jamata vorbeischaut, und euch euren eigenen Eindruck macht. Im Dawanda Shop kann man sich von allem noch einen genaueren Eindruck machen. 


Ich jedenfalls liebe meinen Schal, ich mag wie gemütlich er ist, und wie sehr er Lulu ruft :) Danke, Jana, für das tolle Geschenk! 

Ich freue mich ebenfalls riesig doll drauf, nach vier Wochen wieder in die Kuddelmuddelwelt einzutauchen, und euch mit der ein oder anderen kreativen Idee zu erfreuen. Bis bald! 

Freitag, 28. März 2014

Foto-Challenge: 100 Happy Days

Ach, ich wollte schon so oft an einer Foto-Challenge teilnehmen - jeden Tag ein Selbstporträt, jeden Tag das Essen fotografieren, jeden Tag einen Schnappschuss vom Himmel machen. Wirklich angefangen habe ich dann aber doch nicht, weil mir die Challenges immer ein bisschen zu unpraktisch waren (wie soll man denn z.B. ein Selbstporträt von sich machen, wenn man an einem regnerischen Sonntag nur im Schlafanzug rumläuft?!). Auf A Beautiful Mess wurde ich letzte Woche aber auf eine (schon länger existierende) Foto-Challenge aufmerksam, die mir so super gefällt, dass ich direkt am nächsten Tag losgelegt habe.

Bei 100 Happy Days geht es einfach darum, 100 Tage lang täglich etwas zu dokumentieren, das einen an diesem Tag glücklich gemacht hat. Das muss nichts großes sein, sondern kann auch einfach etwas ganz alltägliches sein, das euch ein Lächeln auf's Gesicht gezaubert hat. Besonders super finde ich es, dass man somit fast gezwungen wird, den Fokus auch an einem grauen und blöden Tag auf einen klitzekleinen schönen Moment zu legen. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich so insgesamt auch noch ein kleines bisschen glücklicher bin und mich weniger auf unschöne Dinge konzentriere. Gleichzeitig kann ich mir so auf besondere Weise vor Augen führen, wie viele happy Momente es in meinem Leben gibt und schöne Erinnerungen sammeln.

Wenn ihr meine Beiträge zur Challenge mitverfolgen wollt, könnt ihr das gerne auf meinem privaten Instagram-Account tun. Hier mal eine kleine Übersicht meiner ersten 5 happy Tage:


Möchtet ihr nun auch an der Challenge teilnehmen und vielleicht ein kleines bisschen glücklicher sein? Nur zu! Ihr könnt eure Fotos natürlich auch auf anderen Plattformen hochladen, aber vergesst nicht, dabei immer folgendes Hashtag zu verwenden:
Nun möchte ich mich außerdem noch für ein Weilchen verabschieden - am Sonntag startet mein Geländepraktikum in Italien. Das ist quasi eine fachwissenschaftliche Rundreise durch Ober- und Mittelitalien mit einem meiner Geographie-Kurse aus der Uni. Bislang weiß ich eigentlich nur, in welchen Städten wir unterwegs sein werden und wie viele Kilometer wir täglich mit dem Bus zurücklegen werden, aber insgesamt wird das eher eine richtige Überraschungsreise für mich. In zwei Wochen bin ich dann mit hoffentlich vielen happy Erinnerungen zurück - ich weiß übrigens nicht, ob ich in Italien täglich Internetzugang haben werde, um meine #100happydays-Fotos zu posten, aber zur Not werde ich sie alle nachträglich hochladen. Hauptsächlich möchte ich mich in Italien aber lieber der Eis-Verköstigung widmen :-).

Bis ganz bald!


Mittwoch, 26. März 2014

[Guestpost] Die schwedische Tunnbrödsrulle - der Kartoffelbrei-Döner

Die liebe Becka zeigt euch heute mal ein ganz anderes Rezept. Wir finden diese Spezialität so verrückt, dass wir sie unbedingt mal selbst ausprobieren müssen. Danke, Becka!

Der Kartoffelbreidöner... So jedenfalls nennt eine Freundin von mir das Gericht, das ich euch heute vorstellen möchte und das ich vor knapp drei Jahren, als ich das erste Mal in Schweden war, von einer anderen Freundin gezeigt bekommen habe.  Eigentlich heißt das ganze Ding Tunnbrödsrulle und ist ganz simpel gesagt ein speziell gefüllter Wrap, aber weil sich diesen Namen kein Mensch merken kann, haben wir diese schwedische Spezialität kurzerhand in Kartoffelbreidöner umgetauft.


Ihr braucht:
Wraps
 (pro Person rechne ich 2 Stück, mehr schafft man eigentlich nicht)
Würstchen im Glas
(ebenfalls 2 Stück pro Person)
Kartoffelbrei
Milch
Eisbergsalat
Röstzwiebel
Senf
Ketchup


Zunächst setzt ihr Wasser für den Kartoffelbrei auf. Da es bei mir schnell gehen muss (wenn ich Hunger hab, hab ich Hunger und keine Lust, erstmal 2 h zu kochen), nutze ich meistens den Kartoffelbrei aus der Tüte. Die sind superschnell zugebereitet und durchaus lecker.


Parallel dazu könnt ihr direkt die Würstchen im Wasserbad erhitzen.


Während diese beiden Zutaten köcheln, habe ich den Salat gewaschen und in kleine Stückchen geschnitten.


Sobald die Würstchen nach ein paar Minuten warm sind und auch euer Kartoffelbrei die richtige Konsistenz hat, seid ihr eigentlich bereit für die eigentliche Zubereitung eurer persönlichen Tunnbrödsrulle.

Schritt 1:
Legt den Wrap auf einen Teller und verteilt so viel Kartoffelbrei, wie ihr mögt, auf eurem Wrap. Es sollte aber nicht zu viel sein, da ihr den Wrap sonst am Ende nicht mehr zuklappen könnt. Anschließend legt ihr das Würstchen mitten auf den Kartoffelbrei (meiner wurde leider etwas sehr flüssig. Aber lecker war’s trotzdem).


Schritt 2:
Nun verteilt ihr großzügig Salat und die Röstzwiebel auf dem Kartoffelbrei und der Wurst. Ich mag Zwiebel eigentlich nicht, aber diese speziellen Röstzwiebel sind wirklich lecker und geben der ganzen Sache eine angenehme Würze. Ihr könnt die Zwiebel aber auch einfach weglassen. Meine erste Tunnbrödsrulle damals war ohne Zwiebel und auch superlecker.


Schritt 3:
Als letzten Schritt verteilt ihr Ketchup und Senf auf eurem Wrap. Ich nehme meistens mehr Ketchup als Senf, weil ich es zu scharf nicht mag, aber das bleibt natürlich euch überlassen.


Zuletzt klappt ihr alles zusammen, sodass ihr einen richtigen Wrap habt und voila, fertig ist eure Tunnbrödsrulle.


Ihr könnt euch gerne noch andere Zutaten überlegen und auch diese in euren Wrap packen. Ich könnte mir statt Senf und Ketchup auch eine Honig-Senf-Soße sehr gut vorstellen, oder Mayonnaise. Probiert es einfach aus, es lohnt sich. Die Schweden dürfen wirklich einige sehr leckere Spezialitäten ihr Eigen nennen.

Montag, 24. März 2014

Blitzrezept: Erdbeerige Frühlingstorte

Die Vöglein zwitschern, die Sonne strahlt und was würde da noch besser in den Frühling passen als ein Stückchen frische Erdbeertorte? Na gut, ich muss zugeben, dass ich euch heute kein wirkliches Rezept für eine erdbeerige Frühlingstorte mit euch teilen werde, sondern eher eine Anleitung. Vor ein paar Tagen hatte ich nämlich meine Mutter und meine Tante über's Wochenende zu Besuch und weil ich dafür recht viel vorbereitet habe und auch noch arbeiten musste, hatte ich nicht ganz so viel Zeit zum Backen. Natürlich wollte ich aber trotzdem einen leckeren Kuchen auftischen und deshalb habe ich dann einfach nach eigener Idee eine Erdbeertorte "gebaut".


Ihr braucht:
etwa 750 g frische Erdbeeren
einen zwei- oder dreigeteilten Tortenboden
Tortencreme-Pulver (z.B. das für Käse-Sahne) und die dazugehörigen Zutaten
(in meinem Fall 500 g Sahne und 500 g Magerquark)
Puderzucker

Für meine Torte waren diese zwei Produkte meine besten Kumpel:


Zuerst platziert ihr den untersten Tortenboden auf einem hübschen Teller und legt einen Tortenring oder den Rahmen einer Springform um den Tortenboden. Nachdem ihr die Erdbeeren abgespült und abgetropft habt, halbiert ihr einige der Erdbeeren der Länge nach und stellt sie im Kreis mit der breiten Seite nach unten und der Schnittkante an den Tortenring rundherum auf den Tortenboden. Die restlichen Erdbeeren schneidet ihr klein und verteilt sie auf dem Boden (und nascht ein paar). So sieht das Ganze dann aus:


Anschließend rührt ihr die Tortencreme nach Packungsanleitung an. Natürlich könnt ihr auch selbst eine Creme nach Rezept zubereiten, aber sämtliche Cremes, die ich so fand, waren mir (ausnahmsweise) zu aufwendig oder haben rohes Ei beinhaltet - nichts für mich. Die Creme verteilt ihr dann vorsichtig auf dem Boden und auf den Erdbeeren. Achtet darauf, dass die Erdbeeren am Rand nicht umfallen, sonst sieht die Torte am Ende vielleicht nur halb so schön aus. Wenn ihr die Creme glatt gestrichen habt, legt ihr den zweiten Tortenboden vorsichtig auf die Creme. Ich hatte den vorher noch in 6 Stücke geschnitten und dann so auf der Torte verteilt, weil ich das hübscher fand (keine Sorge, die Stücke wurden dann später nochmal halbiert!). Danach darf die Torte 3 Stunden lang (oder je nach Packungsanleitung) im Kühlschrank entspannen und danach nach Belieben verziert werden.


Bislang kannte ich solche Quark-Torten nur mit Pfirsichen oder Dosen-Mandarinen, aber ich bin froh, dass ich das Ganze spontan mit frischen Erdbeeren ausprobiert habe - so ist die Torte eine tolle Alternative zum klassischen Erdbeerboden (den ich aber auch liebe!). Meine Mutter und meine Tante haben mich sogar gefragt, wie ich denn die köstliche Creme und den Boden zubereitet hätte, hihihi. Ab und zu ist es ja mal okay ein bisschen zu "schummeln" - vor allem, wenn das Ergebnis so lecker ist! :)

Freitag, 21. März 2014

Thunfisch-Fladenbrot-Pizza

Vor ein paar Tagen brauchte ich eine Trost-Pizza. Ich hatte mir mit Resi und einer anderen Freundin etwas tolles vorgenommen (Besuch in der Therme mit Anschließendem Vapiano-Besuch - eines meiner Geburtstagsgeschenke), aber dann ist Juli leider krank geworden und unser Plan fiel in letzter Minute ins Wasser. Das war natürlich kein Weltuntergang, aber trotzdem war mir nach einer leckeren Trost-Pizza, die das leckere Essen bei Vapiano zumindest ein bisschen ersetzen sollte. Deshalb wollte ich mir auch keine 0815-Pizza machen, sondern habe im Internet nach einer etwas ausgefalleneren Pizza gestöbert und bin dabei auf eine Fladenbrotpizza mit Thunfisch gestoßen. 

Vielleicht ist irgendein Trend an mir vorbeigezogen, aber ich hatte vorher noch nie von Pizza auf Fladenbrot-Basis gehört und dabei liebe ich Fladenbrot! Wenn Fladenbrot als Beilage zu einem Gericht gereicht wird, lasse ich die Hauptspeise auch gerne mal für das Brot stehen (gerne auch mit köstlichem Dip). Also musste ich die Fladenbrotpizza auch unbedingt (in leicht abgeänderter Form) ausprobieren!


Für eine (normalgroße) Pizza braucht ihr:
1/2 Fladenbrot
etwas Ketchup
italienische Kräuter
3-4 Tomaten
1 Dose Thunfisch, abgetropft
eine kleine Dose Mais, abgetropft
eine Zwiebel, in Ringen
eine halbe bis ganze Kugel Mozzarella

Zuerst heizt ihr euren Backofen auf 200°C vor. Dann schneidet ihr das halbe Fladenbrot waagerecht in zwei Hälften, bestreicht die Innenseiten mit etwas Ketchup und streut etwas italienische Kräuter darüber. Anschließend gebt ihr die Tomaten in dünnen Scheiben auf das Fladenbrot und verteilt die übrigen Zutaten einfach pizzamäßig auf dem Fladenbrot. Dann geht das Ganze für 10-15 Minuten in den Ofen.

So sieht das Ganze vor dem Backen aus:


Falls ihr auch noch nie Fladenbrot-Pizza probiert habt, kann ich euch das nur wärmstens empfehlen! Die Pizza ist schön knusprig und schmeckt dabei viel "frischer" als normale Pizza und das Fladenbrot bringt nochmal ein ganz anderes Aroma mit. Super lecker!


Falls ihr kein Thunfisch mögt (sowas soll es ja geben), könnt ihr die Pizza natürlich auch mit Zutaten eurer Wahl belegen. Ich habe mir schon vorgenommen, demnächst nochmal eine Gemüse-Pizza mit passender Joghurtsoße auszuprobieren. Die Fladenbrot-Pizza konnte mir den tollen Ausflug mit Freunden zwar nicht ersetzen (der wird aber ja auch sowieso noch nachgeholt), aber hat mich auf jeden Fall ein bisschen getröstet :-).




Mittwoch, 19. März 2014

[Guestpost] Ein Bücherfan geht fremd - E-Reader: ja oder nein?

Für alle Bücherwürmer haben wir heute einen ganz besonders interessanten Gasteintrag - die liebe Becka erzählt euch, warum sie sich für einen E-Reader entschieden hat. Mir (Jule) selbt hätte dieser Eintrag bei meiner eigenen Entscheidungsfrage vor ein paar Wochen unheimlich geholfen und jetzt, als weitere zufriedene Besitzerin eines E-Readers, stimme ich Becka mit ihrer Argumentation absolut zu! Danke, Becka!


Ich war schon immer die größte Leseratte und der größte Bücherfan, den man sich vorstellen kann. In der Grundschule habe ich sämtliche Hanni und Nanni-Bücher von Enid Blyton verschlungen und mir vorgestellt, wie es sein würde, selbst im Internat zu leben und Mitternachtspartys zu feiern. Dolly, Tina und Tini, 5 Freunde, Pferdebücher, irgendwann Delfinbücher… Ich habe sie alles gelesen, habe alles, was mir in die Finger kam, verschlungen, ganz vieles davon sogar mehrmals.

Und auch als ich älter wurde, hat sich dieses Verhalten nicht geändert. Ich habe gelesen und gelesen und gelesen, ob Deutsch oder Englisch war und ist mir völlig egal. Im Laufe der Zeit habe ich mir so eine durchaus beachtliche Sammlung an Büchern zugelegt.

 
Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, platzen meine Regale aus allen Nähten und immer öfter erwischte ich mich bei der Frage: wohin mit all meinen Büchern? Denn obwohl ich wirklich keinen Platz mehr habe, gibt es trotzdem so viele Autoren, die fleißig ihrer Arbeit nachgehen und jedes Jahr ein neues Buch auf den Markt werfen, das ich unbedingt haben muss. Die Jugendbücher sind längst in Kisten verschwunden, aber den Platz, den ich dadurch bekommen habe, habe ich längst mit anderen Büchern wieder aufgefüllt. Mittlerweile stapelten sich einige Bücher in, auf und vor meinem Nachttischchen, selbst in der Küche habe ich einige Romane rumfliegen und auch in meinem Bad findet man gerne mal ein paar Exemplare. 


Der Platz wurde immer weniger, da ich leider kein Bücherzimmer in meiner Wohnung besitze (DAS wäre ein absoluter Traum!). Und auch wenn es für mich nichts Schöneres gibt, als ein brandneues Buch in der Hand zu halten, es aufzuschlagen, über die weißen, weichen Seiten zu streichen, die noch kein Mensch vor mir berührt hat und einfach nur ein bisschen darin zu blättern, habe ich mich nach mehrmonatiger intensiver Überlegung dazu entschieden, modern zu werden und mir einen ebook-Reader zu kaufen. Die Entscheidung stand also fest, doch als ich dann anfing, mich über die verschiedenen Modelle zu informieren, war ich zunächst schlichtweg überfordert. Ich hatte ja keine Ahnung, wie viele Reader es da draußen gibt. Kobo, Sony, einer der verschiedenen Kindle-Modelle, der Tolino, PocketBook, ein Bookeen und und und. Tagelang war Google mein bester Freund und durfte mir all meine Fragen beantworten. Wie liegen diese Reader preislich, welche Leistung bringen sie, welche Formate können sie lesen (ich wusste bis zu diesem Zeitpunkt nicht mal, dass nicht jeder Reader alle Formate lesen kann – Sauerei!), wie viel Speicherplatz haben sie …

Zwischendurch war ich fast soweit, diesen Plan wieder zu verwerfen und doch bei den Büchern zu bleiben. Aber mit jedem Blick mehr, der auf meine Bücherregale fiel, wurde mir klar, dass ich fast keine Wahl hatte. Ich musste diese Reader-Sache probieren. Hinzu kam außerdem noch, dass viele Autoren, vor allem die, die Self-Publishing betreiben, ihre Bücher erstmal nur als ebook anbieten. Und weil ich keine Lust hatte, jahrelang auf eine gebundene Ausgabe zu warten – sofern es überhaupt eine geben sollte, blieb mir keine andere Wahl, als mich endlich für einen Reader zu entscheiden.

Nach dem Austausch mit Freunden und Bekannten, die alle längst einen ebook-Reader besaßen, habe ich diesen kleinen Kumpel hier gewählt:


Mein Tolino Shine liest alle pdf-Formate und alle epub-Formate und die meisten ebooks werden auch in diesen Formaten angeboten. Ich bin ein bisschen ein Feind von Amazon geworden, weshalb ich mich über einen Kindle nicht an Amazon binden wollte. Ebooks für den Tolino kann ich von weltbild.de, buecher.de, thalia.de, hugendubel.de und vielen anderen Seiten kaufen und bin damit nicht so eingeschränkt, wie ich es bei Amazon gewesen wäre. Außerdem kostete er mich – ich hatte ein Angebot erwischt – nur 89 Euro und war damit ein Schnäppchen, das sich absolut gelohnt hat. Er ist kinderleicht zu bedienen, der Akku hält wirklich 6-8 Wochen und in dem einen Monat, seit ich das Teil besitze, habe ich bereits 8 Bücher gelesen. Auch in der Sonne spiegelt nichts und der „Einband“ meines Tolinos ist angenehm weich und liegt prima in der Hand. Die Beleuchtung kann ich jederzeit ein- oder ausschalten und auch für Reisen hat man jederzeit genug Lesestoff dabei ohne sich mit massenhaft Büchern tot zu schleppen (meine letzte Zugfahrt verging wie im Flug :-)).

Kurzum: Ich hätte es nicht gedacht, aber ich bin absolut begeistert und ein bisschen sehr in meinen Tolino verliebt - nicht zuletzt deshalb, weil er den tollsten Bildschirmschoner aller Zeiten hat (siehe Bild).
Natürlich kaufe ich weiterhin auch gebundene Bücher, denn seien wir doch mal ehrlich: es geht einfach nichts über Buchboxen oder ein wundervoll gestaltetes Hardcoverbuch oder das Gefühl, über die brandneuen Buchseiten zu streichen. Aber für den Moment bin ich einfach nur glücklich mit meinem Baby und lese noch mehr als sonst, weil ich nun auch Zugriff auf die Welt der nur als ebooks veröffentlichen Geschichten habe. Und alleine dafür haben sich diese 89 Euro schon gelohnt.

Für mich löst der Reader die Bücher nicht ab, sondern ergänzt die Welt der zauberhaften, traurigen, schönen, dramatischen und spannenden Geschichten. Ich würde mich definitiv wieder so entscheiden und bereue nicht, mich nicht weiter gegen dieses Spielzeug zu wehren. 

Montag, 17. März 2014

Honig-Vanille-Erdnuss-Kuchen

Ich muss zugeben, dass meine Koch- und Backbüchersammlung mittlerweile so groß ist, dass ich wahrscheinlich nicht einmal dazu kommen würde, alle Rezepte auszuprobieren, wenn ich für den Rest meines Lebens täglich drei 3-Gänge-Menüs zubereiten würde. Aber auch wenn sich das entsprechende Bett meines lieben Billys langsam, aber sicher, durchbiegt, schrecke ich nicht davor zurück, meine Sammlung stetig zu erweitern. Ich meine, wie soll man auch der Verlockung widerstehen, wenn in den Buchläden immer wieder wunderschöne, lebensnotwendige Koch- und Backbücher nur darauf warten, bei mir einzuziehen? Ähnlich sieht es da außerdem auch mit Koch- und Backzeitschriften aus und falls ihr die LECKER Bakery noch nicht kennt, befehle (!) ich euch hiermit, unbedingt einmal durch dieses wunderhübsche Magazin zu blättern. Nicht nur die Rezepte lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen, sondern die Zeitschrift ist außerdem so außergewöhnlich hübsch und mit so viel Liebe ins Detail gestaltet, dass ich mich direkt verliebt habe. Die Zeitschrift ist zwar recht teuer (5,90€), aber erscheint dafür (leider) auch nur 4x im Jahr und ist jeden Cent wert!

Jetzt habe ich aber ganz schön weit ausgeholt. Eigentlich wollte ich euch hauptsächlich erzählen, dass ich vor kurzem einen unglaublich leckeren Honig-Vanille-Erdnuss-Kuchen (in leicht abgeänderter Form) aus der besagten Zeitschrift gebacken habe.


Teig:
150 ml Milch
1/2 Würfel frische Hefe (21 g)
285 g Mehl
40 g Zucker
1 Prise Salz
1 Ei
50 g Butter, weich

Nuss-Topping:
100 g Butter
5 EL Honig (flüssig)
200 g Erdnüsse (geröstet und gesalzen)

Vanille-Honig-Creme:
1 Tütchen Vanillepudding-Pulver (zum Kochen)
1/2 l Milch
2 EL Honig (flüssig)
50 g Butter, weich 

Lasst euch nicht von der langen Zutatenliste abschrecken! Der Kuchen ist ein bisschen aufwendiger und zeitintensiver, aber an sich eigentlich gar nicht so schwierig. Zuerst erwärmt ihr die Milch (nicht zu heiß, ein bisschen wärmer als "lauwarm") und gebt die zerbröckelte Hefe hinein. Streut außerdem ein bisschen Zucker mit in die Milch und rührt die "Hefemilch" gut um. Wartet ein paar Minuten bis sich Bläschen in der Hefemilch bilden. In einer großen Rührschüssel verrührt ihr anschließend Mehl, Zucker, Salz, die Hefemilch und das Ei mit den Knethaken eures Mixers bis ihr einen glatten Teig habt. Dann fügt ihr noch die Butter in kleinen Stückchen hinzu und vermixt alles nochmal zu einem glatten Teig. Nun deckt ihr den Teig zu (am besten mit einem sauberen Geschirrhandtuch) und lasst ihn etwa eine Stunde an einem warmen Ort gehen (z.B. bei 50°C im Ofen oder auf der Heizung). 

Nach einer Stunde sollte sich der Teig ungefähr verdoppelt haben. Jetzt schnappt ihr euch eine Springform (26 oder 28 cm) und legt sie komplett mit einem ganzen Blatt Backpapier aus (ansonsten würde der Honig eventuell heraustropfen und eingebrannten Honig aus dem Backofen zu entfernen ist keine besonders angenehme Berschäftigung). Füllt den Teig nun in die Springform und streicht ihn mit einem feuchten Löffel glatt (Bild 1). Anschließend lasst ihr den Teig noch einmal zugedeckt etwa 30 Minuten lang an einem warmen Ort gehen.


Während der Teig es sich noch einmal gemütlich machen und sich vergrößern darf, kocht ihr schon mal alle Zutaten für das Nuss-Topping in einem Topf auf. Wenn sich der Teig in der Springform dann wieder vergrößert hat, verteilt ihr das Nuss-Topping gleichmäßig auf dem aufgegangenen Teig. Wie ihr auf dem 2. Bild erkennen könnt, habe ich die Nussmischung blöderweise nicht gleichmäßig genug verteilt und ich berichte euch gleich, welche Folgen das hatte. Wenn ihr alles schön verteilt habt, gebt ihr den Kuchen bei 175°C Umluft (200°C Unter-/Oberhitze) für 15-20 Minuten in den Ofen.


Lasst den Kuchen gut auskühlen, am besten vielleicht sogar über Nacht. Dann löst ihr ihn aus der Form, befreit ihn vom Papier und schneidet ihn waagerecht einmal auf. Weil meine Nussmischung nicht so gut verteilt war, haben sich auf meinem Kuchen richtige "Nussgräben" gebildet und die Nüsse sind ziemlich tief in den Teig gesunken, was zur Folge hatte, dass meine obere Kuchenhälfte mehrere "Löcher" hatte und die Nüsse auf dem unteren Boden lagen. Sollte euch das auch passieren, versucht ihr am besten euch nicht über den löchrigen, oberen Boden zu ärgern, sammelt die Nüsse einfach vom Boden und legt sie kurz zur Seite. 

Für die Vanille-Honigcreme verrührt ihr 5 EL der 500 ml Milch in einer kleinen Schüssel mit dem Puddingpulver und dem Honig. Die restliche Milch bringt ihr in einem Topf zum Kochen (Hausfrauen-Tipp meiner Mutter: Wenn ihr vorher etwas Wasser mit in den Topf gebt - genug, um den Topfboden zu bedecken - brennt die Milch nicht an), nehmt den Topf dann kurz vom Herd, rührt das "Puddingkonzentrat" unter, stellt den Topf zurück auf den Herd und lasst den Pudding unter ständigem Rühren eine Minute köcheln. Danach lasst ihr die Creme ungefähr 5 Minuten abkühlen und rührt dann nach und nach die weiche Butter unter. 

Die köstlich duftende Vanille-Honig-Creme verteilt ihr nun auf dem unteren Kuchenboden. Anschließend setzt ihr die obere Kuchenhälfte vorsichtig auf die Creme. Falls ihr auch Nussgräben in eurem Teig und somit Löcher im Kuchen habt, verteilt ihr in diesen Löchern nun einfach die Nüsse, die ihr vorher zur Seite gelegt hattet. Problem gelöst! Stellt den Kuchen für eine halbe Stunde in den Kühlschrank und lasst ihn euch danach schmecken!


Der Kuchen erinnert auf jeden Fall an Bienenstich, aber ist mit dem köstlichen Erdnuss-Topping noch einmal etwas knuspriger. Bei Bedarf könnt ihr die Erdnüsse aber auch mit Macadamianüssen ersetzen. Ich muss zugeben, dass mich die Erdnussgräben in meinem Kuchen (als verbissene Perfektionistin) zeitweise ganz schön frustriert haben, aber am Ende konnte man kaum einen Unterschied erkennen und lecker war der Kuchen auf jeden Fall trotzdem - ich liebe die Kombination von einem Hauch Salz und Honigkaramell!

Habt ihr jetzt nicht auch Lust auf ein Stückchen Kuchen? :)


Freitag, 14. März 2014

[Guestpost] Heidelbeer-Deko & -Dessert

Heute möchte die liebe Silvia ein ganz besonders leckeres Dessert-Rezept mit euch teilen und hey, wer hätte gedacht, dass Heidelbeer-Pflänzchen so vielseitig verwendet werden können? Wir bedanken uns ganz herzlich für den schönen Gasteintrag!

Schon seit ein paar Wochen habe ich in meiner Wohnung einen grüner Zweig, der nun, wo der Frühling vor der Tür steht, endlich zu blühen begonnen hat. Die Rede ist von einem Heidelbeer-Zweig. Diesen binden Floristen normalerweise als Beiwerk in Schnittblumen-Sträuße mit ein. Ich wollte aber nur das tolle Heidelbeergrün. Wenn ihr Glück habt und den Wald vor der Türe habt, könnt ihr euch dort einfach ein bisschen was von den kleinen Sträuchern abschneiden. Aber lasst noch genügend für die Wildtiere übrig, denn die futtern Blaubeergrün besonders gerne.

In einer großen durchsichtigen Glasvase machen sich die Zweige übrigens besonders gut und es ist ein richtiger Hingucker. Wenn ihr Glück habt und euch das Grün wohl gesonnen ist, beginnt der Zweig nach 2-3 Wochen zu blühen.


Zwar dauert es noch eine ganze Weile, bis bei uns die leckeren Beeren wachsen (Erntezeit ist von Mitte Juli bis Ende September) , aber im Supermarkt werden sie derzeit auch angeboten. Eigentlich bemühe ich mich immer sehr darauf zu achten nur saisonale Ware zu kaufen, doch bei den wunderschönen dunkelblauen Heidelbeeren konnte ich einfach nicht widerstehen! Aus den Beeren des Heidekrautgewächs lässt sich nämlich ein wunderbar einfaches und leckeres Dessert zubereiten.


Das braucht ihr:
eine Schale Heidelbeeren  
250g Joghurt
150g Mascarpone
etwas Puderzucker
eine Prise Rosenzucker
1 Limone

Vermischt den Joghurt mit der Mascarpone bis ihr eine richtig schön cremige Masse erhaltet. Nun je nach belieben etwas Puderzucker dazu geben. Hier ist es gut, wenn ihr den Zucker durch ein Sieb gebt, damit sich keine Klümpchen bilden können. Nun noch ein bisschen Abrieb von der Limone.


Jetzt nehmt ihr euch ein hübsche Glas, und füllt erstmal eine Schicht Heidelbeeren hinein. Abwechselnd die Joghurt-Mascarpone Creme und Beeren hinzugeben, bis euer Glas voll ist. Zum Schluss noch ein paar Heidelbeeren auf die Creme geben und etwas Rosenzucker sowie ein wenig Abrieb von der Limone drüber streuen. Falls ihr noch ein paar Blättchen Zitronenmelisse oder Pfefferminze zu Hand habt macht sich das auch immer sehr schön.


Schon habt ihr ein leckeres Dessert gezaubert!

Mittwoch, 12. März 2014

Kräuterregal-DIY (und eine kleine Terassen-Geschichte)

Frühling. Gibt es eine inspirierendere Jahreszeit? Ich glaube es nicht. Die Welt erstrahlt nach dem langen grauen Winter jedes Jahr aufs Neue in einer unglaublichen Farbenpracht. Und irgendwie fühlt man sich dann doch auch selbst immer wieder ein klein wenig neugeboren, oder? 
Hier in Kirchhain genießen wir zur Zeit die Frühlingssonne und somit die ersten richtig warmen Tage in diesem Jahr in vollen Zügen. Vor genau einem Jahr bin ich mit meiner kleinen Familie in unsere wunderschöne Wohnung gezogen. Damals war noch alles fremd und neu. Heute ist es unser richtiges Zuhause und Tag für Tag fallen mir Dinge ein, die es noch persönlicher und schöner werden lassen könnten. Da ich weder viel Zeit noch das nötige Kleingeld habe, alles auf einmal ganz genau nach meinen Wünschen zu gestalten, muss ich es eben Stück für Stück tun.
Als wir uns im Februar 2013 unsere heutige Wohnung angeschaut haben, haben wir uns nicht nur sofort in die großzügig geschnittenen, offenen und hellen Zimmer verliebt, sondern mindestens genauso sehr in die wirklich riesige Terrasse, die sich einmal um das komplette Wohnzimmer erstreckt. Wir haben tolle Gartenmöbel gekauft und im letzten Sommer auch wirklich viel Zeit dort verbracht, aber trotzdem fehlte bislang diese ganz persönliche Note, die die Terrasse zu einem meiner Lieblingsplätze auf Erden machen würde.
HEUTE war es dann soweit. Meine Terrasse wurde zu meinem neuen Lieblingsplatz. Und das in weniger als sechs Stunden.

(Die Terrasse bevor sie zum Leben erweckt wurde)

(Gartenstuhl & Regal von IKEA, großer Tontopf mit Hortensie von Philipps Oma, mini Deko-Fahrrad, Holzkisten, Gießkanne und größer Korb mit Herz von Xenos, Kräuter von Edeka, Übertöpfe von Blattwerk)

Ich bin richtig stolz. So richtig, richtig stolz. Ich habe noch nie wirklich etwas bepflanzt oder mich sonst großartig als "Gärtnerin" bewährt, aber ich glaube, das könnte der Anfang eines neuen kleinen Hobbys sein. Als ich mit allem fertig war, hatte ich überall Blumenerde und Rindenmulch hängen, sogar IM Schuh (wie zur Hölle kam das Zeug da hin??), meine Hände sahen aus wie Philipps, wenn er gerade von der Arbeit kommt (und er ist Schornsteinfeger) und ich war ziemlich außer Puste - und total glücklich. Irgendwie war dieses Gärtnern echt befreiend, auch wenn ich den halben Tag durch Kirchhain gedüst bin, um diese silbernen Übertöpfe zu finden. Naja, hat ja am Ende doch noch alles irgendwie geklappt :). 

Hingucker des gesamten Terrassen-Abschnitts ist für mich definitiv das Kräuterregal. Entstanden ist es eher zufällig. Dieses eigentlich schrecklich hässliche super billige IKEA-Regal stand in Jules und meiner alten Wohnung als "Abstellregal" in der Abstellkammer. Dort hat es ja schließlich keiner gesehen und es erfüllte seinen Zweck. Nach dem Umzug war es einfach nur übrig und den ganzen letzten Sommer über ein Schandfleck auf meiner Terrasse. Was tut man nun mit so einem Ding? Ganz einfach: Man zaubert mit ein klein wenig Einfallsreichtum ein wirklich hübsches Kräuterregal daraus. Und wie habe ich das gemacht? Das erkläre ich euch nun in einigen wenigen Schritten.


Ihr braucht:

- ein Metallregal
- verschiedene Kräuter
- Übertöpfe im Metall-Look
- Tafelfolie
- eine Schere
- weißen Edding
- Masking-Tape oder buntes, undurchsichtiges Klebeband


Alles Weitere erklärt sich beinahe von selbst. Die Kanten des Regals beklebt ihr mit dem Tape eurer Wahl, die Kräuter kommen in die hübschen Übertöpfe. Schließlich schneidet ihr euch aus der Tafelfolie kleine "Schildchen", schreibt darauf, um welche Kräuter es sich handelt und klebt das Stück Folie dann auf den jeweiligen Übertopf. Und ja, das wars :). So einfach kann Schönes sein!



Ach, und bevor ich es vergesse: Ich hatte natürlich einen großartigen (wenn auch des Öfteren quengeligen) Gärtner-Helfer:


Und nun - ran an die Gartenarbeit. Ich versichere euch, es macht wirklich Spaß, wenn man erstmal reingefunden hat. Und das wiederum geht viel schneller als man denkt. Also nutzt das gute Wetter und seid kreativ!
Habt ihr auch schon mal selbst etwas für euren Garten/Terrasse/Balkon gebastelt oder ein altes Möbelstück aufgepeppt? Habt ihr vielleicht noch Anregungen für mich?


Einen schönen Abend wünscht euch