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Montag, 28. April 2014

Pfannkuchen

Pfannkuchen! Ich kann gar nicht glauben, dass es unseren Blog nun schon seit über einem halben Jahr gibt und ich noch nicht mein allerliebstes Pfannkuchen-Rezept mit euch geteilt habe. Ich meine... jeder liebt doch Pfannkuchen, oder? Oder? Oder? Die Kunst des Pfannkuchenmachens habe ich in Irland während meiner Aupair-Zeit perfektioniert. Eines der Lieblingsbücher meiner zwei irischen Knirpse handelte von einem großartigen Pfannkuchen-Abenteuer und auf der letzten Seite des Buches befand es sich - DAS Pfannkuchen-Rezept. 



Für einen großen Stapel Pfannkuchen:
5 Eier
600 ml Milch
2 EL Zucker
1 TL Salz
500 g Mehl
100 ml Wasser
2 EL Butter

Zuerst vermixt ihr die Eier mit der Hälfte der Milch, dem Zucker und dem Salz. Dann gebt ihr das Mehl hinzu und rührt so lange alles glatt bis keine Klümpchen mehr im Teig sind und gebt dann die restliche Milch und das Wasser hinzu. Nun schmelzt ihr die Butter in einer beliebig großen Pfanne und rührt die geschmolzene Butter unter den Pfannkuchenteig. Auf diese Weise spart ihr euch zusätzliche Butter für's Braten und eure Pfannkuchen werden nicht zu fettig. Jetzt könnt ihr eure Pfannkuchen nach und nach bei mittlerer Hitze in der Pfanne backen und natürlich heldenhaft in der Luft flippen :-).



Für mich ist das wirklich das perfekte Pfannkuchenrezept. Ich mag meine Pfannkuchen nicht so fettig und mit diesem Grundrezept sind sämtliche Toppings möglich, weil die Pfannkuchen an sich nicht zu süß sind.



Je nach Saison mag ich meine Pfannkuchen am liebsten mit frischen Beeren, Apfelmus, Banane (und Nutella), Himbeermarmelade und einem Klecks Creme Fraîche oder auch gerne mit Zitronensaft und Zucker - letztere Variante habe ich in Irland kennen und lieben gelernt. Mein Aushilfskoch (mit bester Mütze-Aus-Frisur) mag die Zitronen-Variante übrigens auch.


Wie esst ihr eure Pfannkuchen am liebsten?

Samstag, 26. April 2014

Outfits fürs Rockfestival

Ich liebe Musikfestivals. Die schönste Saison im Jahr für mich ist die Festivalsaison, und das aus gutem Grund: Unter freiem Himmel aus tausend Sternen oder (mit viel Glück) strahlendem Sonnenschein, den engsten Freunden und dem pursten Freiheitsgefühl gibt es kaum einen Ort auf der Welt, wo sich mehr Menschen mit der selben musikalischen Leidenschaft und Liebe auf solch engem Raum zusammen finden. Im eigenen Zeltkreis fühlt man sich am wohlsten, und wann immer einem danach ist, begibt man sich auf die Reise zu den vielen Bühnen, Menschen und buntem Treiben. Solch ein schillerndes Wochenende zieht immer im Flug an einem vorbei, weshalb es mich im Sommer meist zu mehr als nur einem dieser Erlebnisse zieht. Mit 17 Jahren bin ich auf mein erstes Rockfestival gegangen, und seitdem hat sich nicht viel verändert; Nur das Gemeinschaftsgefühl und die menschliche Begegnung sind noch ein wenig mehr in meinen persönlichen Vordergrund gerückt. Aber nun genug des Vorwortes! Zur Feier des Starts dieser wundervollen Saison möchte ich gerne eine Reihe von Beiträgen schreiben, die sich dieser wundervollen Sache widmen. Gestern habe ich mir mein allerliebstes Fotomodel Sophia geschnappt, um ein paar festivaltaugliche Outfit-Vorschläge für euch zu knipsen. Aber seht selbst.

Kleid und Strumpfhose von H&M // Gürtel und Uhr von Urban Outfitters // Hut von Hutshopping // Schuhe von Vans 

Ein gutes Festivaloutfit muss für mich in erster Linie praktisch und gemütlich sein. Nass und schlammig zu werden, gehört irgendwie dazu, und gerade Rockfestivals neigen zum Dreckigkeitsfaktor. Ein gutes Paar Gummistiefel hat mich dabei noch nie im Stich gelassen. Ohne Hut und eine Handtasche, die beim Herumspringen nicht von der Schulter rutscht und in die notfalls ein Fläschchen Wasser oder Bier hineinpasst, betrete ich nicht das Gelände. Alte Bandshirts lassen sich hübscher stylen, als man eigentlich meinen sollte. 

Hose und Shirt: Vintage // Gummistiefel von Mutti // Strumpfhose von H&M

Meine Rockfestivaltips für euch: 
  • Meiner Meinung nach hat das Hurricane/Southside Festival oft das beste Line-Up von den großen Rockfestivals, die es hier in Deutschland gibt. Als ich vor 2 Jahren dort die Foo Fighters, die Band Of Horses und Arcade Fire live erleben durfte, war es um mich geschehen. Mit ca. 70.000 Besuchern jedes Jahr ist es ein gewaltiges Ereignis, welches dafür schön friedlich verläuft  und sogar an zwei verschiedenen Standorten in Deutschland stattfindet. 
  • Das Melt! Festival findet auf dem meiner Meinung nach gigantischstem Festivalgelände ganz Deutschlands statt: Ferropolis. Die mächtige Stadt aus Eisen mit ihren riesigen, stillgelegten Baggern verwandelt alles unverweigerlich in eine sagenhafte Atmosphäre. Musikalisch zeigt das Festival, dass Rock und elektronische Musik mehr als gut zusammen passen!
  • Das Highfield Festival war mein Allererstes, weshalb es mir immer gut in Erinnerung bleiben wird. Trotz strömenden Regens und Blitzeinschlags direkt neben meinem Zelt habe ich es geliebt, und mit meiner kleinen Musikerfahrung viele Bands kennen gelernt, die ich heute noch sehr zu schätzen weiß. Mit seinen knapp 20.000 jährlichen Besuchern ist es ein wunderbares Einstiegsfestival. 
Ich wünsche euch viel Spaß beim ergattern der Tickets :) Bald werde ich auch noch ein paar andere Musikrichtungen für euch abklappern, die mir sehr am Herzen liegen. Bis dann! 

Freitag, 25. April 2014

Gnocchi-Pfanne mit Feta-Dip

Bei uns ist es schon zu einer kleinen Tradition geworden, dass Resi und ich (mindestens) mittwochs (oder bis vor kurzem noch donnerstags) gemeinsam kochen, nachdem ich den Tag über auf Juli aufgepasst habe, während sie in der Uni und Julis Papa bei der Arbeit war. Dann probieren wir oft gerne neue Rezepte aus, aber diese dürfen dann auch nie zu aufwendig sein, weil Juli (mit nicht mehr ganz so vollem Energieakku) abends besonders anhänglich ist und mit einem Kleinkind am Hosenbein lässt es sich nicht ganz so entspannt kochen. Neulich haben wir eine Gnocchi-Pfanne mit Feta-Dip ausprobiert, die nicht nur im Handumdrehen fertig auf dem Tisch stand, sondern auch noch so köstlich war, dass sie bestimmt noch öfter nachgekocht wird!


Für 4 Personen:
1 Zucchini
250 g kleine Tomaten
Basilikum nach Belieben
2 EL Olivenöl
600 g Gnocchi (aus dem Kühlregal)
Salz & Pfeffer
200 g Feta
2 Cracker (z.B. Tuc)
100 g Sahne
100 ml Milch
 (Optional: Hähnchenbrust)

Das Originalrezept für die Gnocchi-Pfanne haben wir in der neuen und supertollen Zeitschrift Mutti kocht am besten (unbedingt mal durchblättern!) gefunden und leicht abgewandelt - eigentlich ist es ein vegetarisches Gericht, aber wir haben noch etwas Hähnchenbrust hinzugefügt. Falls ihr die Gnocchi-Pfanne auch mit Fleisch zubereiten wollt, bratet ihr dieses zuerst, in mundgerechte Stückchen geschnitten, in etwas Öl an und stellt sie bei Seite. Ansonsten startet ihr mit der Zucchini - die wird geputzt und in dünne Scheiben geschnitten und die Tomaten werden halbiert. Die Basilikumblätter schneidet ihr in dünne Streifen. Nun gebt ihr zwei Essölffel Olivenöl in eine (sehr) große Pfanne und sobald sich dieses erhitzt hat, bratet ihr die Gnocchi 2-3 Minuten in diesem an. Danach gebt ihr die Zucchini für weitere 3 Minuten hinzu und anschließend auch die Tomaten. Falls ihr euch für die Variante mit Fleisch entschieden habt, gebt ihr dieses an dieser Stelle wieder zurück in die Pfanne und schmeckt alles ordentlich mit Salz und Pfeffer ab. Zum Schluss werden die Basilikumstreifen untergemischt. Für den Feta-Dip, den ihr zur Gnocchi-Pfanne reicht, püriert ihr einfach den Feta mit zwei zerbröselten Crackern, der Sahne und der Milch in einem hohen Gefäß und schmeckt die Creme mit Pfeffer ab. Fertig!


Wir haben die Zeit zwar nicht gestoppt, aber ich bin mir recht sicher, dass wir keine 20 Minuten für die Zubereitung gebraucht haben und dabei ist die Gnocchi-Pfanne wirklich richtig lecker, frisch und sättigend. Ich bin kein Freund von strengem Käse und wir haben deshalb milden "Hirtenkäse" anstatt echtem Feta benutzt und so hat mir auch der Dip richtig gut geschmeckt.


Für mich war es übrigens das erste Mal, dass ich Gnocchi gebraten und nicht gekocht habe und so haben sie mir sogar noch einmal besser als sonst geschmeckt. Ach, und selbst Juli (als Gourmet-Verkoster) mochte die Gnocchi-Pfanne und den Dip übrigens auch sehr!

Mittwoch, 23. April 2014

Buchtipp: Das Schicksal ist ein mieser Verräter (John Green)

Happy World Book Day! Na gut, ich bin möglicherweise einer der letzten Menschen auf diesem Planeten, die Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green jetzt erst gelesen haben und an denen der Hype fast komplett vorbeigezogen wäre. Ich kann mich vage daran erinnern, dass ich das Buch in den letzten Monaten aus dem Augenwinkel in sämtlichen Buchhandlungen liegen gesehen habe, aber - und das ist jetzt nur ein persönlicher Eindruck - das Cover wirkte auf mich wie eines dieser seltsamen Bücher (jaja, don't judge a book by its cover...), sodass ich nicht einmal einen halben Gedanken an das Buch verschwendet habe. Als mir eine Freundin dann aber vor ein paar Wochen ausgerechnet dieses Buch dringend empfohlen hat, war mein Interesse endlich geweckt. Ich habe mir den Roman für die Zeit in Italien (in der englischen Version - The Fault in our Stars) auf den eReader gepackt und... oh man, was ich verpasst hätte, wenn ich das Buch nicht gelesen hätte!


Die Geschichte um die 16-jährige Hazel ist eigentlich ein Jugendroman und lässt sich vielleicht auch gerade deshalb sehr gut lesen, was jedoch nicht bedeutet, dass die Handlung an sich locker, leicht und fluffig ist. Es gab Abschnitte im Buch, bei denen ich mir gewünscht habe, ich würde mit dem Buch gerad nicht umringt von knapp 20 Kommiltionen am Strand liegen (keine Sorge, das war nur am letzten halben Tag der Exkursion) und deshalb nicht krampfhaft versuchen müssen nicht in Tränen auszubrechen.


Hazel ist unheilbar an Krebs erkrankt. Wie lange sie noch leben wird, weiß niemand so genau, aber sie möchte auf gar keinen Fall Mitleid und anstatt dessen ihr restliches Leben lieber vor dem Fernseher verbringen. Ihre Eltern schicken sie (mehr oder weniger gegen ihren Willen) zu einer Selbsthilfegruppe für krebskranke Jugendliche und in dieser Gruppe lernt sie schließlich auch Augustus kennen, der gerade erst den Kampf gegen den Krebs vorläufig gewonnen hat. Viel mehr möchte ich gar nicht verraten.


Ja, der Roman ist eine Liebesgeschichte. Gleichzeitig ist der Roman aber auch noch so viel mehr - eine Achterbahnfahrt der Gefühle und dabei die Einsicht, dass das Leben oft einfach unberechenbar und verdammt unfair ist. Es gab einige Momente, in denen ich meinen eReader gerne voller Wut über diese Ungerechtigkeit gegen die Wand geschleudert hätte, aber auf diese Weise wurde mir nur umso mehr bewusst, dass das Schicksal wirklich ein mieser Verräter ist.  
 

Der Roman ist so authentisch aus der Sicht eines 16-jährigen Mädchens geschrieben - ironisch, sarkastisch, emotional, teilweise philosophisch und auch sehr intelligent, dass ich schon beinahe das Gefühl hatte, ein echtes Tagebuch in den Händen zu halten und nicht das fiktionale Werk eines erwachsenen Mannes. Ich konnte absolut nicht absehen, wie die Geschichte ausgehen würde, war dementsprechend durchweg gespannt und konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen.. Es hat mich auf seine bittersüße Art gepackt und fest durchgerüttelt. Hazel und Augustus sind mir lange nicht aus dem Kopf gegangen und die Geschichte ließ und lässt mich einmal mehr über das Leben, den Tod und all die wunderbaren und furchtbaren Dinge dazwischen nachdenken.


Ich glaube, jeder kennt das Gefühl, wenn man so ein richtig gutes Buch zu ende gelesen hat - man ist traurig, dass die Geschichte schon vorbei ist und eventuell auch traurig darüber, dass das Buch nicht so geendet hat, wie man es sich gewünscht hatte. In diesem Fall gibt es einen kleinen Trost: Der Roman wurde verfilmt und kommt schon am 5. Juni in die deutschen Kinos! 



Ich bin schon total gespannt auf den Film, aber der Trailer spiegelt zumindest schon mal 1:1 das wieder, was sich in meinem Kopfkino abgespielt hat, als ich das Buch gelesen habe.

Habt ihr das Buch gelesen oder möchtet ihr es nun vielleicht auch lesen? Habt ihr ähnlich gute Buchtipps für mich, die möglicherweise an mir vorbeiziehen, weil sie ein seltsames Cover haben? : )

Mittwoch, 16. April 2014

Juli und seine Macken...

Ihr lieben Leserinnen und Leser unseres kleinen feinen Blogs…

ich habe momentan so wenig Zeit, weil ich all die Zeit, die ich eigentlich übrig hätte, in eine fürchterlich blöde, stinklangweilige und sowieso eigentlich aussichtslose Hausarbeit für mein Englisch Studium stecken muss. Diese Hausarbeit hindert mich an so ziemlich allem, was mir Freude bereitet. Sie hindert mich daran, abends einfach völlig erschöpft vom Tag, aber dennoch zufrieden, mit Philipp auf die Couch zu fallen, sie hindert mich daran, an Nachmittagen ohne schlechtes Gewissen (da ist ja noch die Hausarbeit, die ich schreiben muss!!) Zeit mit meinen Liebsten zu verbringen, sie hindert mich daran zu bloggen, sie hindert mich daran, endlich tolle Kleider, die für die Taufe in Frage kommen, bei zalando zu bestellen und dann wieder zurück zu schicken, weil sie doch nicht so toll sind… Kurz: Eigentlich hindert sie mich einfach am Leben. Ganz offiziell: ICH HASSE DICH, Englisch Hausarbeit! 

Nun habe ich heute aber doch einiges geschafft und möchte einfach mal was ANDERES machen. Also blogge ich. Unsere liebe Jule hat mich vor einigen Tagen auf den Blog „Mama, Couch & Coach“ hingewiesen. Bloggerin Julia hat einen Sohn, der in etwa so alt ist wie mein Julius und sie hat einen fantastischen Eintrag über seine „Macken“ geschrieben. Nun möchte ich mich ihr gerne anschließen und euch von Julis [meist] liebenswerten Macken berichten…

#1: Staubsauger
Kaum zu glauben, aber wahr. Mein knapp 16 Monate alter Sohn hat einen absoluten Fable für Staubsauger. Schon als er noch ein ganz winziges Würmchen war, ist er immer sofort eingeschlafen, wenn ich den Staubsauger angemacht habe [und wieder aufgewacht, sobald er aus war… Glaubt mir, Staubsauger-Geräusche auf Spotify haben mir so manche ruhige Stunde ermöglicht. Nun ja, zumindest halbwegs ruhig. Abgesehen vom ewigen Staubsauger-Gesumme]. Juli hat dem Staubsauger sogar einen eignen Namen gegeben: „DADAAAAAA!“ – nein, keiner weiß warum. Jules Staubsauger findet er so toll, dass er ihm einen eigenen Namen gegeben hat: „DAAAAAADADA“. Und alle Staubsauger machen „wwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwww“. Recht hat er ja. Der Staubsauger-Fable geht soweit, dass mein Kind vor Freude kreischt, wenn ich den Staubsauger nur aus seinem Versteck hole und egal wo wir sind – Staubsauger findet Juli überall.

#2: „Acke“
„Acke“ ist wieder eine Wort-Eigenkreation meines Sohnes und bedeutet übersetzt „Stockmann“. Ein Buch, das er über alles liebt, seitdem er es zu Weihnachten von seiner Uroma geschenkt bekommen hat. Julia Donaldson’s „Stockmann“ [viele kennen vielleicht ihr Buch „Der Grüffelo“] wird eines schönen Tages von seiner Familie getrennt, als ihn ein Hund für ein Stöckchen hält, mit dem er spielen kann. Es vergeht ein ganzes Jahr, in dem Stockmann viele viele Abenteuer erlebt und schließlich findet er doch zu seiner Familie zurück und dabei hilft ihm kein Geringerer als der Weihnachtsmann. Eine ganz tolle Geschichte mit wunderbaren Illustrationen von Axel Scheffler. Wenn wir unseren „Acke“ jemals irgendwo verlieren sollten, werde ich es mir für immer danken, Amazon-Prime-Mitglied zu sein…

#3: Katzen
Julius liebt Katzen. Okay, nein, das ist untertrieben. Julius VERGÖTTERT Katzen. Ich glaube, wenn er könnte, dann würde er sie vor lauter Liebe zerquetschen. Gott sei Dank ist er auf die Idee jedoch noch nicht gekommen. Er freut sich immer so sehr, wenn er eine „Atze“ sieht, dass er stocksteif stehen bleibt, über beide Ohren anfängt zu grinsen und sich dann schließlich hinhockt um mit schnalzender Zunge zu versuchen, das Katzentier anzulocken. Blöderweise finden die meisten Katzen kleine Kinder nicht so fantastisch und hauen eher ab… aber der Wille zählt. Ich meine zu wissen, dass es Julis größer Wunsch wäre, eine eigene Katze zu haben. Ich glaube er wäre völlig aus dem Häuschen. Leider sind in unserer Wohnung keine Haustiere erlaubt :(.

#4: Feuerwehr
Okay, mit einem Opa, einem Vater und dem Patenonkel als Mitglieder der Feuerwehr war es ja beinahe abzusehen, dass mein Sohn die Feuerwehr wohl auch irgendwann mögen würde. Nun ja. Es ging schneller als ich dachte. Und er mag sie nicht – er ist buchstäblich verrückt nach ihr. Dieser Wahnsinn geht so weit, dass er anfängt zu schreien, wenn sein Papa zu einem Lehrgang muss oder zu einer Sitzung. Juli will mit. Definitiv. Er will zur Feuerwehr. Als Trost habe ich ihm neulich eine Alarmfahrt auf YouTube gezeigt. Großer Fehler. GANZ großer Fehler. Aber nun gut, zumindest kann ich mich jetzt morgens wieder in Ruhe schminken… ehem…

#5: „ESSEEEEEEEE“
Manchmal könnte man meinen, ich würde meinem Kind das Essen verbieten. Er geiert. Und zwar auf alles, was irgendwie essbar sein könnte. Dabei macht er eigentlich den ganzen Tag nichts anderes. Er steht morgens auf und bekommt nach wie vor eine Milch-Flasche, dann isst er nur knappe 30 Minuten später zusammen mit Philipp und mir Müsli. Während ich dusche und er mir dabei [mehr oder weniger] brav vom MaxiCosi aus [ja, ich muss ihn ja irgendwo anketten, damit er keinen Unfug anstellt] zuschaut, besteche ich ihn mit Keksen oder Apfel-Reiswaffeln. Danach frühstückt er noch ein Toast oder Brot. Zwischen diesem…ehm… dritten Frühstück und dem Mittagessen liegen dann vielleicht noch zwei Stunden. Gut möglich, dass während dieser noch gefühlte fünf Kilo Obst verdrückt werden. Dann das Mittagessen und der Nachtisch. Dann schläft er [bestenfalls] anderthalb bis zwei Stunden. Dann isst er einen großen Joghurt, hin und wieder auch [und manchmal sogar zusätzlich] eine Banane. Wenn wir dann unterwegs sind, isst er wieder irgendwas. Ein Rosinenbrötchen, eine Laugenstange, irgendwas eben. Und dann essen wir meist zusammen warm zu Abend. Ganz ehrlich? Ich würde platzen… aber Juli liebt eben sein „Esse“.

#6: Mama helfen
Egal ob Blumen gießen oder Wäsche aufhängen. Juli ist Mamas großer Helfer. Blöderweise macht er dabei sämtliche Blumen kaputt, schmeißt die frisch gewaschene Wäsche mitten ins Blumenbeet und so weiter… Ich weiß… er meint es wirklich nur gut… puuuuuhhh…

#7: Mwah… Küsse
Juli küsst am liebsten seine Mama. Und seinen Papa. Und Jule. Und seine Oma. Und den Opa. Ach, und seine Cousine. Und Bosse. Und Ida. Und Peter, seine Puppe. Und natürlich die fremde Frau im Aldi. Und den Hund im Tierbuch. Und natürlich „Acke“… Kurz: Juli küsst am liebsten jeden.

#8: Baden
Das Bad steht unter Wasser, die Abermillionen von Badewannen-Spielsachen und Bechern liegen im ganzen Raum verteilt, das Kind gluckst fröhlich und haut noch einmal volle Kanne rein ins Wasser, können Wände eigentlich durchweichen? Egal… Juli ist glücklich. Und je mehr Wasser die Badewanne verlässt, desto glücklicher ist er.

#9 BLABLABLAAAAA
Mit seinen 16 Monaten ist Julius eine unfassbare Labertasche. Er hat grundsätzlich immer das letzte „Wort“ [oder sollte man eher sagen… den letzten Laut?]. Er weiß grundsätzlich auch zu ALLEM etwas zu „sagen“ [oder eben zu… brabbeln]. Er lernt das Sprechen so unfassbar schnell und ich weiß schon jetzt nicht mehr, wie viele Wörter er mittlerweile schon sagen kann – es sind so viele. Ich bin unglaublich stolz, aber manchmal… nur manchmal… da wäre es einfach schön, wenn er einen „Aus“-Knopf hätte… oder ich meine Ohren auf „Durchzug“ stellen könnte.


Juli, ich liebe dich.



Impressionen aus Bella Italia

Heute möchte ich euch gerne einen kleinen Einblick in mein 12-tägiges "Geländepraktikum" in Italien geben. Das klingt wissenschaftlicher als es eigentlich war. Eigentlich war es eher eine Rundreise durch Ober- und Mittelitalien mit sehr, sehr viel Hintergrundwissen. Wir waren meist jeden Tag in mindestens zwei Städten und sind dabei fast nie weniger als 200 km am Tag mit dem Bus gefahren. Auf der einen Seite war das oft sehr stressig und anstrengend, aber auf der anderen Seite konnten wir auf diese Weise so viel von Italien wie nur möglich sehen. So habe ich nun unglaublich viele Eindrücke von einem wunderschönen und facettenreichen Land (und seinen kulinarischen Spezialitäten) sammeln können. Leider sind dies auch wirklich nur "erste Eindrücke" und ich kann euch nun keinen detaillierten Travelguide schreiben, weil ich immer nur ein paar Stunden in jeder Stadt verbringen konnte. Dabei sind wir dann auch meistens nur als Gruppe mit 42 Personen durch die Gegend marschiert, sodass ich auch immer nur ganz spontane Schnappschüsse machen konnte und auch so gut wie gar nicht selbst vor die Linse springen konnte. Also, hier meine liebsten Impressionen:

Turin:

Mosaik in einem Mausloeum in Ravenna:

Chioggia:

Mit Kaugummi befestige Briefe an Shakespeares Julia in Verona:

Venedig:

Lago Trasimeno:

Montepulciano:

 Toscana-Landschaft (vom Bus aus):

San Gimignano:

 Volterra:

 Florenz:

Es gab so viele wunderschöne Ecken, hauptsächlich in den kleineren Städten, die ich nur zu gerne noch viel genauer erkundet hätte, doch dazu fehlte leider die Zeit. Die großen Städte, ganz besonders Venedig und Florenz, waren sooo mit Menschen überfüllt und einfach so touristisch, dass es mir dort an sich leider gar nicht so gut gefallen hat, obwohl ich mir sicher bin, dass die Städte an sich auch wunderschön sind und eigentlich viel (anti-touristisches) zu bieten haben. Auf die Landschaft der Toscana hatte ich mich im Vorfeld mit am meisten gefreut, aber leider konnte ich diese immer nur vom Bus aus bewundern. Ich habe das Gefühl, dass ich, obwohl ich 12 Tage lang durch Italien gereist bin, nur einen ganz, ganz kleinen Einblick in das Land gewinnen konnte, der gerade einmal an der Oberfläche der unfassbaren Vielfältigkeit kratzt. Zum Großteil waren dies aber alles sehr schöne Eindrücke und vielleicht habe ich ja eines Tages noch die Möglichkeit, diese ein wenig zu vertiefen. Ich muss zugeben, dass ich jetzt nach der Reise aber noch etwas erschlagen bin von dem Erlebten und all den Impressionen, die ich jetzt erst einmal sacken lassen muss, bevor ich die Reise durch Italien richtig reflektieren kann.