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Dienstag, 22. Dezember 2015

Frohe Weihnachten!

Ihr Lieben, spätestens wenn sich ein Jahr wieder einmal dem Ende neigt, wird uns noch einmal mehr bewusst, wie schnell die Zeit verfliegt. Dankbar und mit vielen wunderbaren Erinnerungen in unseren Herzen, blicken wir auf zwölf schöne und ereignisreiche Monate zurück. Privat und auch auf dem Blog war viel los  - Lulu ist aus unserem Kuddelmuddel-Team ausgestiegen, aber wir sind unglaublich froh, dass wir uns dennoch dafür entschieden haben, den Blog weiterzuführen. Uns bereitet es nicht nur noch immer riesigen Spaß unsere Alltagsabenteuer, Rezepte und DIY-Projekte mit euch zu teilen, sondern wir freuen uns auch unglaublich darüber, dass dieses Jahr auch in vielerlei Hinsicht das bislang erfolgreichste Blogjahr für unser kleines Kuddelmuddel war - auch wenn der Spaß an der Freude natürlich unser Leitmotiv ist, ist das doch kein schlechter Trend und definitiv ein weiterer Ansporn. 

Bevor wir uns mit neuen Ideen und neuer Energie in ein neues Jahr voller weiterer Abenteuer (Julis Baby-Schwester oder Baby-Bruder! Jules Uni-Abschluss!) und Überraschungen stürzen, genießen wir ein paar entspannte Weihnachtstage im Kreise unserer Lieben und schmeißen direkt danach eine superduper Geburtstagsparty für unseren kleinen (riesigen) Julibuli, der sich zu seinem 3. Ehrentag übrigens (auf Nachfrage) "ein neues Buch" und Zimtschnecken wünscht :-) .

Wir möchten uns ganz, ganz herzlich bei euch, unseren Lesern, für eure Unterstützung, eure Kritik und euren Zuspruch bedanken. Wir wünschen euch und euren Lieben ein paar zauberhafte und entspannte Feiertage und das Allerbeste für 2016!
 

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Buchtipp: Der Glasmurmelsammler

Seid ihr noch auf der Suche nach einem schönen Weihnachtsgeschenk für jemanden, der gerne liest? Vielleicht besonders für eure Mütter? Sehr gut, ich hätte hier den perfekten Buchtipp: Cecelia Aherns neuen Roman "Der Glasmurmelsammler". Da Cecelia Ahern schon lange zu meinen Lieblingsautorinnen zählt, warte ich jedes Jahr gespannt auf ihren neuen Roman. Ihr Debüt "PS Ich Liebe Dich" war vor über 10 Jahren das erste "Erwachsenenbuch", das ich gelesen habe und wird deshalb immer etwas Besonderes für mich bleiben (davon abgesehen gefällt mir die Geschichte auch noch immer sehr gut, auch wenn sie mittlerweile oft kopiert wurde). Seither habe ich alle Folgeromane lückenlos gelesen und während ich die Handlungen einiger Bücher auch nach Jahren ziemlich detailliert wiedergeben könnte ("The Gift" bzw. "Zeit deines Lebens" ist mein absolutes Lieblingsbuch), gibt es auch einige Romane, insbesondere die neueren, die mir leider nicht so gut gefallen haben. Umso mehr habe ich mich nun darüber gefreut, dass mich "Der Glasmurmelsammler" wieder so richtig gefesselt und begeistert hat. Die Cecelia Ahern, die ich liebe, ist zurück!


Bei dem Roman handelt es sich zur Abwechslung mal nicht um eine klassische Liebesgeschichte, sondern um ein wahres Vater-Tochter-Drama. Nach einem Schlaganfall hat Fergus scheinbar fast alle Erinnerungen an sein bisheriges Leben verloren. Als seine längst erwachsene Tochter Sabrina eine riesige und wertvolle Murmelsammlung findet, die ihrem Vater gehört haben soll, ist sie zunächst sehr verwundert - in all den Jahren hat ihr Vater diese Sammlung nie erwähnt. Gleichzeitig erkennt sie seine Handschrift aber deutlich und stellt fest, dass einige besonders wertvolle Murmeln in der Sammlung fehlen. Bevor sie ihren Vater mit der Murmelsammlung konfrontieren möchte, will Sabrina die verlorenen Murmeln wiederfinden und begibt sich dazu auf eine Reise durch die Vergangenheit ihres Vaters - eine Reise voller Geheimnisse, Schicksalsschläge und Überraschungen. Eines steht nämlich sehr schnell fest: Ihr Vater war nicht der Mann, für den sie ihn immer gehalten hat.


Die Geschichte wird abwechselnd aus Fergus und Sabrinas Sicht erzählt. Deshalb werden die Kapitel auch als "Murmelspiel" oder als "Badeordnung" bezeichnet, da Sabrina von Beruf (eine äußerst gelangweilte) Bademeisterin ist. Bei Fergus' Kapiteln handelt es sich um Flashbacks, die bei seiner schwierigen Kindheit mit sechs Brüdern in Dublin und seinem ersten Kontakt mit Murmeln beginnen und im Laufe des Buches seine tragische und berührende Geschichte erzählen. Sabrinas Kapitel drehen sich um die Suche nach den verschwundenen Murmeln, die Entdeckung der Lügen und des Doppelleben ihres Vaters und auch ihre eigene Entwicklung. Besonders interessant ist es hierbei, dass sich Sabrinas Story, und somit die gesamte Haupthandlung, an nur einem einzigen Tag abspielt, da sie es sich zum Ziel macht, die Murmeln an nur einem Tag zu finden und die Geheimnisse ihres Vaters aufzudecken. Dies ist der einzige Punkt, der die Geschichte ein winziges bisschen unrealistisch macht - für mich als Leserin hätte die Geschichte nicht unbedingt auf 24 Stunden konzentriert werden müssen, um mir zu gefallen, aber das ist auch gar nicht so wichtig.


Da die Geschichte, abgesehen von Fergus' Flashbacks, so zusammengerafft ist, lernt man die Charaktere in Sabrinas heutigem Leben nur sehr oberflächlich kennen, sodass ich mir gar kein richtiges Bild von ihnen machen konnte. Ihre Kinder sind quirrlig und ihr Mann, Aidan, scheint nett zu sein, aber sie ist dennoch unglücklich und steht oft so unter Spannung, dass sie häufig das Atmen vergisst. Fergus' Geschichte wird langsamer erzählt, Stück für Stück, sodass ich ihn als wahren Protagonisten des Romans wahrgenommen habe. Auch zu seinen Brüdern als Nebencharakteren habe ich schnell einen besseren Draht gefunden und mit ihnen ihre schwierige Kindheit in ärmlichen Verhältnissen durchlitten. Als Leserin hat mich Fergus' teilweise sehr derbe Geschichte ganz besonders berührt und ich konnte sehr gut nachvollziehen, warum er sich dazu gezwungen fühlte ein Doppelleben zu führen und wie sehr er darunter leiden musste - bis dieser Druck letztendlich zum Schlaganfall führte und er alle Erinnerungen komplett ausblendete. Am Ende passen natürlich alle Puzzleteilchen zusammen und durch Sabrinas überraschende Suche nach den Murmeln finden Vater und Tochter nicht nur zueinander, sondern vor allem auch wieder zu sich selbst.


Als Im-Herzen-Irin lese ich immer gerne Geschichten, die in Dublin und somit einer mir nur zu gut bekannten Kulisse spielen. Dieses Mal auch einen Eindruck von einem nicht ganz so schönen Dublin zu erhalten, wie ich es eigentlich kenne, beeindruckte mich ganz besonders. Nachdem ich die letzten Bücher von Cecelia Ahern auf englisch gelesen habe, war dies nun der erste Roman, den ich seit langem zuerst auf deutsch gelesen habe... und mir wünschte, ihn doch lieber auf englisch zu lesen. Viele Redewendungen, die der Geschichte noch eine ganz besondere Note gegegeben hätten, mussten bei der Übersetzung leider unter den Tisch fallen. "To lose your marbles", also seine Murmeln zu verlieren, bedeutet auf Englisch auch gleichzeitig den Verstand zu verlieren, was natürlich perfekt passt. Solche Kleinigkeiten gehen dann bei Übersetzungen leider oft unter, aber wenn man es nicht weiß, fällt das sicherlich auch nicht weiter auf. Das Motiv der Murmeln an sich war mir zuerst etwas fremd, aber je mehr ich im Verlauf der Geschichte über die verschiedensten Murmeln lernte, umso interessanter und facettenreicher wurde auch die Handlung.


Falls ihr also einen gefühlvollen, berührenden und überraschenden Roman zu Weihnachten verschenken (oder selbst lesen) möchtet, kann ich euch "Der Glasmurmelsammler" nur wärmstens empfehlen. Ich würde ihn selbst auch meiner Mutter schenken, wenn ich ihn mir nicht von ihr ausgeliehen hätte - was natürlich auch äußerst praktisch ist ;-).


Dienstag, 15. Dezember 2015

Last-Minute-Gift-Guide: Die schönsten Buch-Geschenke für 2-3-Jährige

Seid ihr dieses Jahr vielleicht ein wenig spät dran mit den Weihnachtsgeschenken und für eure Kinder, Neffen, Nichten, die Zwerge eurer besten Freunde und den Sohnemann eures Chefs fehlt euch noch das Ein- oder Andere? Ich persönlich bin ein riesengroßer Fan von Büchern. Bücher erzählen wundervolle Geschichten und helfen schon den Kleinsten durch ihre tollen Illustrationen, sich in ihnen zu verlieren. Juli hat angefangen Bücher zu lieben, seit er mit knapp vier Monaten sein allererstes flauschiges Knisterbuch von Tante Jule geschenkt bekam und von diesem Moment an gehörten sie als fester Bestandteil zu seinem Alltag. Wir lesen jeden Abend eine Geschichte vor dem Schlafengehen und auch zwischendurch möchte Juli sich immer wieder mit einem dem Lesen fähigen Menschen auf die Couch zurückziehen und eine Bücherpause einlegen. Ich ertappe ihn sogar häufig dabei, wie er strahlend in seinem Zimmer durch eines seiner zahlreichen Bücher blättert oder seinem Kuschellöwen Simba die Geschichten von Pettersson und Co nacherzählt. 

Bücher regen die Fantasie an, sie machen Dinge verständlich, die wir Erwachsenen den Kindern vielleicht gar nicht so einfach erklären können und sie bereiten Groß und Klein immer wieder aufs Neue eine riesengroße Freude. Aus diesen Gründen habe ich euch einen Last-Minute-Gift-Guide mit Julis momentanen Lieblingsbüchern zusammengestellt - in der Hoffnung, euch noch ein paar tolle neue Kinderbücher vorstellen zu können. Und das wohl Beste an Büchern ist sowieso, dass man sie garantiert noch in der nächsten Woche bekommt. Egal ob übers Internet oder - bevorzugterweise - im lokalen Buchgeschäft, die die Bücher entweder ohnehin vorrätig haben oder sie euch auf Wunsch bis zum nächsten Tag bestellen können.

Ich wünsche mir für meine Kinder, dass Bücher ihnen durch ihr ganzes Leben treue Begleiter bleiben bzw. noch werden und dass sie sich durch ihre Hilfe in Welten verlieren können, von denen sie sonst allerhöchstens träumen.

 
1) Die Schnecke und der Buckelwal (Julia Donaldson) 

Die kleine Schnecke ist gelangweilt von ihrem eintönigen Leben und reist mit dem großen Buckelwal um die Welt. Schließlich rettet sie ihrem großen Freund sogar das Leben. Wir lieben die Bücher von Julia Donaldson (und die Illustrationen von Axel Scheffler)!!!

2) Licht an!-Reihe 
Mit der beiliegenden Papier-Taschenlampe entdecken die Kinder immer wieder tolle neue Dinge auf den verdunkelten Folien-Seiten. Langeweile? Nicht mit diesen Büchern!

3) Der kleine Eisbär und der Angsthase (Hans de Beer)
Juli liebt die Geschichten von Lars, dem kleinen Eisbär und seinen niedlichen Freunden. Sie haben eine tolle Vorlese-Länge für Kinder ab 36 Monaten.

4) Frohe Weihnachten, Herr Mann! (Hans-Christian Schmidt)
Dieses Weihnachtsbuch mit all seinen Klappen und Schiebern erzählt die Geschichte von Herrn Mann, der sich während der Adventszeit auf seinen Job als Weihnachtsmann vorbereitet. Unglaublich lustig!

5) Heule Eule (Paul Friester)
Die Tiere des Waldes versuchen verzweifelt eine kleine heulende Eule zu beruhigen - natürlich ohne Erfolg. Da kann nur noch Mama-Eule helfen ;).

6) Lieselotte im Schnee (Alexander Steffensmeier)
Lieselotte! Juli LIEBT die Lieselotte-Bücher. Sie sind super lustig und die Illustrationen zum über den Boden rollen - ehrlich! Ein MUSS für Kinder, wie ich finde!

7) Stockmann (Julia Donaldson)
Noch eine tolle Geschchte von Julia Donaldson... und weihnachtlich ist sie auch :).

8) Für Hund und Katz ist auch noch Platz (Julia Donaldson)
Ich habe vermutlich zur Genüge von Julia Donaldsons tollen Büchern geschwärmt.... Und diesmal gibt es sogar noch einen Drachen, uiuiui.

9) Mog feiert Weihnachten (Judith Kerr)
Mog, der dicke Kater, gehört zu den Kinderbuch-Klassikern, die neu aufgelegt wurden. Eine tolle Idee, denn die Mog-Bücher sind ebenfalls urkomisch und dazu noch unglaublich goldig!

10) Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch (Sven Nordqvist)
Die Geschichten von Pettersson und Findus sind Julis momentane Lieblingsgeschichten. Ich habe sie als Kind ebenfalls geliebt und bin unglaublich glücklich darüber, dass Juli sich auch so sehr für sie begeistert. Die Abenteuer des alten Mannes und seines Katers bringen uns jeden Tag zum Lachen und sollten auf jeder Kinder-Buch-Liste ganz oben stehen!

11) Pip und Posy (Axel Scheffler)
Axel Scheffler - Julia Donaldsons rechte Hand :). Mit Pip und Posy hat er seine eigene Kinderbuch-Reihe auf dem Markt und die niedlichen Geschichten und natürlich tollen Illustrationen haben uns total begeistert! 

12) Wieso, Weshalb, Warum? Ravensburger junior-Reihe
Super starke erklär-mir-die-Welt-Reihe, wie ich finde. Altersgerecht werden die verschiedensten Themengebiete aufbereitet und die Bücher sind durch ihre vielen Klappen für die Kleinen schon wahnsinnig spannend! Wissensvermittlung kindgerecht gemacht - einfach prima! 

~

Ich hoffe, ich konnte euch noch eine kleine weihnachtswichtelige Hilfe sein. Vielleicht mögt ihr mir ja auch mal ein paar tolle Buchtipps für Juli in den Kommentaren dalassen? Ich würde mich riesig freuen, denn ein (!) Fach ist im Bücherregal noch frei ;).


Sonntag, 13. Dezember 2015

DIY: Selbstgemachte Spekulatiuscreme im Glas

Jedes Jahr verschenke ich zu Weihnachten (u.a.) etwas Selbstgemachtes. In den letzten Jahren gab es für meine Lieben hauptsächlich köstliche Kleinigkeiten im Glas, wie z.B. heiße Schokolade, eine Keksbackmischung oder selbstgemachtes Knuspermüsli. Natürlich wollte ich auch dieses Jahr wieder etwas Selbstgemachtes verschenken und als Resi und ich vor einigen Wochen in dem wunderbaren Weihnachtsbuch "Komm mit ins Weihnachtswunderland" auf eine Anleitung für selbsgemachte Spekulatiuscreme (als Brotaufstrich) stießen, war sofort klar, dass wir das Rezept unbedingt ausprobieren mussten. Leute, ich sag's euch - die Creme ist nicht nur unglaublich lecker, sondern auch innerhalb weniger Minuten zubereitet, sodass sie sich super als Last-Minute-Geschenk eignet.


Für 4-6 Gläser (je nach Größe):
250 g Gewürzspekulatius
400 ml gezuckerte Kondensmilch
1 Tütchen Vanillezucker
150 g Butter
1 EL Öl
3 TL Zitronensaft
Spekulatiusgewürz

Zuerst zerkleinert ihr die Spekulatius zu kleinen Krümeln. Besonders schnell geht das natürlich in einem Mixer, aber falls ihr keinen habt, funktioniert natürlich auch die gute, alte Gefrierbeutel-Nudelholz-Zetrümmerungsmethode. Falls noch vereinzelt kleine Stückchen übrig bleiben, geben diese der Creme einen besonderen Crunch. Als nächstes schmelzt ihr die Butter in einem großen Topf bei niedriger Temperatur bis sie komplett flüssig ist. Dann nehmt ihr den Topf vom Herd und rührt die Kondensmilch, das Öl, den Vanillezucker, den Zitronensaft und die Spekulatius unter die Butter bis ihr eine gleichmäßige Masse habt. Nun könnt ihr die Creme noch nach Belieben mit Spekulatiusgewürz abschmecken (- passt aber auf, dass ihr nicht gleich alles aufesst! ;-)) und die fertige Spekulatiuscreme in saubere Gläser füllen.


Resi und ich haben die Creme wirklich in weniger als 10 Minuten zusammengemixt und waren total begeistert von dem Ergebnis. Die Spekulatiuscreme ist nicht nur in der Adventszeit ein richtig leckerer Brotaufstrich und kann meinetwegen auch das ganze Jahr hindurch verzehrt werden. Ach, es gab übrigens ein winziges Küchendesaster! Folgendes Szenario: Ich erklärte Resi, dass wir die kleinen Gläschen erst auskochen müssten, bevor wir die Creme hineinfüllen könnten. Resi war daraufhin besorgt, dass die Gläser platzen würden, wenn wir kochendes Wasser hineinfüllten, aber ich beruhigte sie damit, dass ich das schließlich auch immer so machte, wenn ich Marmelade koche. Also gossen wir heißes Wasser in eines der Gläser und... Zack, zersprang es in zwei Teile. Resi fühlte sich dank dieser Bestätigung superduper und ich verstand die Welt nicht mehr. Nun ja. Was ich eigentlich sagen wollte: Wascht die Gläser gut aus und trocknet sie, aber... macht sie nicht kaputt!


Ich bin mir nicht sicher, ob man die Größe unserer Gläser auf den Fotos gut erkennen kann, aber wir haben sehr kleine Gläschen befüllt, deren Inhalt schätzungsweise für maximal fünf Scheiben Brot reicht - perfekt als kleines Mitbringsel oder Wichtelgeschenk. Die Spekulatiuscreme hält sich im Kühlschrank etwa 3-4 Wochen. Bevor sie auf dem Brot verteilt werden soll, solltet ihr sie allerdings schon mal ein paar Minuten vorher aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie nicht zu fest ist.


Da wir euch leider nicht alle zu einem Adventsfrühstück mit leckeren Spekultiuscremebrot einladen können, lassen wir euch noch unseren Aufkleber zum Ausdrucken hier, falls ihr eure Lieben mit einem Gläschen der cremigen Köstlichkeit beschenken möchtet :-).



Wir nehmen mit unsere Spekulatiuscreme übrigens an dem Blogevent "Veihnacht" von Vanessa von ÖkoLife teil. Falls ihr auf der Suche nach weiteren vegetarischen oder veganen Rezepten für die Weihnachtszeit seid, solltet ihr unbedingt mal vorbeischauen! :-)

BLOGEVENT 'VEIHNACHT'



Welche selbstgemachten Leckereien verschenkt ihr gerne?


Freitag, 11. Dezember 2015

13 Geschenkideen für die beste Freundin unter 25€

Geschenke sind natürlich nicht das wichtigste an Weihnachten, aber ich liiiebe es meinen Lieben Geschenke zu machen und es macht mir unglaublich viel Spaß schon Wochen (oder Monate) vor Weihnachten Pläne zu schmieden und mir die möglichst perfekte Kleinigkeit für jeden zu überlegen. Ich muss gestehen, dass ich (bis auf den selbstgemachten Teil) dieses Jahr schon alle Geschenke im November zusammen hatte, was aber hauptsächlich daran lag, dass ich Angst hatte, neben der Examensarbeit keine Zeit für ausgiebige Weihnachtsbummel zu haben - so schlimm ist es zum Glück aber nicht. Falls ihr noch auf der Suche nach einem Geschenk für eure beste Freundin oder eure Mutter oder eine andere liebe Person seid, habe ich euch einen kleinen "Gift guide" mit ein paar schönen Ideen für unter 25€ zusammengestellt. Von Kaffeegewürz, Tee, hübschem Schmuck, über meine liebsten Romane des Jahres, eine lustige Tasse (die ich Resi tatsächlich fast gekauft hätte - einfach so passend!) und einer Schürze (vielleicht in Kombination mit einem tollen Backset?), bis hin zu einem schönen Kalender und einem Harry-Potter-Poster, sollte eigentlich für jeden etwas schönes dabei sein :-).




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Wie weit seid ihr mit der Geschenkesuche und was wünscht ihr euch selbst zu Weihnachten?


Dienstag, 8. Dezember 2015

Weihnachtsbäckerei: Baileys-Schoko-Kipferl (& Unboxing der November-Degustabox)

Ich habe ja neulich schon berichtet, dass ich dieses Jahr zur Abwechslung mal ein paar neue und außergewöhnlichere Weihnachtsplätzchen backen möchte. Vanillekipferl zählen definitiv zu meinen vorweihnachtlichen All-Time-Favourites, die ich dieses Jahr ohnehin mit Juli backen wollte. Als der Postbote mir neulich die neue, extra weihnachtliche Degustabox überreichte und ich in der Box ein kleines Fläschchen Baileys entdeckte, war mir sofort klar, dass ich den/die Baileys unbedingt weihnachtlich verbacken musste und was würde sich da besser anbieten als köstlich-knusprige Baileys-Schoko-Kipferl?


Natürlich hat Juli nicht wirklich bei der Zubereitung der Baileys-Schoko-Kipferl geholfen. Wir haben gleichzeitig die Teige für normale Kipferl und die superduper Baileys-Schoko-Version geknetet - ich habe mich um letzteren gekümmert und Juli hat aus dem normalen Teig kleine "Würste" (und jede Menge Krümel) geformt und dabei "In der Weihnachtsbäckerei" gesungen.



Für 2-3 Bleche:
250 g Mehl
200 g Butter (weich, in Würfeln)
100 g gemahlene Mandeln
70 g Puderzucker
1 Prise Salz
2 EL Baileys
200 g Schokolade (am besten Zartbitter)

Für den Teig mischt ihr erst das Mehl mit den Mandeln, dem Puderzucker und dem Salz, bevor ihr anschließend die Butter hinzugebt und das Ganze mit den Händen zu einem glatten Teig knetet. 50 g der Schokolade hackt ihr fein und knetet sie, zusammen mit 2 EL Baileys unter den Teig, bevor dieser für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank kalt gestellt wird. Nach der Kühlzeit knetet ihr den Teig nochmal ordentlich durch und rollt ihn zu fingerdicken Teigrollen, die ihr in ca. 3 cm lange Stückchen schneidet, die ihr dann zu Kipferln formt. Die Kekse werden bei 150°C Umluft auf mit Backpapier ausgelegten Backblechen 15-20 Minuten gebacken bis sie goldbraun sind. Die restliche Schokolade schmelzt ihr über einem Wasserbad und taucht die Enden der Kipferl in die flüssige Schokolade. Lasst die Kipferl anschließend auf Backpapier trocknen und lasst sie euch schmecken! :-)

An dieser Stelle möchte ich mögliche Chemie-Experten fragen, ob es ein Gesetz gibt, das besagt, dass man keinen Alkohol in flüssige Schokolade gießen sollte. Ich hielt es für eine grandiose Idee, auch noch einen Löffel Baileys in die Schokolade zu geben, in die ich die Kipferl tauchen wollte, ... aber als ich den Likör hinzu gab, verwandelte sich die flüssige Schokolade in eine feste, zähe Pampe, die nicht einmal an den Keksen haftete. Auch alle verzweifelten Versuche, die Schoko-Baileys-Masse wieder flüssig zu bekommen, scheiterten kläglich. Vielleicht hätte ich in Chemie also tatsächlich besser aufpassen sollen. Wofür man die Irish Cream aber wirklich gefahrenlos verwenden kann: Heiße Schokolade mit einem Schüsschen, die dann direkt mit den Keksen genossen werden kann.


Die Schokolade und die feine Baileys-Note geben den Kipferln einen ganz besonderen Geschmack und ich kann gar nicht sagen, ob ich die Baileys-Schoko-Variante oder die klassischen Kipferln mit Vanille (auf die Juli übrigens total abfährt!) lieber mag. Resi ist übrigens ein wenig entsetzt, dass wir nie vorher auf die Idee gekommen sind, Baileys-Schoko-Kipferl zu backen und ich die Kekse ausgerechnet jetzt gebacken habe, wo sie die nicht essen darf. Nächstes Jahr dann wieder!


Wie schon gesagt, war die Degustabox diesen Monat ganz besonders weihnachtlich - nicht nur der Inhalt, sondern auch der Karton an sich war ganz liebevoll gestaltet. Würde es spezielle weihnachtliche Themenboxen geben, wäre ich als größter Weihnachtsfan wahrscheinlich die erste, die sie bestellen würde. Wie immer möchte ich euch auch noch zeigen, was ansonsten in der in Degustabox steckte, die wir auch diesen Monat wieder für einen Kuddelmuddel-Test* erhalten haben.


Neben dem kleinen Fläschchen Baileys Irish Cream gab es noch ein Weihnachtsbier von Warsteiner und einen Havanna Special Cocktail von Shatlers - als jemand, der nicht besonders viel Alkohol trinkt (u.a. weil es mir meistens einfach nicht schmeckt), ist das leider nicht so meins. Baileys ist da für mich als Irin-im-Herzen natürlich eine Ausnahme ;-). Besonders gefreut habe ich mich dafür über das Schoko-Müsli von Kölln (immer gut!), das Apfeldessert von Odenwald und die Lindor Kugeln von Lindt und Resi freute sich über den Caramel Apple Pie Tee von Teekanne. Die Spekulatius von Hellma werden wir noch zu einer Spekulatiuscreme verarbeiten und außerdem steckten, neben Powermints von fresh active und Kaffee von Mona, auch noch die richtigen Zutaten für ein klassisches Weihnachtsfestmahl: Spätzle von Albgold, Rotkohl von HAK und Meerettich von Hörrlein. Da ich zugegebenermaßen noch nie selbst Rotkohl (oder Braten oder irgendwas ähnlich "festliches") zubereitet habe, werde ich die Sachen zu Weihnachten einfach mit in die Heimat nehmen.



Falls ihr die Degustabox auch testen möchtet könnt ihr sie hier im Abo für 14,99€/Monat bestellen.

*Sponsored Post: Vielen Dank an das Team von Degustabox, das uns die Box zum Testen zur Verfügung gestellt hat. Obwohl dieser Eintrag Werbung für die einzelnen Produkte enthält, entsprechen meine Kommentare meiner ehrlichen Meinung und mir hat die Box wirklich wieder gut gefallen :-).


Montag, 7. Dezember 2015

DIY: Körnerkissen selbst nähen

Dass Nähen einmal zu meinen Hobbies (vielleicht sogar schon fast zu meinen Leidenschaften) zählt, hätte ich ungefähr für genauso unmöglich gehalten, wie dass ich freiwillig einem Mathe-Club oder einem Tanzverein beitrete. Nähen war einfach nie so mein Ding. Ich besitze seit einigen Jahren eine 15€-Mini-Nähmaschine, die ich mir gekauft habe, um meinen Duschvorhang umzunähen - das hat auch so halbwegs gut funktioniert, aber für etwas anderes als einfachste Umnäharbeiten ist die kleine Maschine nicht geeignet. Vor einiger Zeit erzählte mein Vater stolz, dass unser Nachbar eine fast nagelneue Nähmaschine zum Sperrmüll stellen wollte, weil diese seiner Frau "zu modern" gewesen sei und fragte mich, ob ich die Nähmaschine haben wollen würde. Joa, wollte ich - könnte man ja irgendwann mal gebrauchen. Seitdem stand die Nähmaschine im Keller meiner Eltern und geriet langsam in Vergessenheit. Das änderte sich schlagartig, als Lulu mich vor ein paar Monaten fragte, ob ich sie spontan auf den Stoffmarkt Holland in Frankfurt begleiten möchte. 

Am Abend vor dem Stoffmarkt-Besuch googlete ich ein wenig und suchte nach Nähprojekten, die ich theoretisch ausprobieren könnte. Gleichzeitig notierte ich mir die Stoffmaße, die ich bräuchte, um Juli eine Mütze, ein Halstuch und eine Hose zu nähen (nur für den Fall). Lange Rede, kurzer Sinn: Der Stoffmarkt hat mich total überwältigt, es gab so viele wunderschöne Stoffe, ich kaufte drei Stoffe und das allernötigste Nähzubehör (= Garn und Klettverschluss). Einige Tage später überreichte mir der Postbote ein riesiges Paket mit der Nähmaschine. Innerhalb weniger Tage Stunden brachte ich mir mithilfe von YouTube-Videos das Nähen bei. So richtiges Nähen. Ich war besessen. In kürzester Zeit nähte ich Juli ein Wende-Halstuch, eine Wende-Mütze und eine Fuchs-Hose. Natürlich waren die Sachen nicht perfekt und die Nähte etwas krumm und schief, aber ich hatte Spaß. Seitdem übe ich immer mehr und habe meine Nähmaschine auch immer besser im Griff. Natürlich wollte ich dieses Jahr deshalb auch ein paar selbstgenähte Geschenke zu Weihnachten verschenken und entschied mich dafür ein paar Körnerkissen für meine Lieben zu nähen. Möglicherweise hätte ich erst Körnerkissen nähen sollen, bevor ich Wendemützen und Hosen aus Jerseystoff genäht habe - das hätte mir den Anfang definitiv einfacher gemacht, denn so ein einfaches Kissen eigenet sich perfekt für Nähanfänger! 


Falls ihr auch komplette Nähanfänger seid, werde ich euch nun hier kein Nähmaschinen-1x1 präsentieren - die wichtigsten Basics können euch richtige Profis viel besser erklären (mir hat z.B. dieser Blog richtig gut geholfen). Ich möchte euch nur zeigen, wie ihr im Handumdrehen ein einfaches Körnerkissen mit drei Kammern nähen könnt.


Ihr braucht (neben der Grundausrüstung):
Baumwollstoff in Wunschgröße (in meinem Fall 76 x 20 cm)
Körner (in meinem Fall 600 g Roggen, gibt es z.B. bei dm)
ein Schnittmuster

Wenn ihr Stoffreste übrig habt, die ihr für euer Körnerkissen verwendet möchtet, ist das Nähprojekt besonders günstig, 1000 g Bio-Roggenkörner kosten bei dm nur 1,25€ und die Menge reicht für 1 1/2 Körnerkissen in meiner Größe. Der Kreisschneider, den ihr auf dem Foto seht, hat meine Nähversuche übrigens revolutioniert. Bis vor kurzem habe ich alle Schnittmuster feinsäuberlich mit Schneiderkreide auf die Stoffe übertragen, die Stoffe abgesteckt und vorsichtig mit einer Stoffschere ausgeschnitten. Das dauerte manchmal schon fast länger als das eigentliche Nähen. Neulich sah ich dann in einem Näh-Tutorial-Video, wie eine Bloggerin einfach ihr Schnittmuster auf den Stoff legte, einen solchen Kreisschneider einmal um die Papierschablone führte und anschließend den fertigen Zuschnitt in die Kamera hielt. Innerhalb weniger Sekunden. Das Ding musster ich haben! Ich konnte/kann gar nicht einschätzen, was man als Nähanfängerin wirklich braucht und war deshalb auf dem Stoffmarkt auch noch total überfordert, aber dieser Kreisschneider* (samt Schneideunterlage) ist der Wahnsinn! So, widmen wir uns nun dem Schnittmuster meines Körnerkissens.

 *Vermutlich haben alle Hobbynäherinnen, die diesen Eintrag lesen, ein ganzes Sortiment von Kreisschneidern in ihrer Nähkiste und lachen mich gerade aus, aber für mich war die Entdeckung dieses Werkzeugs fast so bedeutsam wie die Mondlandung!


Natürlich könnt ihr euer Körnerkissen in jeder beliebigen Größe und Form anfertigen, aber ich zeige euch einfach mal mein Schnittmuster. Mein Körnerkissen ist insgesamt 36x18 cm groß. An den langen Seiten habe ich jeweils 1 cm Nahtzugabe hinzugefügt und an der kurzen Seite 2 cm. Jede "Kammer" ist 12 cm groß, bei der rechten kommt nur noch die genannte Nahtzugabe hinzu. Die Kammern werden natürlich nicht eingeschnitten, die habe ich nur zur Veranschaulichung eingezeichnet. Zuerst wird der Stoff um die Schablone zugeschnitten und dann werden die langen Seiten rechts auf rechts jeweils mit einem einfachen Geradstich zusammengenäht, sodass ihr dann quasi einen Schlauch habt, der an der einen Seite geöffnet ist.


Bei meinem ersten Versuch habe ich erst je eine Kammer mit Körnern gefüllt und dann versucht diese zuzunähen, was leider gar nicht gut geklappt hat. Von daher empfehle ich lieber folgende Vorgehensweise: Erst einmal müsst ihr euer Kissen auf die rechte (also die schöne) Seite umkrempeln und die Stellen markieren, an denen ihr später die Kammern einnäht. Dann näht ihr die Naht der untersten Kammer mit einem normalen Geradstrich von oben nach unten und lasst dabei aber die letzten 3-4 cm offen. Nun füllt ihr die gewünschte Menge Körner (evtl. mit einem Trichter) in die Kammer - ich habe in jede Kammer 200 g Körner gefüllt und das ist bei der Größte optimal. Wenn ihr die Körner eingefüllt habt, näht ihr das letzte Stückchen der Naht zu und verfahrt mit der zweiten Kammer genauso. Bevor ich die Naht der letzten Kammer an der offenen Seite genäht habe, habe ich die Stoffkanten etwa einen Zentimeter eingeschlagen und kurz über die Kanten gebügelt, damit die eingeschlagenen Stoffkanten auch gut unter der Nähmaschine liegen bleiben. Dann habe ich die Naht auch bis auf 3-4 zugenäht, die Körner eingefüllt, die Naht fertig genäht und den Faden gut vernäht (einige Stiche vor und zurück).


Um das Körnerkissen zu erwärmen, könnt ihr es bei 600 Watt für maximal 3 Minuten in die Mikrowelle legen, allerdings auf gar keinen Fall länger, weil das Kissen ansonsten tatsächlich zu heiß wird, ihr euch verbrennen könntet und das Kissen sogar brennen könnte. Wenn ihr ein Körnerkissen verschenkt, solltet ihr diesen Hinweis unbedingt weitergeben.


Uff, ich hoffe ihr konntet meiner ersten Nähanleitung folgen. Falls irgendwas unklar ist, fragt einfach nach! :-)

Freitag, 4. Dezember 2015

Basteln mit Juli: Olaf-Fußabdruck aus Salzteig

Es gibt immer mal Phasen, in denen Juli mit einem bestimmten Spielzeug sehr gerne spielt oder ein bestimmtes Buch sehr gerne liest. Auf der anderen Seite gibt es aber auch einige Dinge, die er immer liebt. Zu diesen Dingen zählen zum Beispiel der Grüffelo, Nemo (gerade besonders beliebt beim Kneten: "Juleee, machst du einen Marlin?! Und eine Anemone?!") und die Eiskönigin. Es geht hierbei gar nicht in erster Linie um die dazugehörigen Filme, sondern Juli erzählt immer mal wieder von den Geschichten, sucht sich die Puzzle mit den entsprechenden Motiven aus seinem Regal und möchte zu "Let it Go" tanzen. Ich könnte auch noch die Geschichte erzählen, wie Juli (ausversehen) die Frozen-Abteilung bei Marks & Spencer in Dublin entdeckte und sich dort in aller Ruhe auf den Boden legte, um immer wieder das Elsa-Buch anzuschauen, das auf Knopfdruck "Let it Go" schmetterte. Er konnte einfach nicht fassen, dass es tatsächlich ein Buch mit seiner Elsa gab, das auch noch sein Lied sang. Die Geschichte endete (nach einem klassischen Kleinkind-Tantrum) übrigens damit, dass ich das Elsa-Buch mit meinem weichen Patentantenherz für dreizehnfuckingeuro kaufte. Zum Glück liebt er das Buch immernoch und wir tanzen fast täglich zu Elsas lieblicher Stimme. Nun gut. Ich bin eigentlich immer auf der Suche nach neuen Back- und Bastelideen, die ich mit meinem herzallerliebsten Patenkind umsetzen kann und Pinterest ist dabei eine meiner liebsten Inspirationsquelle. Als ich beim Stöbern neulich, pünktlich zu Resis Geburtstag, auf einen Olaf-Fußabdruck aus Salzteig stieß, war natürlich sofort klar, dass ich diese lustige Idee mit Juli nachbasteln würde.


Ihr braucht:
Mehl
Salz
Wasser
Zahnstocher
Acrylfarben
Permanentmarker (dünn)
ein Band nach Wahl

Ich erinnere mich, dass ich in meiner Kindheit sehr gerne die verschiedensten Dinge aus Salzteig modelliert habe, aber ich wusste gar nicht mehr so richtig, wie Salzteig überhaupt hergestellt wird. Nach einer kurzen Recherche, war allerdings klar, dass das Ganze wirklich kinderleicht ist.


Ihr braucht lediglich (in beliebiger Menge) zwei Teile Mehl, einen Teil Salz und einen Teil Wasser. Die Zutaten verknetet ihr einfach zu einem glatten Teig. Sollte der Teig zu klebrig sein, könnt ihr noch etwas Mehl hinzugeben bis die Konsistenz mit der von Knete vergleichbar ist. Juli hat erst gar nicht verstanden, warum wir einen Teig herstellen, den man nicht essen sollte - ein Minibisschen hat er nämlich probiert und als "Schmeckt nicht!" bewertet. Ich hatte ihm vorher extra ein Bild von dem fertigen Fußabdruck gezeigt, damit er vielleicht ein bisschen besser verstehen könnte, was wir vorhatten, aber als ich erst eine Kugel aus Salzteig formte, diese zu einem Oval ausrollte und Juli dann sagte, dass er seine Socke ausziehen und sich auf den Teig stellen kann, sah er mich kurz an als hätte ich meinen Verstand verloren.


Juli fand die ganze Aktion dann aber doch ziemlich cool, sodass wir dann gleich noch weitere Fuß- und Handabdrücke erstellt haben und zusätzlich hat er auch noch verschiedene Sternchen, Monde und Bäumchen mit seinen kleinen Förmchen ausgestochen. In alle Kunstwerke habe ich mit einem Zahnstocher ein Loch gestochen, damit wir später ein Band zum Aufhängen daran befestigen konnten. Aus dem restlichen Salzteig haben wir auch noch zwei Schlangen geformt. Dann mussten unsere Kunstwerke erst einmal im Backofen aushärten und ich wünschte, ich hätte mich ausführlicher über das Backen von Salzteig informiert und nicht gleich der ersten Anleitung vertraut. Wir haben unsere Modelle etwa vier Stunden lang bei 150°C gebacken. Die kleinen ausgestochenen Formen sind dabei auch richtig schön fest geworden, aber die Hälfte unserer Abdrücke hat Blasen geworfen und sah am Ende eher nach verformten Brötchen als nach Kleinkindfuß aus. Dieses Problem hätte laut Google vermieden werden können, wenn wir die Abdrücke erst einmal bei einer niedrigeren Temperatur (60°C) gebacken hätten und die Temperatur im Laufe der Stunden erhöht hätten bis die Kunstwerke richtig ausgetrocknet und hart gewsen wären. Andere Seiten berichten, dass Salzteig auch einfach nur an der Luft trocknen kann und gar nicht gebacken werden muss. Ich weiß aber nicht, ob das so wirklich hart genug wird und nicht irgendwann schimmelt. Hat zufällig jemand (erfolgreiche) Erfahrungen mit Salzteig gemacht und kann uns belehren? 


Am nächsten Tag haben wir die gelungenen Anhänger, Schlangen und Abdrücke angemalt. Juli hat dafür seine Fingerfarben genutzt und ich habe für den Olaf-Fußabdruck Acrylfarben benutzt. Das hat beides sehr gut geklappt. 


Ich habe erst den Hintergrund hellblau angemalt und dabei den Fußabdruck (und olaf-typische Bäckchen) frei gelassen, um diese später weiß auszumalen. Hinzu kam noch eine orange Karotte und die übrigen Details habe ich nach dem Trocknen mit einem Permanentmarker aufgezeichnet. Auch wenn ihr nicht gerne zeichnet, ist so ein Olaf recht simpel zu zeichnen - Juli hat ihn jedenfalls erkannt.


Die kleinen Anhänger aus Salzteig eignen sich super für Dekorationen jeglicher Art (besonders natürlich auch für den Weihnachtsbaum) oder als kleine Geschenke. Mit den Schlangen spielt Juli sehr gerne und er hat ihnen bereits auch ein "Schlangenhaus" aus Duplosteinen gebaut. Natürlich können auch detailliertere Formen modelliert werden, wenn die Kinder etwas älter sind. Wenn Juli und ich zusammen basteln, ist es mir aber immer wichtig, dass er auch wirklich etwas alleine etwas machen, entdecken und lernen kann - von daher sollten die Ziele beim Basteln mit einem Kleinkind nie zu hoch gesteckt werden ;-).


Juli ist total stolz auf seine Kunstwerke und unseren Olaf. Den haben wir "heimlich" in Geschenkpapier verpackt und zwei Tage vor Resis Geburtstag in Julis Kleiderschrank versteckt. Ich hatte ihm erklärt, dass der Olaf eine Überraschung ist, die er seiner Mama schenken könnte, wenn sie Geburtstag hat. Ich war mir allerdings nicht sicher, ob er sich von alleine daran erinnern würde, aber das tat er tatsächlich. Resi berichtete, dass er morgens beim Frühstück plötzlich aufsprang, in sein Zimmer flitzte und mit dem Päckchen zurückkam, das er ihr ganz stolz mit den Worten "Ein Geschenk für dich! Ein Olaf!" überreichte :D.


Montag, 30. November 2015

Weihnachtsbäckerei: Marzipan-Spritzgebäck, Mohn-Orangen-Schoko-Kekse & Zimt-Zucker-Herzen

Iiin der Weihnachtsbäckerei... Plätzchenbacken ist in der Vorweihnachtszeit natürlich ein absolutes Muss und ich kann mich nicht daran erinnern, dass es jemals ein Jahr gab, in dem ich in der Adventszeit keine Kekse gebacken habe. Dieses Mal ist meine liebste Zeit des Jahres, dank der doofen Examensarbeit, leider nicht ganz so entspannt, wie ich es mir wünschen würde. Da ich aber natürlich trotzdem nicht auf all die weihnachtlichen Must-Dos verzichten möchte, wurde auch dieses Jahr schon eifrig gebacken. Neulich war ich recht spontan für ein Wochenende in der Heimat und neben ein bisschen Weihnachtsshopping stand "Kekse backen" mit meiner Mutter ganz oben auf der To-Do-Liste. Normalerweise werden dabei immer die typischen Klassiker gebacken - Mürbeteigplätzchen, Heidesand, Spritzgebäck, Kokosmakronen, etc. Dieses Jahr haben wir uns bewusst dafür entschieden mal ein paar "neue" und ausgefallenere Plätzchen auszuprobieren und nach dem Wälzen einiger Backbücher entschieden wir uns (in der ersten Runde) für Marzipan-Spritzgebäck, Mohn-Orangen-Schoko-Kekse und Zimt-Zucker-Herzen.


Ich kann mich gar nicht entscheiden, welche der Plätzchen ich am liebsten mag - Marzipan, Mohn, Orange, Schoko und Zimt sind total mein Ding. Ich weiß, dass das alles schon recht speziell ist und es viele Marzipan-, Mohn- und Orangen-Gebäck-Gegner gibt (Resi verkörpert unglaublicherweise alle drei Kategorien), aber falls auch euer Herz bei diesen durchaus weihnachtlichen Zutaten höher schlägt, teile ich die Rezepte gerne mit euch.


Für ca. 30 Stück:
300 g Marzipan-Rohmasse
75 g Puderzucker
3 Eigelbe
1 Prise Salz
(Jep, mehr nicht - nicht mal Mehl!)

Zuerst verknetet ihr das Marzipan mit dem Puderzucker und knetet anschließend die Eigelbe unter den Teig. Die Teigmasse gebt ihr in einen Spritzbeutel mit Sterntülle und dann spritzt ihr nach Belieben Formen (Kringel, Wellen, Herzen, ...) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Die Kekse werden bei 200°C (Umluft 180°C) für 10 Minuten in der Mitte des Backofens gebacken und können anschließend bei Bedarf noch mit Puderzucker bestäubt oder teilweise in Schokolade getaucht werden.



Für ca. 30 Stück:
250 g Mehl
100 g gemahlene Haselnüsse
2 Päckchen geriebene Orangenschale
50 g Zucker
1 Prise Salz
1 Packung Back-Mohnmischung (250 g)
100 g Butter (weich)
1 Ei
etwas Zartbitterkuvertüre

Für den Teig mischt ihr erst das Mehl mit den Haselnüssen, der Orangenschale, dem Zucker und dem Salz. Anschließend rührt ihr mit den Schneebesen des Mixers die Mohnmischung, die Butter und das Ei unter bis ihr eine cremige Masse habt, bevor ihr dann das Mehl kurz untermixt und den Teig gut mit den Händen durchknetet. Aus dem Teig formt ihr etwa 3 cm große Kugeln, die ihr auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legt. Die Kekse werden bei 200 °C (Umluft 180°C) für 10-12 Minuten gebacken. Wenn die Kekse ausgekühlt sind, könnt ihr sie nach Belieben mit etwas geschmolzener Zartbitterkuvertüre verzieren.


Für ca. 60 Stück:
1 Ei
225 g Mehl
1 Prise Salz
160 g Zucker
3 TL Zimt
150 g Butter (weich)

Zuerst trennt ihr das Ei und stellt das Eiweiß erst einmal kalt. Für den Teig mischt ihr das Mehl, das Salz, 100g (!) des Zuckers und 2 TL (!) des Zimts. Anschließend gebt ihr die Butter und das Eigelb hinzu, verknetet alles zu einem glatten Teig und stellt diesen für mindestens eine Stunde in Folie gewickelt in den Kühlschrank. In der Zwischenzeit könnt ihr schon einmal den restlichen Zucker mit dem Zimt vermischen. Nach der Kühlzeit knetet ihr den Teig noch einmal gut durch und rollt ihn dann auf einer bemehlten Fläche etwa 2 mm dünn aus und stecht Plätzchen nach Belieben aus (natürlich braucht ihr nicht nur Herzchen verwenden). Die Plätzchen werden auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche gelegt, mit dem Eiweiß bestrichen und dem Zimtzucker bestreut (das karamellisiert wunderbar im Ofen!). Die Kekse werde bei 200°C (Umluft 180°C) 8-10 Minuten goldbraun gebacken.


Welche Plätzchen backt ihr dieses Jahr? :-)