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Sonntag, 26. April 2015

Bunter Salat mit Erdnuss-Dressing (Jamie Olivers Gado-Gado)

Ich gucke nicht besonders viel Fernsehen - unter der Woche fast gar nicht (außer es ist die Zeit des Jahres, in der die neuen Folgen von Grey's Anatomy laufen) und am Wochenende auch nur, wenn ich tatsächlich mal zuhause bin, ich nicht am Schreibtisch sitzen muss und das Wetter mich nicht nach draußen in den Park lockt. Wenn aber all diese Bedingungen erfüllt sind, schmeiße ich mich samstagsnachmittags nur zu gerne auf's Sofa und schalte sixx ein. Dort backt Enie nämlich zuerst süße und herzhafte Köstlichkeiten, bevor mein persönlicher Küchenheld Jamie Oliver den Kochlöffel schwingt und McDreamy anschließend auch noch Leben rettet. Perfekt! Zur Zeit laufen die neuen Folgen aus Jamies "Wohlfühlküche" (Comfort Food) und dabei gefallen mir nicht nur die Gerichte richtig gut (ich wiederhole: Comfort Food!!), sondern auch die künstlerische Gestaltung der Serie ist richtig schön, wenn auch der Synchronsprecher manchmal ein bisschen nervig ist und ich Jamie lieber richtig zuhören würde. Obwohl ich die Back- und Kochsendungen richtig gerne schaue, muss ich zugeben, dass ich bislang selten wirklich etwas nachgebacken oder nachgekocht habe, aber neulich hat Mr Oliver einen so köstlichen Salat gezaubert, dass ich direkt ein paar Tage später losgeflitzt bin, um die Zutaten dafür zu besorgen.


Herr Oliver hat mir erklärt, dass "Gado-Gado" ein bunter Salat mit einem ganz besonders leckeren Erdnuss-Dressing ist, den er in Indonesien als Streetfood kennengelernt hat. Dabei können alle möglichen Lieblingszutaten (oder das, was man gerade im Kühlschrank hat) in die Salatschüssel geworfen werden und jeder kann den Salat individuell zubereiten. Er hat den Salat auf Basis von Chinakohl, Kartoffeln, Tofu, verschiedenen Beeten, Tomaten, Eiern, Radieschen, Bohnensprossen und Krabbenchips zusammengestellt und... äh.. ich habe mir aus diesen Anregungen einen Salat mit meinen eigenen Lieblingsalatkomponenten gestaltet. Die Erdnusssoße ist der eigentliche Star dieses Salates und dabei ist sie sooooo gut, dass sie wahrscheinlich in Kombination mit allem (Esspapier! Rosenkohl!) köstlich schmecken würde. Ich stelle euch heute mal meine eigene Lieblingskreation vor.


Für 2 Personen:

Dressing:
ca. 60 g Erdnussbutter
1 EL Zucker
1 Chilischote (entkernt)
1 Knoblauchzehe
1 EL Sojasoße
Saft einer Limette
etwas Wasser oder Fischsoße (falls das Dressing zu dick ist)

eine Handvoll grüner Salat
ein paar Radieschen, in Scheiben/gewürfelt
2 Tomaten, gewürfelt
2 Eier (gekocht), gewürfelt
4-5 Karoffeln (gekocht), gewürfelt
2-3 Karotten, gewürfelt oder in Scheiben
eine halbe Gurke, gewürfelt oder in Scheiben
gebratene Hähnchenbruststreifen
Tortilla-Chips, zerkrümelt

Für das Dressing gebt ihr einfach alle Zutaten in einen Standmixer, püriert alles ein paar Sekunden lang und schmeckt die köstliche Soße ab. Easypeasy! Perfekt ist das Dressing, wenn es gleichzeitig ein bisschen sauer, ein bisschen scharf und ein bisschen süß schmeckt. Jamie hat die Salatschüssel von innen mit dem Dressing bestrichen, um auf diese Weise die restlichen Zutaten besonders ästhetisch in der Schüssel anordnen zu können, aber wenn ihr keinen Food-Blog oder zu viel Hunger und keine Zeit habt (mein Fall), könnt ihr natürlich auch direkt alles miteinander vermengen. Mein Rezept weicht sehr von Mr Olivers Gado-Gado (und vom indonesischen Original) ab, aber er sagte ja immerhin, man solle seine Lieblingszutaten verwenden und für meinen Geschmack war der Salat so perfekt. Die Zutaten und Mengenangaben könnt ihr natürlich auch nach Bedarf variieren. Ich kann mir die Erdnusssoße auch gut als Basis für einen Nudelsalat vorstellen!


Was darf in eurem Lieblingssalat nicht fehlen?

Dienstag, 21. April 2015

Buchtipp: Die letzten Tage von Rabbit Hayes

Ich liebe Bücher, keine Frage. Lesen war mal meine allerliebste Freizeitbeschäftigung und es gab sogar ein Jahr, in dem ich über 50 Bücher gelesen habe. Resi und ich hatten vor einigen Jahren, bevor wir für ein Jahr nach Irland gegangen sind, sogar mit einer gemeinsamen Freundin einen recht erfolgreichen Bücher-Blog, den wir dann aber aufgrund des Zeitmangels aufgeben mussten. Heute lese ich natürlich immernoch gerne, aber viel, viel weniger. Wenn ich tagsüber mal nicht unterwegs bin, verbringe ich die freie Zeit lieber mit meinem liebsten Patenkind oder arbeite an Blogeinträgen. So bleibt meist nur abends Zeit zum Lesen oder wenn ich längere Strecken mit der Bahn zurücklege. Früher habe ich fast nur romantische Komödien (Chick Lit) gelesen, aber mittlerweile ist mein Bücherregal etwas bunter durchmischt mit einigen Krimis, ein paar ernsteren Büchern und auch ausgewählten Fantasy-Geschichten. Meistens beginne ich direkt mit einem neuen Buch, sobald ich ein anderes beendet habe, aber hin und wieder gibt es dieses eine Buch, das so sehr in mein Herz trifft und mich lange in Gedanken begleitet, sodass es für eine Weile unmöglich ist, anschließend überhaupt daran zu denken ein neues Buch zu lesen. Das Buch, das ich euch heute vorstellen möchte, ist genau so ein Buch: Die letzten Tage von Rabbit Hayes von Anna McPartlin.


Aufmerksam wurde ich auf das Buch, weil ich mich am Bahnhof direkt in das wunderschöne Cover verliebt habe und das Buch erstmal auf meine Muss-ich-irgendwann-mal-lesen-Liste setzte. Als ich dann aber am gleichen Tag auf der Bahnreise im Bahn-Magazin auf eine Leseprobe aus genau diesem Buch stieß, die mich direkt fesselte, musste ich es sofort kaufen (und lesen). Der Roman dreht sich, wie der Titel schon verrät, um die letzten Tage von Mia, genannt "Rabbit", Hayes, die an Brustkrebs im Endstadium leidet. Dass sie also sterben wird, ist von Beginn an klar. Ihre letzten 9 Tage werden hierbei aus der Sicht aller beteiligten Personen geschildert, von denen sie im Hospiz umgeben wird - ihren Eltern, ihren Geschwistern, ihren Freunden und ihrer zwölfjährigen Tochter, Juliet. Rabbit hat den Krebs schon einmal besiegt und als sie ins Hospitz gebracht wird, sind sie und ihre Familie fest entschlossen, dass sie auch diesen Kampf gewinnen wird. In den letzten 9 Tagen, in denen ich Rabbit als Leserin begleiten durfte, lernen alle Beteiligten, nach einer Achterbahnfahrt voller Hoffnung und Verzweiflung, auf ihre eigene Weise Rabbits Schicksal zu akzeptieren und Abschied zu nehmen.


Natürlich ist Rabbits Geschichte eine sehr traurige, aber dennoch habe ich das Buch gerne zur Hand genommen. Ich habe mich in den Seiten verloren und konnte auch über viele lustige Passagen lachen. Anna McPartlin hat es geschafft, viele schweren und tiefgründigen Themen wunderbar mit unterhaltsamen und erfrischenden Aspekten zu verbinden, sodass auch ich als Leserin eine Achterbahn der Gefühle durchlebt habe - in einer Minute war ich zu Tode betrübt, in der nächsten habe ich laut gelacht und Mut geschöpft. Das alles gelingt McPartlin nicht zuletzt auch durch die wunderbaren und starken Charaktere, die die Autorin erschaffen hat. Rabbits gegensätzliche Eltern, Molly und Jack, sind mir hierbei ganz besonders ans Herz gewachsen, gleichzeitig habe ich aber auch mit Rabbits Tochter Juliet gehofft und getrauert.


Ich habe schon einige Bücher von Anna McPartlin gelesen, die mir auch alle gut gefallen haben, aber Die letzten Tage von Rabbit Hayes hebt sich deutlich von den übrigen Büchern ab und ist eine ganz besonders tiefgründige und berührende Geschichte. Vielleicht ist es noch etwas früh, aber ich glaube, der Roman wird mein Lieblingsbuch 2015 und steht somit auf einer Stufe mit Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes, das mein Lieblingsbuch im letzten Jahr war.



Was sollte ich lesen, wenn ich wieder bereit bin ein neues Buch anzufgangen? Habt ihr Tipps für mich?

Dienstag, 14. April 2015

#SpätzleParade: Spätzle Caprese mit Tomate & Mozzarella

Jeder hat sicherlich bestimmte Gerichte und Getränke, die er mit schönen (oder vielleicht auch weniger schönen) Erinnerungen und Erfahrungen verbindet - echte italienische Pizza im Urlaub oder auch einfach frische Wassermelone im Freibad. Mit Spätzlen verbinde ich leider eine sehr unschöne Erinnerung. Die Kurzfassung: An einem sonnigen Sommernachmittag im Jahr 2000 (da war ich 10) wollte ich mir nach dem Mittagessen mit den Nachbarskindern ein Fahrradrennen liefern. Nach geschätzten 10 Metern flog ich allerdings kopfüber über den Lenker und erwachte erst am nächsten Morgen im Krankenhaus mit einer fetten Gehirnerschütterung und einem blau-schwarzen Auge (verursacht vom Druck des Brillenglases). Vor dem Fahrradrennen hatte es Gulasch mit Spätzle zum Mittag gegeben. Natürlich konnten die Spätzle herzlich wenig für meine Unfähigkeit mein Unglück, aber trotzdem konnte ich die schwäbischen Nudeln anschließend mehrere Jahre überhaupt nicht essen. Ich muss gestehen, dass sie auch heute noch immer nicht zu meinen Lieblingsspeisen gehören, aber im Rahmen der #SpätzleParade von Birkel (dazu gleich mehr) habe ich versucht mein Spätzle-Trauma aufzuarbeiten, indem ich sie zu einem Gericht verarbeitet habe, das man einfach nicht nicht mögen kann: Spätzle Caprese - ein kleiner Spätzleauflauf, überbacken mit Tomate und Mozzarella.


Für 2 Personen:
250 g Spätzle
200 g Tomaten, in Scheiben
200 g Mozzarella, in Scheiben
2 Eier
100 ml Milch
1 Zwiebel, sehr fein gehackt
1 Knoblauchzehe, gepresst
Salz & Pfeffer
etwas Öl/Butter zum Einfetten der Form
frischer Basilikum

Zuerst kocht ihr die Spätzle nach Packungsanleitung bissfest, gießt sie ab und schreckt sie anschließend kurz mit kaltem Wasser ab. In der Zwischenzeit verrührt ihr die Eier mit der Milch, der Zwiebel und dem Knoblauch und würzt die Mischung kräftig mit Salz und Pfeffer. In eine gefettete Auflaufform gebt ihr zunächst eine Schicht Spätzle, auf die ihr dann je eine Schicht Tomatenscheiben und Mozzarelle legt. Darauf folgt wieder eine Spätzleschicht, über die ihr anschließend die Eier-Milch-Mischung gießt. Zum Schluss legt ihr noch eine Tomaten- und eine Mozzarella-Schicht auf die Spätzle und dann kann der Auflauf auch schon bei 175°C für etwa 25-30 Minuten in den Ofen. Bevor ihr den Auflauf serviert, könnt ihr ihn noch mit ein paar frischen Basilikumblättern garnieren (die natürlich auch geschmacklich wunderbar passen). Guten Appetit!


Auf die Idee überhaupt etwas mit Spätzlen zu kochen, bin ich durch all die tollen Spätzle-Rezepte gekommen, die momentan auf sämtlichen Blogs zu finden sind. Birkel hat nämlich die #SpätzleParade ins Leben gerufen und ruft Blogger und natürlich auch Nicht-Blogger auf sich bis zum 27.4. ein außergewöhnliches Spätzle-Rezept auszudenken. Dabei winken natürlich auch ganz tolle Preise und jede Menge tolle Inspirationen (mein Favourit: Die Spätzle-Fritatta mit Bärlauch von Vera auf Nicest Things). Wenn ihr auch gerne teilnehmen möchtet, findet ihr alle weiteren Infos hier:


#SpätzleParade Die Initiative für neue Ideen rund um Spätzle. Mehr auf cookin.de/spaetzle



Das war übrigens das erste Mal, das ich - nach meinem Fahrradsturz-Dilemma - überhaupt Spätzle in einem Gericht verarbeitet habe und zum Glück hat so ein italienisch angehauchter Auflauf ja auch quasi überhaupt nichts mit einer traumatischen Gulasch-Beilage zu tun :-).


Mit welchen Gerichten verbindet ihr denn besondere Erinnerungen?

Sonntag, 12. April 2015

Unsere Lieblingsecken in Marburg

Die heutige große Preisfrage: Was haben die Gebrüder Grimm und Resi und ich (neben einer blühenden Fantasie) gemeinsam? Richtig! Wir studier(t)en in Marburg. Resi ist hier im Landkreis aufgewachsen; ich wohne nun mittlerweile seit fast vier Jahren hier und habe meine Wahlheimat mit all ihren steilen Gässchen ebenfalls lieben gelernt. Trotz der vielen alten historischen Gebäude wirkt Marburg mit all den Studenten wie eine sehr junge Stadt - die Unigebäude sind überall in der Stadt verteilt, so dass quasi die gesamte Stadt selbst ein Campus ist, auf dem meist auch immer viel los ist. Vor ein paar Tagen haben wir das schöne Wetter genutzt und unsere Kameras geschnappt, um euch unsere persönlichen Lieblingsecken der Stadt vorzustellen.

 
Marburg ist sehr facettenreich - es gibt viele schöne Stadtteile und gleichzeitig auch einige nicht so schöne Fleckchen, aber so ist es ja wahrscheinlich mit jeder Stadt. Wir studieren gerne in Marburg, wohnen aber bewusst etwas außerhalb in einer 15 Kilometer (= 8 Minuten mit der Bahn) entfernten Kleinstadt, weil die Wohnsituation aufgrund der (zu) vielen Stundenten in der Kernstadt nicht so toll ist. In der schönen Oberstadt, die etwas höher gelegene Altstadt rund um das Schloss, gibt es zwar wunderschöne Fachwerkhäuser, die größtenteils allerdings zu Horrorpreisen an WGs vermietet werden - nicht selten mit schiefen Wänden/Böden, einem einzigen Bad für mehrere WGs auf dem Flur und auch von einer Dusche mitten in der Küche habe ich schon gehört. Wirklich gut kann man also eher im äußeren Stadtbereich wohnen, aber durch die Altstadt kann man trotzdem wunderbar schlendern und bummeln (dazu gleich mehr).


Einer unserer Lieblingsstadtteile zum Spazieren ist Weidenhausen. Dieses Fleckchen direkt an der Lahn wirkt mit seinen wunderhübschen alten Häusern besonders verträumt und idyllisch. Der botanische Garten ist natürlich auch bestens für einen Spaziergang geeignet, jedoch befindet der sich - wie auch einige Unigebäude - auf den Lahnbergen und ist deshalb eher nicht zu Fuß zu erreichen.

(Es ist lustig zu beobachten, wie viele "Liebesschlösser" mittlerweile an der Brücke in Weidenhausen baumeln - als wir angefangen haben zu studieren, waren es nur etwa eine Handvoll, über die ich im ersten Semester aber sogar eine Hausarbeit geschrieben habe :D)


Einer der beliebtesten Orte für Pausen zwischen den Vorlesungen sind die Lahntreppen direkt an der Mensa oder am anderen Ufer auch die Lahnwiesen. Bei gutem Wetter kann man hier prima verschnaufen, sich stärken und gleichzeitig die Tretboote (Touristen!), Enten und verrückten Studenten, die im Sommer von der Brücke ins Wasser springen, beobachten.


Um beim Thema "Mittagspause" zu bleiben, möchten wir euch auch direkt unsere liebsten Restaurants und Bistros vorstellen, zu denen auf jeden Fall das Salädchen (Pilgrimstein 29) zählt - hier kann man sich Salate aus unglaublich vielen Zutaten mit den köstlichsten Dressings zusammenstellen lassen. Es gibt auch Suppen und Ofenkartoffeln, die wir aber, um ehrlich zu sein, noch nie probiert haben, weil die Salate einfach so gut schmecken!


Recht neu, aber ebenso gut, ist das Bulljong (Lingelgasse 10). In der Suppenbar werden täglich wechselnde Suppen (immer mindestens drei), aber auch köstliche Kuchen, Crêpes und Galettes angeboten. An wärmeren Tagen gibt es nichts besseres als den Frozen Yogurt mit den verschiedensten Toppings von Null Grad (Barfüßerstraße 38). Yum!


Um den größeren Hunger zu stillen oder um abends gemütlich mit Freunden zusammen zu sitzen, gehen wir sehr gerne ins Café 1900 (Barfüßerstraße 27). Marburg ist schon fast berühmt für all die kleinen Bistros in der Oberstadt - hier gibt es überall leckere Aufläufe, Pfannengerichte, belegte Baguettes und andere Köstlichkeiten zu erschwinglichen (studentenfreundlichen) Preisen. Im Laufe der Zeit haben wir uns durch die verschiedenen Bistros durchprobiert und dabei auch fast überall gute Erfahrungen gemacht, aber das Café 1900 gehört definitiv zu unseren absoluten Favouriten - nicht zuletzt, weil es hier besonders hübsch und gemütlich ist.


Ein weiteres Auflauf-Pfännchen-Baguette-Bistro, in dem wir sehr gerne essen und trinken, ist das Maxx (Barfüßerstraße 55 - ihr seht schon, alles in einer Straße!). Hier gibt es täglich extra günstige Specials (besonders gut kann ich mir merken, dass dienstags Schnitzel-Tag ist). Wenn es mal etwas besonderes sein soll, ist auch das schwedische Restaurant Edlunds (Markt 15) sehr zu empfehlen. Hier gibt es nicht nur leckere Fischgerichte, sondern auch tolles Frühstück und auch richtig gutes Eis. Wenn wir mal nicht in der Oberstadt essen, gehen wir auch gerne ins Enchilada (bestes mexikanisches Essen!) oder ins Chevy (beste Burger!).


Die Marburger Oberstadt ist nicht nur bestens für gemütliche Abende mit Freunden geeignet, sondern natürlich auch zum Bummeln und Stöbern. Wenn wir so richtig shoppen gehen wollen, fahren wir zwar lieber nach Frankfurt, aber tollen Schnickschnack und Geschenke kann man auch in Marburg sehr gut finden.


Unser absoluter Lieblingsladen hierbei ist Living & Kids (Reitgasse 13-15). Hier findet man wirklich die allerschönsten Geschenke (auch für sich selbst!), wunderhübsches Geschirr und ganz tolle Kindermode, sodass Resi und ich uns meistens gegenseitig aus dem Laden zerren müssen.


Sehr ihr, was ich meine? Der Laden ist ein Traum! Es ist absolut unmöglich das Geschäft zu verlassen ohne irgendwas zu kaufen.


Ein weiterer schöner Laden, um Geschenke (für Juli) zu kaufen, ist die Kinder Kiste (Wettergasse 8) - ein ganz besonders toller Spielzeugladen mit ausgewählten Produkten und vielen lustigen Postkarten. Ein genau so toller, alternativer Buchladen für Kinder- und Jugendbücher ist das Lesezeichen (rechtes Foto, Barfüßerstraße 12), das auch schon als bester Kinderbuchladen Hessens ausgezeichnet wurde - völlig zu Recht!


Ein weiterer Lieblingsort zum Stöbern ist unser Lieblingsflohmarkt an der Waggonhalle, der jeden letzten Samstag im Monat stattfindet. Es gibt mehrere Flohmärkte in Marburg, aber dieser ist der größte und schönste, ohne Händler mit Neuware. Hier hatten wir letztes Jahr auch übrigens unseren Stand.


So, das war unser Spaziergang durch die Marburger Innenstadt. Natürlich gibt es auch noch viele andere schöne Plätzchen in Marburg und auch kulturelle Sehenswürdigkeiten, wie das Schloss oder die Elisabethkirche. Falls ihr mal in der Nähe seid und uns nicht besuchen wollt, habt ihr nun schon mal ein paar Tipps und Anregungen für Orte, die es sich lohnt aufzusuchen. Falls ihr nun aber denkt, dass es überall in Marburg so niedlich, urig, gemütlich, einladend und hübsch ist...


... muss ich euch leider enttäuschen. Anstatt täglich in der Oberstadt Krimskrams zu bewundern und Auflauf zu mampfen, verbringen wir die meiste Zeit leider in diesen hässlichen Uni-Klötzen direkt an der Stadtautobahn. Das ist eben auch Marburg ;-).

Dienstag, 7. April 2015

Basteln mit Juli: Tiere aus Pappteller

Hallooo, hier ist son ieder (schon wieder) euer Juli. Heute werde ich euch mal was ganz neues zeigen - ich kann nämlich nicht nur prima Kekse backen, sondern mittlerweile auch schon richtig gut malen. Ich fand Malen schon superduper, bevor ich überhaupt wusste, dass Malen Malen heißt und habe dann einfach immer gefragt, ob ich mit "Farben spielen" darf. Ich male aber nicht nur gerne mit Pinseln und Buntstiften, sondern schnappe mir auch immer jeden Kulli, den ich finden kann, um direkt drauf los zu malen. Dabei kann ich auch jede Farbe benennen und male besonders gerne erstmal mit einer Farbe bis sie aufgebraucht ist oder der Stift runterfällt, bevor ich mich auf eine andere Farbe konzentrieren kann. Heute möchte ich euch zeigen, wie man kinderleicht ein paar lustige Tiere aus Papptellern basteln kann - das habe ich neulich nämlich mit Jule gemacht, als Mama am Schreibtisch irgendwas langweiliges für die Schule gemacht hat.



Ihr braucht:
Pappteller
Fingerfarben
Pinsel
Moosgummi
Schere
bunte Federn
bunte Pfeifenputzer
Heißklebepistole
...

Bevor wir angefangen haben, hat Jule hat den Tisch mit alten Zeitungen abgedeckt - das fand ich gut, weil in der Zeitung auch ein Foto von einer Feuerwehr drin war! Ich habe mir auch meinen Malerkittel angezogen und dann konnte es auch schon losgehen. Zuerst durfte der kleine Künstler, also ich, die Pappteller von der unteren Seite bunt mit Fingerfarben anmalen. Eigentlich sind Fingerfarben ja dazu da, um mit den Fingern zu malen, aber weil ich es überhaupt nicht ausstehen kann, wenn meine Finger schmutzig oder klebrig sind, habe ich lieber einen Pinsel benutzt. In der Zeit in der ich gemalt habe, hat die große Helferin, also Jule, schon mal verschiedene Teile (Flügel, Augen, Ohren, Schnabel, ...) aus Moosgummi ausgeschnitten. Wenn ihr schon ein bisschen größer seid als ich, dann könnt ihr das bestimmt auch schon selbst mit einer Kinderschere machen. Wenn ihr fertig gemalt habt, müssen die Teller erstmal trocknen. Das dauert eine ganze Weile, sodass ihr in der Zeit ruhig ein Puzzle machen oder auf den Spielplatz gehen könnt.

(Ach, Snacks sind beim Basteln übrigens auch sehr wichtig!)


Um die Teller dann später in ganz tolle Tiere zu verwandeln, braucht ihr nochmal Hilfe. Jule hat mir erklärt, dass die Heißklebepistole ganz heiß ist und dass ich sie deshalb nicht anfassen darf. Als Jule die Klebepistole dann benutzt hat, habe ich sie extra erinnert: "Orgigig sein, Jule!" (Vorsichtig sein!). Um die Vögel zu basteln, hat Jule die Teller zuerst in der Mitte geknickt und zusammengeklebt und ich durfte dann mithelfen und aussuchen, welche Flügel (Moosgummi), welche Beine (Pfeifenputzer) und welche Federn an jeden Vogel geklebt wurden. Außerdem hat Jule noch Augen und einen Schnabel an jeden Vogel geklebt, aber das seht ihr ja selbst.


Wir haben nicht nur kunterbunte Vögel, sondern auch einen Osterhasen gebastelt. Dazu habe ich einen Teller ganz braun angemalt und später hat Jule zwei lange Hasenohren aufgeklebt und ein Gesicht aufgemalt. Ihr könnt aber auch ganz viele andere lustige Tiere aus Papptellern basteln - wie wäre es mit Löwen mit Wollmähne oder dicken Kugelfischen? Wenn man zwei Teller knickt und zusammenklebt, könnte man auch bunte Schmetterlinge basteln.

Wir haben meine Vögel und den Osterhasen übrigens an meine Zimmertür geklebt. Nun kann ich immer ganz begeistert auf die Pappteller-Tiere zeigen und rufen: "Da! Juli bastelt!". Ach, Türen kann ich nun übrigens auch schon alleine öffnen. Ich glaube, damit mache ich gerade alle ein bisschen wahnsinnig. Schlüssel umdrehen kann ich auch schon, jedenfalls habe ich das neulich schon mal getestet, aber seitdem sind alle Schlüssel verschwunden. Seltsam, oder?

Habt ihr noch andere tolle Bastelideen für Kleinkinder (und große Helfer)? :-)