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Donnerstag, 23. Juli 2015

10.000 Schritte am Tag / Go, Jule, go!

Heute möchte ich gerne ein bisschen über's Laufen und... äh... Fitness reden. Dazu sollte ich vielleicht vorweg sagen, dass Sport und ich nicht wirklich kompatibel sind. Ich bewundere die Mädels, die mit einem Lächeln im Gesicht jeden zweiten Tag ins Fitnessstudio tänzeln oder sich zuhause fröhlich mit den verschiedensten Workouts auspowern. Ich weiß, dass es heißt, man würde sich daran gewöhnen und wenn es erst einmal soweit wäre, würde man es liiieben, aber das tue ich nicht. Resi und ich hatten uns vor einiger Zeit extra mal bei einem Fitnesskurs (Bauch-Beine-Po, yay!) angemeldet, weil wir dachten, dass uns die Gemeinschaft und der Gruppenzwang motivieren würden, aber... nein. Sowas ist einfach nicht mein Ding. Ich kann keine Liegestützen und ich kann keinen Handstand, aber ich kann laufen. Als ich in Irland gelebt habe, haben meine Gasteltern für ihren ersten Marathon trainiert und ihr Ehrgeiz hat mich motiviert auch mit dem Laufen anzufangen. Zuerst habe ich mich dabei an ein richtiges Trainingsprogramm gehalten, mit dem man Schritt für Schritt fit gemacht wird, um 5 km am Stück zu laufen und das war das erste Mal, dass ich wirklich Spaß an einer wirklich sportlichen Aktivität hatte - genügend Spaß, um gemeinsam mit Resi erfolgreich an einem Strandlauf und einem Mini-Marathon teilzunehmen. Die Dubliner Bucht direkt vor der Haustür war dabei natürlich die perfekte Grundlage für regelmäßige Laufeinheiten, aber als ich dann erst einmal wieder zurück in Deutschland war und der nächste Strand mehrere hundert Kilometer entfernt war, ist meine Motivation schnell verflogen.


Seitdem sind vier Jahre vergangen, in denen ich immer mal wieder kleinere Schübe hatte, wo ich mir fest vornahm, "jetzt aber wirklich" wieder regelmäßig laufen zu gehen. Ich begann wieder mit dem 5km-Trainingsprogramm, legte feste Tage als meine Lauftage fest, setzte mich unter Druck und meist hielt ich nur für ein paar Wochen durch, auf die dann aber wieder mehrere Abschnitte folgten, in denen sich meine Laufschuhe in Staubfänger verwandelten. Vor ein paar Monaten berichtete Resi mir dann stolz, dass sie einfach so und ohne jegliche Vorbereitung mal wieder 5 km gelaufen sei. Ich glaube, das war für mich einer der entscheidenden Knackpunkte - angespornt durch Resis Erfolg, nahm ich mir direkt vor auch zu versuchen 5 km am Stück zu laufen. Laufschuhe an und los! Ich war zwar nicht besonders schnell, aber schaffte es ebenfalls 5 km ohne Pause durchzulaufen und dabei nicht zu kollabieren. Yay! Ich muss dazu sagen, dass wir mit dem 5km-Trainingsprogramm hin und wieder schon Probleme hatten, den Instruktionen zu folgen, wenn wir 5 Minuten am Stück laufen sollten und es ist uns ein Rätsel, warum wir plötzlich ohne aufbauendes Training in der Lage waren, einfach so 40 Minuten am Stück durchzulaufen, aber... es hat einfach geklappt und wir haben uns danach beide super (und super-erledigt) gefühlt. Ich möchte Laufanfängern an dieser Stelle auf gar keinen Fall empfehlen, einfach so drauf los zu rennen, weil das für den Körper natürlich auch nicht richtig ist. Wir hatten in den folgenden Tagen den Muskelkater des Todes (mindestens!). Nachdem ich ab diesem Tag aber wieder öfter laufen ging - meist immer 5 km und immer ein bisschen schneller -, hatte ich schnell gar keinen Muskelkater mehr, sobald sich meine Beine erst einmal an das regelmäßige Laufen gewöhnt hatten.

Über mehrere Wochen versuchte ich verbissen am Ball zu bleiben, aber spätestens als es draußen richtig warm wurde, wurde es für mich schwieriger wirklich dreimal in der Woche zu laufen. Ich möchte keine Ausreden erfinden, aber mittlerweile kenne ich meinen Körper recht gut und weiß, was ich nicht kann: Ich kann nicht bei zu warmen Temperaturen oder bei zu schwüler Witterung laufen. Ich kann nicht vor dem Frühstück laufen. Ich kann nicht laufen, wenn die letzte Mahlzeit weniger als zwei Stunden zurückliegt. Ich kann aber auch nicht laufen, wenn ich zu hungrig bin. Davon abgesehen, dass mir bei Verstoß gegen diese "Regeln" ziemlich übel werden würde, würde mein Kreislauf eine solche Aktion nicht mitmachen. Das habe ich schon oft genug getestet und musste mich dann auch schon oftmals an den Wegesrand setzen/legen. Auf der anderen Seite bedeuten diese Einschränkungen, dass es im Uni-Arbeit-Freizeit-Alltag oft schwierig ist überhaupt einen optimalen Zeitpunkt zum Laufen (und anschließendem Duschen etc.) zu finden, ohne mich wieder zu sehr unter Druck zu setzen und den Spaß an der Sache zu verlieren. Lustigerweise war auch hierbei Resi diejenige, die mich unbewusst auf den (für mich) richtigen Weg brachte, als sie mir erzählte, dass sie sich einen Schrittzähler gekauft hat, um zu beobachten, wie viele Schritte sie im Alltag und bei der Arbeit zurücklegen würde und ob sie täglich die "magischen" 10.000 Schritte zurücklegte.


Ich kann nicht jeden Tag laufen, aber ich kann jeden Tag gehen. Schnell fand ich in den täglichen 10.000 Schritten eine neue Herausforderung, die ich bewältigen wollte und bestellte mir ebenfalls einen Schrittzähler. Anfangs konnte ich gar nicht einschätzen, wie viele Schritte ich an einem normalen Tag zurücklegen würde, aber schnell habe ich herausgefunden, dass 10.000 Schritte bei meiner Schrittlänge etwa 7 km entsprechen. Einer der Punkte auf meiner Summer Bucket List ist es, jeden Tag tatsächlich die 10.000 Schritte zu gehen oder zu laufen.... und, wisst ihr was? Seit Anfang Juni, seit ich eine Strichliste über die Anzahl meiner Schritte führe, klappt es. "Klappen" ist vermutlich sogar untertrieben - ich liebe diese Aufgabe. Anfangs habe ich mich noch etwas schwer getan, wenn ich nach einem langen Tag in der Uni oder an der Arbeit erst 6.000 Schritte hatte, mich abends für einen Spaziergang oder einen Lauf zu motivieren, aber nun freue ich mich richtig darauf. Man sagt, dass es etwa drei Wochen dauert bis eine Aufgabe/Beschäftigung zur Gewohnheit wird und das trifft hierbei auf jeden Fall zu. Ich verspüre täglich einen richtigen Bewegungsdrang, habe einfach Lust "Schritte zu sammeln" und freue mich, wenn das Männchen auf dem Display des Schrittzählers bei erreichter Schrittzahl jubelt.


Ich möchte nicht sagen, dass diese tägliche Aufgabe für jeden geeignet ist, aber ich habe mit den 10.000 Schritten genau mein Ding gefunden. Ich habe über Jahre erkannt, dass es nicht klappt, wenn ich mir vornehme "wieder regelmäßig laufen zu gehen" oder mir sogar feste Tage dafür vornehme und das letztendlich doch nur aufschiebe - das führt bei mir zur Frustration. Was für mich klappt, ist ein konkretes Ziel, das ich messen (und ablesen) kann. Ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch und wenn ich mir vornehme, täglich 10.000 Schritte zu gehen, dann ziehe ich das durch. Aufgeben ist nicht mein Ding und aufschieben lässt sich eine tägliche Aufgabe auch nicht richtig. Obwohl ich von Beginn dieser Aktion an motiviert genug war, um spätestens abends die letzten Schritte zu sammeln, indem ich gemütlich durch die Stadt spaziere oder tatsächlich laufen gehe, habe ich meine Tagesaufgabe mittlerweile auch noch mit einer meiner größten Leidenschaften verbunden: Bücher.


Vor einigen Wochen kam ich auf die Idee, anstatt meiner liebsten Playlist einfach mal ein Hörbuch zu hören und die Regel hierbei ist es, dass ich das Hörbuch immer nur (weiter)hören darf, wenn ich gehe oder laufe. Durch diese neue Idee ist meine Motivation nahezu explodiert und ich bin quasi nicht mehr zu bremsen. Ich freue mich mehr auf meine Spaziergänge als je zuvor und wenn ich weiß, dass ich an dem Tag/Abend über eigentlich keine Zeit haben werde, um durch meine Lieblingsfelder zu wandern, stehe ich morgens auch schon mal früher auf, um Schritte zu sammeln und zu erfahren, wie mein Hörbuch weitergeht. No Joke. All die Hörbücher, die ich nun hören möchte! All die Spaziergänge, die ich mit Harry Potter verbringen kann! Übrigens ist es nicht so, dass ich mich nach genau 10.000 Schritten auf's Sofa plumpsen lasse und mich für den Rest des Tages nicht mehr bewege. Wenn ich unterwegs bin, gehe/laufe ich einfach so lange, wie ich mein Hörbuch hören möchte und wenn ich die Schritte schon vollständig unbewusst im Alltag erledigt habe, gehe ich abends trotzdem oft gerne nochmal los, weil es mir mittlerweile einfach Spaß macht und ich nur zu gerne in der Abendsonne und mit einer spannenden Geschichte in den Ohren durch meine Lieblingsfelder spaziere und dabei die hier beheimateten Störche in ihren riesigen Nestern beobachte. Mein bisheriger Rekord liegt übrigens bei 23.926 Schritten, die ich unbewusst an einem Montag gesammelt habe, an dem ich einfach erst viel unterwegs war und abends mit Resi und Juli die Störche hier in der Gegend besucht habe.

Ich bin flexibel und kann jeden Tag entscheiden, ob ich laufen oder einfach nur gehen möchte - ohne schlechtes Gewissen oder Frustration. Die 10.000 Schritte sind nun fester Bestandteil meines Alltags und ich spüre richtig, wie unausgelastet ich bin, wenn ich vor meiner Abendrunde erst 3.000 Schritte zurückgelegt habe. Auf der anderen Seite tut mir die ausgibige Bewegung richtig, richtig gut. Natürlich kann man einen 7-km-Spaziergang auch nicht mit einem Power-Workout vergleichen, aber ich fühle mich fitter, ich schlafe besser und ich habe einfach ein richtig gutes Gefühl, täglich etwas für mich und meine Gesundheit zu tun. Mit den 10.000 Schritten habe ich definitiv (endlich!) mein Ding gefunden.


Donnerstag, 16. Juli 2015

Monatslieblinge: Juli

Juhu, es ist Endlich Mitte Juli! Die Semesterferien beginnen heute und wir machen uns dieses Wochenende auf in den Urlaub - Resi fährt mit ihrer Familie an die Nordsee und für Jule geht es für zwei Wochen in die Heimat. Bevor es hier also ein kleines Päuschen gibt, zeigen wir euch noch schnell, was wir diesen Monat ansonsten so machen:


Jule: unterhaltsame Sommerromane
Resi: Literatur für einen Essay
Juli: Findet Nemo



Jule: Hörbücher als neue Lauf/Schritte-Sammel-Motiviation
Resi: Hörbücher mit Juli im Auto
Juli: Hörbücher mit Mama im Auto




Jule: Heimaturlaub!
Resi: Für den Nordseeurlaub packen
Juli: Seifenblasen pusten bzw. wedeln




Jule: Lieblingssandalen
Resi: Lieblingsflipflops
Juli: Findet-Nemo-Shirt




Jule: Sommerliche Abendspaziergänge
Resi: Mein neues Deko-Milchkännchen
Juli: Findet Nemo!

Wie sieht's bei euch aus? Freut ihr euch auch auf den Urlaub oder macht ihr's euch zuhause schön? :)


Mittwoch, 15. Juli 2015

Brokkolisalat mit Tomaten und Feta

Für mich gibt es zwei grobe Kategorien für Blogeinträge: Die Einträge, die (teilweise lange) im Vorfeld geplant sind und dann die Einträge, die ganz spontan und ohne jegliche Vorbereitung entstehen. Zu der ersten Kategorie gehören beispielsweise DIY-Anleitungen und die Degustabox-Features. Zu der zweiten Kategorie gehören meist die persönlichen Einträge und Food-Einträge mit Rezepten, die ich ausprobiert habe, ohne dabei zu ahnen, wie köstlich das Gericht tatsächlich werden würde. Genau so war es nämlich auch mit diesem sommerlichen Brokkolisalat mit Tomaten und Feta. Ohne jegliche Hintergedanken an einen möglichen Blogeintrag habe ich den Salat neulich nach der Arbeit - in Anlehnung an ein Rezept aus der vorletzten Chefkoch-Ausgabe - ausprobiert und war dann so begeistert, dass ich schnell noch zur Kamera gegriffen habe, um ein paar Schnappschüsse zu machen und mein abgewandeltes Rezept mit euch zu teilen. Brokkoli zählt definitiv zu meinen liebsten Gemüsesorten, aber um ehrlich zu sein, war ich zuvor noch nie auf die Idee gekommen, die grünen Röschen überhaupt für einen Salat zu verwenden - dabei ist die Kombination mit frischen Tomaten, aromatischen getrockeneten Tomaten, knackigen Nüssen und cremigem Feta perfekt!


Für 4 Portionen:
1 mittelgroßer Brokkoli
3 Frühlingszwiebeln, in Ringen
200 g Kirschtomaten, geviertelt
ein paar getrocknete Tomaten (in Öl), klein gewürfelt
100 g Feta, klein gewürfelt
1-2 Knoblauchzehen, gepresst
frische Petersilie, gehackt (nach Geschmack)
3 EL Balsamico-Essig (hell)
5 EL Olivenöl
1 Prise Zucker
Salz & Pfeffer
eine handvoll Nüsse (nach Wahl), gehackt

Zuerst putzt ihr den Brokkoli, teilt ihn in mundgerechte Röschen und gart diese etwa 5 min. lang in Salzwasser bis sie bissfest sind. Anschließend gießt ihr den Brokkoli in einem Sieb ab, schreckt ihn mit kaltem Wasser ab und lasst ihn abtropfen, während ihr euch um das Dressing kümmert. Hierzu verrührt ihr einfach das Essig mit dem Öl, einer Prise Zucker, dem Knoblauch und der Petersilie und schmeckt anschließend alles ordentlich mit Salz und Pfeffer ab. In einer großen Schüssel mischt ihr dann vorsichtig den Brokkoli mit den frischen und getrockneten Tomaten, dem Feta, den Nüssen und dem Dressing.

Der Salat ist wirklich im Nu zubereitet (max. 20 Minuten!) und schmeckt auch noch am nächsten Tag ganz hervorragend. Falls ihr gerne Schafskäse esst, könnt ihr den Feta damit auch gut ersetzen - ich selbst bevorzuge allerdings milden Kuhmilch-Feta. Die Nüsse geben dem Salat einen richtig guten Crunch, allerdings war das eine ganz spontane Idee und natürlich hatte ich nur noch ein Päckchen Studentenfutter vorrätig. Also habe ich feinsäuberlich jede Nuss einzeln aus den Rosinen hervorgepickt - hat sich aber definitiv gelohnt! :-)


Wie sieht euer liebster Sommersalat aus und was zaubert ihr gerne mit Brokkoli?

Freitag, 10. Juli 2015

Matcha-Limonade mit Ingwer und Minze (& Unboxing der Juni-Degustabox)

Mittlerweile stecken wir nicht nur mitten im Hochsommer (juhu, juhu, juhu!), sondern es ist jetzt auch schon vier Wochen her, dass ich meine Summer Bucket List mit euch geteilt habe - also ist es an der Zeit mal kurz zu berichten, welche meiner Sommerziele ich bereits erreicht habe. Einige Punkte wurden schon fast zur Hälfte erfüllt: Ich habe schon einen schönen Jumpsuit gefunden und gekauft (aber noch nicht getragen). Bisher bin ich wirklich jeden Tag mindestens 10.000 Schritte gelaufen (ich habe eine neue Motivationstechnik, von der ich demnächst nochmal genauer berichten werde). Resi und ich waren bestens darauf vorbereitet vor ein paar Wochen einen Stand auf dem Flohmarkt aufzubauen, hatten am Vorabend das Auto schon vollgepackt, aber dann hat es am Morgen des Flohmarktes in Strömen geregnet (wir werden unser Glück nochmal versuchen). Zwei Punkte konnte ich mittlerweile aber sogar schon komplett von der Liste streichen: Ich war schon mit meiner Freundin Elena schwimmen (sogar schon zweimal, yay!) und ich habe Limonade gemacht, ziemlich gute sogar, möglicherweise die beste Limo aller Zeiten. Das Rezept für mein neues Lieblingssommergetränk möchte ich euch heute präsentieren. Neulich klingelte nämlich der freundliche Postbote, um mit die neue Degustabox* zu überreichen und in der prall gefüllten Juni-Box steckte neben allerhand Leckereien auch Matcha-Pulver-Sticks von Emcur. Nun müsst ihr Wissen, dass ich als bekennende Superfood/Foodhype-Enthusiastin unbedingt mal "irgendwas mit Matcha" probieren wollte und als ich schließlich das kleine Päckchen mit dem giftgrünen Puder in der Hand hielt, stand mein Plan fest: Matcha-Limonade mit Ingwer und Minze!


Falls euch "Matcha" übrigens nichts sagt: Das ist reines, hoch konzentriertes, edles Grünteepulver, das direkt mit Wasser angerührt wird. Da ich Matcha noch nie zuvor verwendet hatte, musste ich erst einmal recherchieren, wie Matcha verwendet wird (oftmals für hübsches, grünes Gebäck) und ob ich daraus wirklich meine Traumlimonade zusammenmixen könnte. Bei meiner Suche fiel mir schnell auf, dass es zwar einige Rezepte für Matcha-Limonade gibt, doch dass diese fast ausschließlich auf Pinterest und amerikanischen Blogs mit doofen amerikanischen Maßeinheiten zu finden sind. Gleichzeitig wird aber auch von in den deutschen Netzwerken gemunkelt, dass Matcha-Limonade tatsächlich das Sommergetränk 2015 werden könnte. Bevor ich nun also ein Patent für mein Rezept anmelde, eine Matcha-Bar am Strand eröffne und reich werde, teile ich mein Limorezept noch schnell mit euch:


Für 1,4 Liter:
100 g Zucker
250 ml Wasser (aus der Leitung)
75 ml Zitronensaft
1 Stückchen Ingwer, geschält (nach Geschmack)
2 TL Matcha-Pulver (oder 2 Sticks von Emcur)
etwas heißes Wasser 
1 Liter (oder etwas mehr) gekühltes Mineralwasser (mit Sprudel)
Frische Minze

Die Limonade ist ganz schnell gemacht: Den Zucker löst ihr in dem kochenden Leitungswasser auf und um der Limonade noch eine dezente Ingwer-Note zu verpassen, habe ich ein etwa 2 cm großes Ingwerstück mitköcheln lassen. Falls ihr Ingwer nicht so gerne mögt, könnt ihr den natürlich auch weglassen. Wenn der Zucker aufgelöst ist, gebt ihr den Zitronensaft hinzu und rührt außerdem das Matcha-Pulver mit etwas heißem Wasser (optimal wären so 85°C) an (zur Orientierung: Ich habe das in einem Espresso-Tässchen gemacht). Das Matcha-Pulver wird sich nicht komplett auflösen, also solltet ihr das Matcha-Konzentrat am besten durch ein feines Sieb gießen, bevor ihr es zu der Zucker-Zitronen-Mischung gebt. Diese nun grüne Mischung lasst ihr etwas abkühlen und bevor ihr die Limonade servieren möchtet, gießt ihr das Konzentrat mit etwa einem Liter kalten Mineralwasser auf und gebt nach Geschmack noch frische Minze hinzu.



Die Limonade ist die (für mich) perfekte Mischung - richtig erfrischend, etwas süß, etwas sauer, etwas herb und etwas minzig. Nachdem die ersten zwei Gläser Limo serviert waren, habe ich die übrige Limo einfach nochmal mit Mineralwasser aufgefüllt, damit sie nicht so schnell leer ist und die Limonade war immernoch richtig lecker. Ihr könnt einfach selbst ausprobieren, wie intensiv ihr euer Getränk haben möchtet und das Konzentrat dementspechend mit Mineralwasser aufgießen.


So, nun möchte ich euch noch schnell in einem kleinen Review zeigen, was neben dem Matcha-Pulver noch in der Juni-Degustabox steckte: Rhabarberschorle und Quitte-Apfelschorle von Hofgarten (genau meins!), Power Energy-Lemonade von Juzzy, "Im Nu Nudeln" von Bernbacher und Alfons Schuhbeck, Feinschmecker Curry Suppe von Knorr, NOWmints von Mentos, Cashew Caramel Crunch von Veggie Crunch (yum!), Sour Cream & Onion Reiswaffeln von Reisfit und eine große Packung iranisches Konfekt von Safran & Friends. Wie ihr seht, war auch diese Box wieder sehr bunt gemischt - am meisten habe ich mich über die Schorlen und den Cashew-Snack gefreut. Auf das iranische Konfekt war ich sehr gespannt, weil es mal etwas richtig außergewöhnliches ist, aber leider ist es mir viel zu süß.

Falls ihr die Degustabox auch testen möchtet könnt ihr sie hier im Abo für 14,99€/Monat bestellen.

*Sponsored Post: Vielen Dank an das Team von Degustabox, das uns die Box zum Testen zur Verfügung gestellt hat. Obwohl dieser Eintrag Werbung für die einzelnen Produkte enthält, entsprechen meine Kommentare meiner ehrlichen Meinung und mir hat die Box wirklich wieder gut gefallen :-).



Montag, 6. Juli 2015

Buchtipp: Der Club der Traumtänzer

Dass ich mal ein Buch mit dem Hauptmotiv des Tanzens lese, hätte ich für so abwegig gehalten, wie dass ich es mir sonntagnachmittags mit einer mathematischen Formelsammlung auf dem Sofa gemütlich mache. Versteht mich nicht falsch, ich bin mir sicher, dass Tanzen sehr viel Spaß machen kann, aber ich kann es einfach nicht. Ich bin mir nicht sicher, woran es liegt, aber ich habe einfach keinerlei Rhythmusgefühl. Ich liebe Musik, aber wenn ich auf einem Konzert im Takt klatschen möchte, muss ich immer wieder zu meinen Sitznachbarn schielen, um überhaupt richtig mitklatschen zu können. Das klappt dann für etwa zehn Sekunden. Nun ja. Heute möchte ich euch aber trotzdem ein ganz, ganz wunderbares (und wunderhübsches!) Buch vorstellen, in dem das Tanzen eine große Rolle spielt - keine Sorge, es geht hier nicht in Richtung Dirty Dancing oder High School Musical, sondern um den spannenden und ergreifenden Roman "Der Club der Traumtänzer" von Andreas Izquierdo.


Die Geschichte dreht sich um Gabor Schöning, einen hübschen und erfolgreichen Schnösel und ehemaligen Tanzlehrer, der immer bekommt, was er will - auch wenn er es sich rücksichtslos einfach nehmen muss. Freunde hat er kaum, dafür aber zahlreiche Affären und Feinde. Eines Tages wird sein vermeintlich perfektes Leben allerdings auf den Kopf gestellt: Mit seinem teuren Sportwagen fährt er eine Radfahrerin an, die sich später als Leiterin einer Sonderschule entpuppt. Kathrin, die Schulleiterin, will Gabor nicht anzeigen und sie will auch kein Schmerzensgeld von ihm, sondern verlangt anstatt dessen, dass er fünf Sonderschülern das Tanzen beibringt. Der aggressive Marvin, die verstummte Lisa, der überdrehte Vinnie, die übergewichtige Jennifer und der Waise Felix haben natürlich genauso wenig Lust auf die Aktion wie Gabor selbst, aber ablehnen kann er die Forderung nicht, weil Kathrin einiges gegen ihn in der Hand hätte und seine kostbare Karriere auf dem Spiel stehen würde. Doch als er immer mehr Zeit mit seinen Tangokids verbringt, lassen ihn deren Schicksale nicht mehr los und zwingen ihn sich auch mit seiner eigenen schwierigen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Spätestens als schließlich einer seiner Tanzschüler schwer erkrankt und mit dem Tod ringt, muss Gabor einsehen, dass sich nicht alle Probleme mit Macht und Geld lösen lassen.


Andreas Izquierdos Geschichte lebt von den wunderbaren, facettenreichen Charakteren und ihren Verwandlungen. Der Autor hätte Gabor zu Beginn des Romans nicht besser als einen furchtbaren Lackaffen darstellen können - dass sein Leben nicht so perfekt sein konnte, wie es nach außen hin scheint, wird dem Leser allerdings schnell klar, ich war gefesselt und wollte unbedingt herausfinden, was ihn wirklich zu dem Mistkerl gemacht hatte, der er nun war. Die Schulleiterin Kathrin ist das absolute Gegenteil - lebensfroh, schrullig, esoterisch und schlichtweg verrückt. Sie durchschaut Gabor von Anfang an und nimmt sich vor, ihm zu zeigen, worum es im Leben wirklich geht - mit schwererziehbaren Kindern kennt sie sich schließlich aus. Die fünf Tanzschüler, die Kathrin für das Tanzprojekt zumindest halbwegs begeistern kann, bringen alle ihre ganz eigenen tragischen Geschichten mit sich, die mich als Leserin besonders berührt haben. Schnell tanzen sich die Kinder in die Herzen des Lesers und auch in Gabors. Während er (häufig vergeblich) versucht die Probleme der Kinder zu lösen und dabei selbst oft in Schwierigkeiten gerät, durchläuft er eine beeindruckende und absolut glaubwürdige Verwandlung vom Mistkerl zu einem liebenswerten Helden.


Um ehrlich zu sein, fiel mir der Einstieg in die Geschichte nicht ganz leicht (vielleicht gerade weil Gabor zu Beginn ein solcher Lackaffe ist), aber dann haben sich Gabor und seine Kids doch ganz schnell in mein Herz getanzt, sodass ich das Buch innerhalb weniger Tage verschlungen habe. Die Geschichte hat mich oftmals zum Lachen gebracht, aber gleichzeitig gab es auch sehr viele traurige Passagen, die mich zum Nachdenken brachten. Ich glaube, wenn ich den unterhaltsamen, mitreißenden und tiefsinnigen Roman mit einer anderen Geschichte vergleichen müsste, würde "Ziemlich beste Freunde" dem "Club der Traumtänzer" am nächsten kommen. Oh, jetzt, wo ich dies gerade schreibe, finde ich, dass sich der Roman auch ganz wunderbar verfilmen lassen würde. Au ja! An all die Regisseure und Produzenten, die zu unserer Kuddelmuddel-Leserschaft zählen: Bitte verfilmt dieses wunderbare Buch!

Welches Buch habt ihr zuletzt gelesen? Wäre dieser Roman was für euch?

Mittwoch, 1. Juli 2015

Selbstgemachtes Bananen-Erdbeer-Eis

Ein richtig leckeres und erfrischendes Eis, das quasi kein Fett und auch nur natürlichen Zucker enthält und dabei auch ganz einfach zuhause mit nur zwei Zutaten (!) zubereitet werden kann - bis vor kurzem hätte ich vermutet, dass es soetwas nur in der Welt von Disney gibt. Momentan sprudelt die Blogger- und Pinterestwelt nur so vor lauter gesunder Eis-Rezepte auf Basis von... Bananen. Jep, richtig gelesen. Überall wird versprochen, dass gefrorene Bananen nach einer kurzen Runde im Mixer die gleiche cremige Konsistenz hätten, wie richtiges Sahneeis. Natürlich war ich da erstmal sehr skeptisch und natürlich musste ich das Ganze schnellstmöglich selbst ausprobieren.


Für 2 Portionen:
3 Bananen
eine Handvoll Erdbeeren

Zuerst schält ihr die Bananen, schneidet sie in dünne Scheiben (oder lieber in noch kleinere Stückchen) und friert sie in einem Gefrierbeutel oder in einer Dose über Nacht ein. Das Gleiche macht ihr auch mit den Erdbeeren. Laut Pinterest könntet ihr das Obst am nächsten Tag einfach direkt in den Standmixer geben und hättet dann innerhalb weniger Sekunden ein cremiges Eis, aber... das hat bei mir nicht so richtig geklappt. Als ich den Mixer mit dem gefrorenen Obst eingeschaltet hatte, tat sich erst einmal gar nichts. Mein Mixer hat mir bislang immer treue Dienste geleistet, hat für mich Zucker in Puderzucker und gefrorenes Obst und Gemüse in bunte Smoothies verwandelt, aber mit den vielen steinharten Bananen wollte es zunächst nicht so richtig klappen. Erst als sie ein wenig angetaut waren und ich sie mühsam mit der Hand halbwegs auseinander gebrochen hatte (und mir dabei mindestens Erfrierungen zweiten Grades zuzog), konnte mein Mixer endlich was mit ihnen anfangen. Die Konsistenz des Eises war dann auch tatsächlich cremig, aber nicht so fest, dass man mit dem Eislöffel richtige Kugeln formen konnte. Vielleicht hätte man das fertig pürierte Eis nochmal extra einfrieren müssen, aber so geduldig war ich nicht - ich wollte das Eis ja endlich probieren!


Ganz ehrlich: Das Eis ist lecker. Richtig schön fruchtig und cremig. Das sage ich aber auch als jemand, der ohnehin gerne Bananeneis (also echtes) isst. Ich möchte an dieser Stelle nicht behaupten, dass man die Bananen als Eisbasis nicht deutlich herausschmecken würde, aber wenn man noch mehr Erdbeeren (oder was auch immer) hinzugeben würde, wäre der Bananengeschmack sicherlich nicht mehr so intensiv. Ich habe auch gelesen, dass man anstatt der Erdbeeren einfach etwas Erdnussbutter und Kakaopulver mit in den Mixer geben könnte, um so ein köstliches Schoko-Erdnuss-Eis zu zaubern. Das klingt auf jeden Fall auch sehr verlockend und wird demnächst nochmal ausprobiert. Natürlich bieten sich auch zig weitere Variationen an, 3 Bananen sind dabei für 2 Portionen ein guter Richtwert. Wenn das Eis zu fest wird, könnt ihr einfach ein Schlückchen Wasser oder Fruchtsaft hinzugeben. Das Bananen-Erdbeereis kommt zwar nicht ganz an richtiges italienisches Eis heran, aber dafür enthält es nur Fruchtzucker, ist fettfrei, laktosefrei, vegan und paleo. Unsere cleveren Vorfahren aus der Steinzeit hatten bestimmt größten Spaß daran im Sommer Obst aus ihrer Eishöhle zu holen und zu einer cremigen, erfrischenden Masse zu mörsern.


Wäre diese gesunde Eisvariante etwas für euch? :-)