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Freitag, 30. Oktober 2015

Monatslieblinge: Oktober

Juhu, der Herbst ist da! Auch wenn wir den Sommer sehr genossen haben, freuen wir uns jetzt aber auch über bunte Herbstbäume, kuschelige Nachmittage und heiße Schokolade. Falls ihr euch wundert - Resi lebt übrigens noch, bald wird sie hier auch wieder aktiver sein. Die letzten Wochen waren ganz schön turbulent und aufregend - für den Blog und auch privat haben wir "hinter den Kulissen" gerad einiges zu tun, seid gespannt! Ansonsten haben wir den Oktober übrigens so verbracht:

Jule: Jojo Moyes - After You
Resi: Erste Adventsinspirationen
Juli:Pettersson & Findus



Jule: Harry Potter!
Resi: Pettersson & Findus
Juli: Pettersson & Findus




Jule: Nähen wie eine Verrückte (als Ausgleich zur Examensarbeit)
Resi: eine Nemo-Laterne basteln
Juli: Chaos




Jule: neues kariertes Hemd aus Dublin
Resi: Herbststiefel aus Dublin
Juli: Fuchshose, die Jule gemacht hat




Jule: meine neue graue Wohnzimmerwand samt neuer Kerzen
Resi: Schoko-Duftkerze
Juli: Mandarinen (auch wenn die bei einer Mandelentzündung besonders blöd wehtun)

Wir freuen uns morgen und übermorgen auf Besuch von der lieben Lulu und wünschen euch auch ein schönes Halloween-Wochenende!


Donnerstag, 22. Oktober 2015

DIY: Wohnzimmer-Makeover und Gallery Wall

Ich war nie ein rosa Glitzer-Mädchen, das Prinzessin werden oder auf Einhörnern reiten wollte. Wenn man mich heute nach meiner (sich ständig ändernden) Lieblingsfarbe fragen würde, wäre rosa jedenfalls garantiert nicht meine Antwort. Von daher frage ich mich mittlerweile selbst, wie ich überhaupt auf die Idee kommen konnte, meine Wohnzimmerwand beim Einzug altrosa zu streichen. Versteht mich nicht falsch, ich habe mich in meiner Wohnung schon immer sehr wohl gefühlt und fand die Wand anfangs auch ganz schön, aber so richtig identifizieren konnte ich mich mit der altrosa Wand nie - insofern man sich überhaupt mit einer Wand identifizieren kann. Nun ja. In den letzten Monaten ging mir die altrosa-grün-Kombi im Shabby-Chic-Style dann wirklich ganz schön auf den Keks und ich wollte endlich eine Veränderung - natürlich genau in der Hauptsaison finanzieller und zeitlicher Engpässe. Meine kleine Wohnzimmerrenovierung sollte also möglichst günstig und schnell zu bewältigen sein und dabei gleichzeitig natürlich auch noch (wie immer) meinen ziemlich genauen Vorstellungen entsprechen und die waren vor allem frischer, grau-blau, schwarz-weiß, etwas skandinavisch angehaucht und einfach mehr ich.

 
Dieser Eintrag ist nun nicht wirklich eine DIY-Anleitung, sondern eher ein... Baustellenbericht. Aber erst einmal von vorne. Alle, denen ich von meinem Wunsch nach einer grau-blauen Wand erzählte, waren nicht ganz so begeistert von meiner Idee: "Oh, aber nicht zu dunkel! Das macht den Raum nachher zu klein! Lieber etwas heller!". Ich stehe zwar stets zu meiner eigenen Meinung, aber bei Entscheidungen berücksichtige ich gerne auch den Rat von Familie und Freunden. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie froh ich bin, dass ich dieses Mal alle Ratschläge ignoriert habe und mir trotz aller Warnungen ein sattes Grau-Blau im Baumarkt meines Vertrauens anrühren ließ. Ich liebe die Farbe. 

(Falls sich jemand fragt: In dem Glas befindet sich köstliche Lakritz-Schukreide - für jeden, der auf der richtigen Seite des Lakritzäquators aufgewachsen ist, eine Delikatesse!)

Das Streichen ging auch ganz schnell und zum Glück reichte auch eine Farbschicht aus, um das Altrosa komplett verschwinden zu lassen. Mit meinen 1,58 m liebe ich meine Wohnung im Fachwerkhäuschen ganz besonders für ihre niedrigen Decken und so brauchte ich nicht einmal eine Leiter oder einen Stuhl, um die Wand komplett streichen zu können. Genauso besessen wie von der grauen Wand, war ich von der Idee meine Stühle schwarz-weiß zu lackieren. Die recht alten IKEA-Stühle hatte ich beim ersten Auszug von meiner Oma veerbt bekommen und bevor Resi und ich damals zusammenzogen, hatten wir die drei Stühle eigenhändig in verschiedenen Rosatönen gestreift lackiert. Bevor ich die Stühle nun umlackieren wollte, versuchte Resi mich daran zu erinnern, wie aufwendig das Projekt damals gewesen sei, obwohl wir zu zweit gewesen waren, aber um ehrlich zu sein, konnte ich mich nur noch daran erinnern, dass wir während des Lackierens bei uns im Keller sämtliche Westlife-Alben aufgedreht hatten. Nun ja. Ich neige dazu unschöne Dinge einfach komplett zu vergessen und mir nur die schönen Aspekte zu merken. Wie dem auch sei - Resi hatte Recht und das Lackieren der Stühle war unglaublich aufwendig, hat mir überhaupt keinen Spaß gemacht und ich werde sie never ever nochmal neu lackieren. Bitte erinnert mich daran. Natürlich bin ich letztendlich froh, dass ich die Stühle umlackiert habe, ich finde sie richtig hübsch und sie passen nun super zum restlichen Wohnzimmer, aber... man, war das eine Arbeit. Zuerst mussten die Stühle abgeschliffen werden und weil ich weder einen Kellerraum, noch einen Balkon, noch einen Garten besitze, musste ich das einfach vor der Haustür bzw. an der Straße machen, zur Belustigung aller Passanten. Never mind. Nachdem ich mir die Finger blutig geschmirgelt hatte, wurden die Stühle dann gründlich weiß lackiert. Als ich dachte, sie wären trocken genug, wurden sie stundenlang in gleichmäßigen Streifen-Abständen sorgfältig abgeklebt, bevor dann die erste Schicht schwarzer Lack aufgetragen werden konnte. Der hat aber nicht gedeckt. Also mussten die Stühle über Nacht trocknen, bevor die zweite Schicht Lack aufgetragen werden konnte und ich etwas später dann das Klebeband abziehen konnte, um dann nur festzustellen, dass der weiße Lack nicht trocken genug gewesen war und teilweise direkt am Klebeband hängen blieb. Nun ja. In einigen Jahren werde ich vergessen haben, wie viel Zeit und Arbeit ich in das Lackieren der Stühle gesteckt habe und es vermutlich für eine grandiose Idee halten, sie in einer anderen Farbe anzupinseln - haltet mich unbedingt davon ab!


Passend zu den Stühlen musste dann auch noch ein schwarz-weißer Teppich her, den ich im H&M-Sale für 15€ ergatterte (leider schon ausverkauft). Gleichzeitig war ich auch auf der Suche nach ein bisschen neuer Deko in Kupertönen, die ich momentan total liebe. Die Kerzen fand ich dann teils in Dublin und teils in Krimskrams-Läden in Marburg. Auf meine Hemnes-Kommode soll (rechts) außerdem noch eine hübsche, frische Grünpflanze, aber bisher habe ich noch keinen Übertopf gefunden, der meinen Vorstellungen entspricht und der ist ja mindestens genauso wichtig wie die Pflanze an sich. Vielleicht wäre eine Lampe auf der Kommode auch noch schön und wenn wir schon bei Lampen sind, vielleicht wäre eine schwarze Metall-Lampe im Industrie-Stil in der Ecke beim Sofa auch schön. Und ein neues Sofa. Nun gut. Bleiben wir mal realistisch. Im Moment ist kein neues Sofa drin und das alte ist wenigstens unglaublich gemütlich, wenn auch nicht nicht so hübsch wie ein Ektorp. Es gibt ja auch Wichtigeres, wie zum Beispiel eine neue Fotowand (oder im Pinterest-Jargon: Gallery Wall). Ich hatte mich an meinen golden besprühten Nyttja-Rahmen satt gesehen, wollte unbedingt neue Motive an der Wand und das am liebsten in verschiedenen Holzrahmen. Alle Rahmen, die nun an der Wand hängen, sind Flohmarktfunde, die entweder meine Eltern für mich ergattert haben oder die ich selbst gefunden habe. Auf diese Weise ist ganz schnell eine wunderbar "bunte" Rahmensammlung zustande gekommen.


Habt ihr auch eine Fotowand in eurer Wohnung? Oder haben euch die aufwendigen Anleitungen und "Tipps" im Internet abgeschreckt? Falls ihr auf Pinterest schon einmal nach "Gallery Walls" gesucht habt, ist euch vielleicht aufgefallen, dass es auf der einen Seite richtig viele schöne Ideen und Inspirationen gibt, aber auf der anderen Seite tun Interior-Blogger gerne mal so, als würde hinter einer eigentlich simplen Fotowand Rocket Science stecken. Ich meine... glaubt jemand wirklich, dass es notwendig ist, für alle Rahmen, die an der Wand sollen, Papierschablonen zu erstellen und diese vorab an die Wand zu kleben, um die perfekte Anordnung der Rahmen auf den Nanometer genau abzustimmen? Ich bin nun wirklich kein risikofreudiger Mensch, aber auch ohne ein solches Theater ist meine Fotowand doch gar nicht so schief und krumm geworden, oder?


Gemeinsam mit Resis Unterstützung habe ich die schönsten Rahmen aus meiner (viel zu großen) Rahmensammlung ausgewählt, sie auf dem Fußboden schnell so angeordnet, wie ich sie gerne haben wollte und dann habe ich einfach angefangen den Rahmen in der Mitte, als Ausgangspunkt für alle anderen Rahmen, an die Wand zu hämmern. Das dauerte insgesamt keine 20 Minuten. Selbst wenn keine zweite Person da ist, die "Ein bisschen weiter rechts! Nein, das andere Rechts!" ruft, sieht man doch selbst ganz gut, wie der Abstand zu den anderen Rahmen ist und ich finde ein bisschen Imperfektion ohnehin schöner als penibel gemessene Winkel. Die Rahmen wurden übrigens ohne Inhalt an die Wand gebracht, ohne dass ich überhaupt schon wusste, was ich einrahmen möchte. Das wurde erst später entschieden. Erst einmal ging es mir um die Anordnung der Rahmen und an diese wollte ich den Inhalt dann später anpassen. Natürlich kann/sollte man auch im Vorfeld überlegen, was überhaupt an die Wand soll, aber Fotos habe ich eigentlich immer genug :D.


Um später nach passenden Motiven für die Rahmen zu suchen, habe ich erst einmal eine grobe Skizze der Rahmen angefertigt und notiert, wie groß welcher Rahmen ist. Möglicherweise wurde mein risikofreudiges Sofort-Aufhängen der Rahmen dadurch kompensiert, dass ich die Skizze anschließend 1:1 in Photoshop übernommen habe, um dort quasi eine virtuelle Fotowand zu erstellen, um zu ermitteln, welche Motive gut nebeneinander passen. Das ist natürlich auch nicht wirklich notwendig, aber mir hat diese Bastelei auf jeden Fall bei der schweren Motivwahl geholfen.


Fotos bestelle ich seit Jahren bei Aldi Foto und bin bisher immer super zufrieden mit der Qualität gewesen. Teilweise hatten die Rahmen sehr seltsame Formate (wie z.B. 17x12) und die Motive habe ich dann jeweils in einem Dokument in der Größe des nächstgrößten Fotoformat angeordnet (in dem Fall 18x13) und dann in der Größe bestellt, so konnte ich sicherstellen, dass das Motiv dann die passende Größe für den Rahmen hat. Wie ihr seht, ist es letztendlich ein Mix aus Fotos aus meiner Herzstadt Dublin, einem Foto von Juli und mir, schönen Zitaten und hübschen Grafiken geworden. Die Fotos habe ich selbst geschossen, das "Don't follow your dreams. Chase Them."-Zitat habe ich schnell selbst getippt  und die übrigen Prints (Freebies), habe ich hier gefunden: Geometrisches Herz, kleine Muster, What if I fall, Federn, Sukkulenten, Don't ever lose your sense of wonder


Hach, ich liebe die Auswahl total. Besonders mit der Wandfarbe. Insgesamt bin ich rundum zufrieden mit meiner neuen Wandgestaltung, die sich nun wieder viel mehr nach mir anfühlt. Zur rechten Seite hin ist noch etwas Platz an der Wand und vielleicht werde ich mit der Zeit noch ein paar weitere Rahmen aufhängen, aber im Moment reicht es mir so erstmal und wenn ich erst einmal eine geeignete Grünpflanze mit passendem Übertopf gefunden habe, muss ich das Gesamtbild nochmal auf mich wirken lassen. Ich freue mich auch schon darauf, meine Weihnachtsdeko dieses Jahr vor der grauen Wand anordnen zu können (und vielleicht auch ein paar neue Teile zu besorgen). Der Rest meines Wohnzimmers, die "Arbeitsseite", sieht übrigens noch aus wie immer und damit bin ich auch zufrieden. Es gäbe gar keine andere Möglichkeit als all meine Uni- und Schulmaterialien in sperrigen Regalen unterzubringen, mein Retro-Röhrenfernseher kann auch nicht eleganter platziert werden und das geordnete Chaos an der Wand über meinem Schreibtisch, mit meiner Collage und meiner selbstgebastelten Pinnwand, mag ich auch einfach immernoch sehr. Das ist quasi der Ausgleich zur ordentlichen Gegenhälfte, die man zuerst erblickt, wenn man die Wohnung betritt.

(Hier noch ein kleiner Blick ins Schlafzimmer, das sich seit Einzug übrigens nicht großartig verändert hat, weil mir die türkise Wand und meine Dublin-Gallery-Wall noch immer sehr gefallen)

Jetzt fühle ich mich wieder richtig wohl in meiner kleinen Fachwerkhauswohnung. Mal sehen, was mir als Nächstes einfällt. Die Stühle werde ich jedenfalls nicht Umlackieren ;-).



Sonntag, 18. Oktober 2015

Juli backt: Marmeladen-Mandel-Kekse & Unboxing der September-Degustabox

Ich liebe es Julis Patentante zu sein. Ich weiß überhaupt nicht mehr, wie ich meine freien Nachmittage verbracht habe, bevor Juli mich herumkommandiert hat. Sobald Juli mir die Tür öffnet, sprudelt es nur so aus ihm heraus: "Jule! Ich mache gerade das Grüffelo-Puzzle! Und ich höre auch den Nemo! Willst du mitpuzzlen? Und den Nemo hören? Ja? Okay! So machenwa das! Jule, komm!". Ich liebe es. Mittlerweile ist Juli natürlich auch schon groß genug, dass ich viele meiner Leidenschaften richtig gut mit ihm teilen kann: Lesen, Basteln, Backen, Kochen und... äh, Puzzlen. Ganz egal, was gerade in der Küche los ist, Juli kommt immer angeflitzt, schnappt sich seine kleine Schürze, schiebt den Hocker an die Arbeitsplatte und möchte helfen. Manchmal fragt er auch von alleine, ob wir backen können und natürlich kann ich da nur selten Nein sagen. Erst recht nicht, wenn sich ein Glas Erdbeerkonfitüre von Zentis aus der aktuellen Degustabox so wunderbar dafür anbietet, um köstliche Marmeladen-Mandel-Kekse zu backen.


Natürlich weiß Juli auch längst ganz genau, was wir zum Backen alles brauchen und dass wir, bevor wir unsere Schürzen anziehen, unsere Hände waschen müssen - das macht Posy, die kleine Maus in einem seiner Lieblingsbücher (Pip & Posy und das Gruselmonster), nämlich auch so, bevor sie mit dem Mixen beginnen kann. Juli besteht mittlerweile nicht nur darauf, alle Zutaten alleine in die Rührschüssel zu geben und alleine zu mixen, sondern auch mindestens die Hälfte des Teiges nochmal zu probieren. Vor einem Jahr hätte er auf gar keinen Fall etwas so klebriges wie Keksteig freigwillig angefasst, aber nun versucht er eifrig und unter voller Konzentration den Teig genau so zu kneten und zu rollen, wie es ihm vorgemacht wird ("So, Jule?"). Gleichzeitig weiß er aber auch ganz genau, was er nicht darf und ist auch immer sehr vorsichtig: "Pass auf, Jule! Der Herd ist heiß!". Er ist wirklich ein richtig guter kleiner Bäcker.


Auch wenn die Adventszeit nun naht, sind Juli und ich beide der Meinung, dass man Kekse das ganze Jahr über backen sollte und nicht nur zur Weihnachtszeit. Man isst ja auch jahreszeitenunabhängig Kekse, also kann man sie ja auch ruhig selbst backen und Kekse zu backen macht ja noch mehr Spaß als Kuchen zu backen. Falls ihr nun auch Lust auf Kekse habt, erzähle ich euch jetzt jedenfalls, wie ihr die knusprig-köstlichen Marmeladen-Mandel-Kekse in nur 30 Minuten nachbacken könnt.


Für etwa 30 Kekse:
115 g Butter (weich)
125 g Zucker
1 Ei (getrennt)
1 TL Vanillearoma
175 g Mehl
eine Prise Salz
25 g gemahlene Mandeln
100 g Erdbeerkonfitüre (oder Himbeere oder ...)

Zuerst heizt ihr den Backofen auf 170°C vor und legt zwei Backbleche mit Backpapier aus. Für den Keksteig schlagt ihr erst die Butter mit 100 g (!) des Zuckers schaumig, bevor ihr das Eigelb, das Vanillearoma und das Salz hinzugebt. Anschließend mixt ihr das Mehl unter die Masse und knetet alles zu einem glatten Teig. Bevor ihr die Kekse formt, vermischt ihr die gemahlenen Mandeln mit dem übrigen Zucker auf einem Teller und gebt das Eiweiß in eine kleine Schüssel. Den Teig formt ihr nun zu kleinen Kugeln, die ihr erst in das Eiweiß tunkt und dann in der Zucker-Mandel-masse wälzt. Anschließend drückt ihr die Kugeln mit der Handfläche etwas platt und drückt mit dem Daumen eine Mulde in die platte Kugel (deshalb heißen die Kekse auf Englisch übrigens "Thumbprint Cookies"), die ihr dann auf das Backblech legt. Die Kekse werden nun für 10 Minuten gebacken, bevor ihr sie wieder auf dem Ofen holt und...


... die Mulde in den Keksen noch einmal nachdrückt (denkt an Julis Worte: "Vorsichtig, das ist heiß!") und etwas Lieblingsmarmelade in jede Mulde gebt. Nun werden die Kekse noch einmal für 10-12 Minuten in den Ofen geschoben bis sie leicht goldbraun sind und die ganze Wohnung nach köstlichen Keksen duftet :-).


Wie immer zeige ich euch auch noch in einem kleinen Review, was dieses Mal, neben der Konfitüre von Zentis, in der Degustabox steckte, die wir auch diesen Monat wieder für einen Kuddelmuddel-Test* erhalten haben.


Da ich gerade mitten in einer besonders blöden Erkältung steckte, als die Box eintrudelte, habe ich mich besonders über die Gletscherminze-Bonbons von Ricola gefreut. Das Chai Latte Pulver von Krüger fand ich ebenfalls super und in der Sorte "Exotic India", mit der feinen Kokos-Mandel-Note, besonders lecker und perfekt für gemütliche Herbstnachmittage - genau wie die köstlichen ChocOlé von DeBeukelaer. Außerdem gab es noch zwei Tüten Kruspers (Honig & Senf und Sour Cream) von funny-frisch, Schaumbananen von Banitas, Sauerkraut von HAK, FeststoffCola-Bonbons von Colarebell, einen Smart Drink von acáo und Juli durfte sich wieder über einen neuen Cars-Vitaldrink von Limuh freuen. Besonders toll fand ich auch noch die kleinen Salatdressings (Joghurt und French) von Drei Spatzen (große Verpackungsliebe!) und den Kichererbsen-Bohnen-Mix von Bonduelle, die ich für eine leckere Gemüsepfanne verwenden werde. Insgesamt hat mir diesen Monat der Mix an Küchenbasics und außergewöhnlichen Snacks besonders gut gefallen. Hiermit bekenne ich mich außerdem als Mitglied im Club der anonymen Schokobananen-Liebhaber. Pssst!

Falls ihr die Degustabox auch testen möchtet könnt ihr sie hier im Abo für 14,99€/Monat bestellen.

*Sponsored Post: Vielen Dank an das Team von Degustabox, das uns die Box zum Testen zur Verfügung gestellt hat. Obwohl dieser Eintrag Werbung für die einzelnen Produkte enthält, entsprechen meine Kommentare meiner ehrlichen Meinung und mir hat die Box wirklich wieder gut gefallen :-).



Montag, 12. Oktober 2015

Buchtipp: Nur einen Horizont entfernt

Im Herbst erscheinen meist die tollsten neuen Bücher. An sich ist das natürlich super, aber dieses Jahr ist es vor allem... total gemein! Eigentlich sollte ich Bücher zum Thema Gamification wälzen und all die interessanten Erkenntnisse möglichst klug und geistreich in meiner Examensarbeit miteinander verknüpfen. Was ich im Moment jedenfalls nicht (zu viel) lesen sollte sind Jojo Moyes Fortsetzung von "Ein ganzes halbes Jahr", den letzten Band der "Silber"-Trilogie von Kerstin Gier oder überhaupt eines der Bücher meines Bücher-die-ich-sofort-lesen-will-Stapels. Hmpf. Möglicherweise ist es dann auch keine wirklich gute Regelung ein Buch besonders schnell zu lesen, um nicht mehrere Tage abgelenkt zu sein und sich besser auf die Fachliteratur konzentrieren zu können. Schnell Lesen bedeutet hierbei nämlich, ein Buch innerhalb von zwei Tagen zu lesen, damit es danach "weggelesen" ist. Aber das mache ich natürlich trotzdem. Besonders, wenn das Buch so wunderbar herzerwärmend und überraschend wie Lori Nelson Spielmans "Nur einen Horizont entfernt" ist.


Der Roman dreht sich um die eigentlich erfolgreiche TV-Moderatorin Hannah Farr, die sich ihren Freunden und Kollgegen gegenüber meist sehr verschlossen und distanziert verhält. Während ihr Job plötzlich auf der Kippe steht und sie gleichzeitig sehnlichst darauf wartet, dass ihr Freund Michael, von Beruf Bürgermeister und sehr auf sein Image fokussiert, ihr endlich einen Antrag macht, spielen plötzlich zwei Kieselsteine eine große Rolle in Hannahs Leben.. Die Idee zwei Steine, sogenannte Versöhnungssteine, zu verschicken stammt von Fiona, einer Erzfeindin Hannahs aus Schulzeiten. Der Absender verschickt zwei Steine - einen, um den Empfänger um Vergebung zu bitten und einen weiteren, damit der Empfänger ebenfalls jemanden aufrichtig um Vergebung bitten kann. Fionas scheinbar wunderbares Versöhnungskonzept wird von den Medien gefeiert und erreicht schließlich auch Hannahs TV-Show. Zunächst weiß jedoch niemand, dass Hannah selbst bereits auch zwei Versöhnungssteine erhalten hat - sie wird von Fiona persönlich um Vergebung gebeten für das, was sie ihr in der Schule angetan hat und Hannah weiß auch sofort, wen sie selbst um Vergebung bitten sollte: Ihre Mutter, zu der sie den Kontakt als Jugendliche komplett abbrach. Die zwei Kieselsteine schicken Hannah nicht nur auf eine große emotionale und überraschende Reise in ihre Vergangenheit, sondern führen sie zufällig auch zu RJ, dem liebenswürdigen Besitzer eines Weinguts, ganz in der Nähe ihrer Mutter. Während Hannah sich, auch auf das Drängen ihrer Freundin Dorothy, ihrer Vergangenheit nicht stellen möchte und sich weiterhin an ihre "Wahrheit" klammert, scheint RJ der rettende Anker zu sein, den sie so dringend braucht. Kurzum: Die Versöhnungssteine stellen Hannahs Leben auf den Kopf und lassen sie erkennen, worum es im Leben wirklich geht.


Hannah war mir als Protagonistin auf Anhieb sehr sympathisch. Zweitweise sind ihre Handlungen und Gedankendenke zwar sehr naiv, sodass ich sie hin und wieder gerne geschüttelt hätte, aber wer ist denn manchmal nicht in wichtigen Situationen ein wenig zu gutgläubig? Gleichzeitig wollte ich als Leser unbedingt erfahren, was Hannah ihrer Mutter als Jugendliche angetan hat und war sehr überrascht, als sie sich ihrer Vergangenheit endlich stellt und ihr Geheimnis offenbahrt. Dorothy, Hannahs erblindete Fast-Schwiegermutter, war einer meiner Lieblingscharaktere. Während sie ihre eigene Vergangenheit aufdeckt, bringt sie nicht nur Hannah mit ihren Lebensweisheiten auf den richtigen Weg, sondern hat auch mich als Leserin oft zum Nachdenken gebracht. Obwohl Michael Hannah auf der einen Seite die Beständigkeit und die Sicherheit gibt, die sie dringend braucht, war mir ihr Partner von Beginn an ein Dorn im Auge - ebenso wie ein Teil ihrer Kollegen. RJ hingegen fand ich von Beginn an so wundervoll, dass ich mich eigentlich direkt mit-verliebt habe. Er ist einfach so witzig und charmant und toll und somit schon fast einer meiner liebsten Buch-Charaktere of all times. Sollte der Roman jemals verfilmt werden, plädiere ich hiermit offziell dafür, dass RJs Rolle von Mark Ruffalo besetzt wird. So, hätten wir das auch geklärt.


Ich habe im Vorfeld recht viel Schlechtes über Lori Nelson Spielmans zweiten Roman gelesen, hauptsächlich von Leuten, die ihr erstes Buch, "Morgen kommt ein neuer Himmel", im Vergleich super fanden. Ich habe Spielmans ersten Roman gerne gelesen und obwohl mir die Grundidee und Spielmans Schreibstil sehr gut gefielen, erschien mir die Story letztendlich ziemlich unglaubwürdig. Der zweite Roman gefiel mir insgesamt viel besser. Ich habe schnell in die Geschichte hineingefunden und obwohl ich mir zeitweise sehr sicher war, die restliche Handlung durchschaut zu haben, verging mir der Spaß an der Story überhaupt nicht. Umso größer war die Überraschung über den unerwarteten und bedeutsamen Twist in der zweiten Buchhälfte, der mich quasi zwang den Roman in einem Rutsch zuende zu lesen. 


Das Motiv der Vergebung wurde von Spielman sehr gut verpackt und "Nur einen Horizont entfernt" ist für mich eine perfekte Herbstlektüre - unterhaltsam, gefühlvoll, leicht, aber gleichzeitig auch tiefgründiger als erwartet. Genau das Richtige für einen Sonntagnachmittag mit heißer Schokolade auf dem Sofa. Wenn man nicht gerade an seiner Examensarbeit arbeitet, natürlich. Da ich viele Bücher bevorzugt auf Englisch lese, möchte ich noch anmerken, dass Spielmans Romane zu den wenigen Büchern zählen, deren deutsche Cover ich viel, viel schöner als die Englischen finde. Ich weiß, don't judge a book by its cover und so, aber wenn man schon die Wahl hat?!

So, womit könnte ich mich nun ablenken? Was lest ihr gerade Schönes?

Dienstag, 6. Oktober 2015

Potter's Pumpkin Pie (Kürbiskuchen)

Ich wünschte, Halloween hätte eine größere Rolle in meiner Kindheit gespielt. Ich bin mir nicht sicher, ob es daran liegt, dass ich in einer beschaulichen, etwas hinterweltlichen Kleinstadt aufgewachsen bin, aber die "Süßes, sonst gibt's Saures"-Welle schwappte erst in mein Bewusstsein, als ich eigentlich schon etwas zu alt war, um verkleidet nach Süßigkeiten bettelnd durch die Nachbarschaft zu ziehen. Ein Jammer! All die Halloween-Parties, die ich mit meinen Schulfreunden hätte feiern können, wenn ich doch nur rechtzeitig gewusst hätte, dass es Halloween gibt. Um ehrlich zu sein, kann ich gar nicht genau sagen, ob ich den "Trick or Treat"-Brauch und ausgeschnitzte Kürbisfratzen überhaupt schon kannte, bevor ich als 11-jähriger Bücherwurm damit konfrontiert wurde, dass Harry Potter Halloween in Hogwarts feierte. Und Halloween in Hogwarts klang, abgesehen vom blöden Troll, einfach nur wunderbar - diese schaurig-schöne Atmosphäre und all die Köstlichkeiten! Seit ich dieses Szenario, vertieft in meine Lesewelt, miterlebt habe, wollte ich (neben Butterbier und Schokofröschen) schon immer einmal richtigen Pumpkin Pie, also Kürbiskuchen, probieren. Als ich neulich, einige Tage bevor mich eine liebe Freundin besuchte, im Chefkoch-Magazin auf ein Rezept für genau diese Köstlichkeit gestoßen war, war schnell klar, dass ein Besuch die perfekte Gelegenheit war, um endlich wirklich einmal einen Kürbiskuchen zu backen und zu probieren.

Für eine 26er Tarte-Form:
Teig:
250g Mehl
1/2 TL Backpulver
75 g Zucker
125 g Butter (weich)
1 Ei
Kürbiscreme:
350 g Kürbisfleisch (am besten Hokkaido)
3 Eier
100 g brauner Zucker
1/2 TL gemahlener Ingwer
1/2 TL Muskat
1 TL Zimt
1 Prise Nelken
(oder statt all der einzelnen Gewürze 1-2 TL Lebkuchengewürz)
2 EL Ahornsirup
100 ml Schlagsahne

Zuerst verknetet ihr alle Zutaten für den Mürbeteig zu einem glatten Teig, wickelt diesen in Frischhaltefolie ein und legt ihn für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank. In der Zwischenzeit schält und schneidet ihr das Kürbisfleisch in Spalten (ein echtes Workout!), wickelt diese in Alufolie ein und gart sie bei 160°C (Umluft) für etwa 30-40 Minuten im Backofen. Danach lasst ihr die Kürbisspalten etwas abkühlen, bevor ihr es fein püriert. Um harte Kürbisstückchen und -fasern zu entfernen, solltet ihr das Kürbispüree am besten auch noch durch ein feines Sieb streichen. Nun rollt ihr den Mürbeteig gleichmäßig rund aus und legt ihn sorgfältig in die leicht gefettete Backform, sodass ihr einen 3 cm hohen Rand formen könnt. Für die Kürbiscreme schlagt ihr erst die Eier und den Zucker cremig auf, bevor ihr erst das Kürbispüree hinzugebt und anschließend die Gewürze, den Sirup und die Sahne unterrührt. Die Creme gießt ihr vorsichtig auf den Boden und dann schiebt ihr den Pumpkin Pie bei 160°C (Umluft) für etwa eine Stunde in den Ofen. Falls er zu dunkel wird, könnt ihr den Kuchen zwischendurch auch mit Alufolie abdecken. Zum Servieren könnt ihr den Kürbiskuchen mit Puderzucker bestreuen.


Wenn man sich die Arbeit nicht pratischerweise mit einer Freundin teilen kann, ist die Zubereitung schon etwas aufwendiger als die eines gewöhnlichen Rührkuchens, aber der Pumpkin Pie ist den Aufwand auf jeden Fall wert! Ich liebe so herbstliche/winterliche Gewürze (auf Englisch ja auch passenderweise als "Pumpkin Spice" bezeichnet) einfach total und mit dem Kürbisfleisch war der Kuchen richtig schön saftig, was gleichzeitig besonders gut zum knusprigen Mürbeteigboden passte.

Falls es euch auf den Fotos nicht ohnehin schon (schneller als mir) auffällt, gebe ich zu, dass unser Kürbiskuchen nicht optimal gelungen ist, was in erster Linie daran lag, dass die vermeintliche Tarteform, die ich von meiner Oma geerbt habe, eigentlich eine Obstbodenform ist. Das wusste ich aber nicht. Während wir vor dem Backen munter den Teig in die Form legten, wunderten wir uns noch überhaupt nicht über den seltsam angehobenen Boden der Form. Erst als uns später beim Anschneiden auffiel, dass der Boden verhältnismäßig dick geraten war, kamen wir zu dem Entschluss, dass wir keine Tarteform benutzt hatten, was gleichzeitig auch erklärte, warum unsere Kürbiscreme nicht komplett in die Form gepasst hatte und der Kuchenrand so dick geraten war. Und warum es bei meiner Oma nie Tarte gegeben hatte. Whoops! Aber auch mit dem etwas unausgewogenen Verhältnis von Kuchenteig zu Kürbiscreme war der Pumpkin Pie total köstlich. Selbst Juli fand ihn super und hat ein ganzes Stück aufgemampft, was wohl der ultimative Beweis dafür ist, dass der Kuchen nicht nach Gemüse schmeckt ;-).

Außerdem möchten wir uns auch noch für die große Beteiligung und die lieben Kommentare zu unserem Geburtstagsgewinnspiel bedanken und natürlich auch noch die glücklichen Gewinnerinnen bekannt geben. Wir haben die Gewinnerinnen per random.org ermittelt und freuen uns euch nun sagen zu können, wer sich über welches Geschenk freuen darf: 

Die Degustabox geht an Elena, das Bungalow-Küchentuch von wunderschön-gemacht geht an Tine H., die Superfood-Riegel von ChocQlate gehen an Doreen und der Adventskalender von Eine-der-Guten geht an Lisa. Wir haben die Gewinnerinnen bereits benachrichtigt. Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit den tollen Sachen!