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Montag, 30. November 2015

Weihnachtsbäckerei: Marzipan-Spritzgebäck, Mohn-Orangen-Schoko-Kekse & Zimt-Zucker-Herzen

Iiin der Weihnachtsbäckerei... Plätzchenbacken ist in der Vorweihnachtszeit natürlich ein absolutes Muss und ich kann mich nicht daran erinnern, dass es jemals ein Jahr gab, in dem ich in der Adventszeit keine Kekse gebacken habe. Dieses Mal ist meine liebste Zeit des Jahres, dank der doofen Examensarbeit, leider nicht ganz so entspannt, wie ich es mir wünschen würde. Da ich aber natürlich trotzdem nicht auf all die weihnachtlichen Must-Dos verzichten möchte, wurde auch dieses Jahr schon eifrig gebacken. Neulich war ich recht spontan für ein Wochenende in der Heimat und neben ein bisschen Weihnachtsshopping stand "Kekse backen" mit meiner Mutter ganz oben auf der To-Do-Liste. Normalerweise werden dabei immer die typischen Klassiker gebacken - Mürbeteigplätzchen, Heidesand, Spritzgebäck, Kokosmakronen, etc. Dieses Jahr haben wir uns bewusst dafür entschieden mal ein paar "neue" und ausgefallenere Plätzchen auszuprobieren und nach dem Wälzen einiger Backbücher entschieden wir uns (in der ersten Runde) für Marzipan-Spritzgebäck, Mohn-Orangen-Schoko-Kekse und Zimt-Zucker-Herzen.


Ich kann mich gar nicht entscheiden, welche der Plätzchen ich am liebsten mag - Marzipan, Mohn, Orange, Schoko und Zimt sind total mein Ding. Ich weiß, dass das alles schon recht speziell ist und es viele Marzipan-, Mohn- und Orangen-Gebäck-Gegner gibt (Resi verkörpert unglaublicherweise alle drei Kategorien), aber falls auch euer Herz bei diesen durchaus weihnachtlichen Zutaten höher schlägt, teile ich die Rezepte gerne mit euch.


Für ca. 30 Stück:
300 g Marzipan-Rohmasse
75 g Puderzucker
3 Eigelbe
1 Prise Salz
(Jep, mehr nicht - nicht mal Mehl!)

Zuerst verknetet ihr das Marzipan mit dem Puderzucker und knetet anschließend die Eigelbe unter den Teig. Die Teigmasse gebt ihr in einen Spritzbeutel mit Sterntülle und dann spritzt ihr nach Belieben Formen (Kringel, Wellen, Herzen, ...) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Die Kekse werden bei 200°C (Umluft 180°C) für 10 Minuten in der Mitte des Backofens gebacken und können anschließend bei Bedarf noch mit Puderzucker bestäubt oder teilweise in Schokolade getaucht werden.



Für ca. 30 Stück:
250 g Mehl
100 g gemahlene Haselnüsse
2 Päckchen geriebene Orangenschale
50 g Zucker
1 Prise Salz
1 Packung Back-Mohnmischung (250 g)
100 g Butter (weich)
1 Ei
etwas Zartbitterkuvertüre

Für den Teig mischt ihr erst das Mehl mit den Haselnüssen, der Orangenschale, dem Zucker und dem Salz. Anschließend rührt ihr mit den Schneebesen des Mixers die Mohnmischung, die Butter und das Ei unter bis ihr eine cremige Masse habt, bevor ihr dann das Mehl kurz untermixt und den Teig gut mit den Händen durchknetet. Aus dem Teig formt ihr etwa 3 cm große Kugeln, die ihr auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legt. Die Kekse werden bei 200 °C (Umluft 180°C) für 10-12 Minuten gebacken. Wenn die Kekse ausgekühlt sind, könnt ihr sie nach Belieben mit etwas geschmolzener Zartbitterkuvertüre verzieren.


Für ca. 60 Stück:
1 Ei
225 g Mehl
1 Prise Salz
160 g Zucker
3 TL Zimt
150 g Butter (weich)

Zuerst trennt ihr das Ei und stellt das Eiweiß erst einmal kalt. Für den Teig mischt ihr das Mehl, das Salz, 100g (!) des Zuckers und 2 TL (!) des Zimts. Anschließend gebt ihr die Butter und das Eigelb hinzu, verknetet alles zu einem glatten Teig und stellt diesen für mindestens eine Stunde in Folie gewickelt in den Kühlschrank. In der Zwischenzeit könnt ihr schon einmal den restlichen Zucker mit dem Zimt vermischen. Nach der Kühlzeit knetet ihr den Teig noch einmal gut durch und rollt ihn dann auf einer bemehlten Fläche etwa 2 mm dünn aus und stecht Plätzchen nach Belieben aus (natürlich braucht ihr nicht nur Herzchen verwenden). Die Plätzchen werden auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche gelegt, mit dem Eiweiß bestrichen und dem Zimtzucker bestreut (das karamellisiert wunderbar im Ofen!). Die Kekse werde bei 200°C (Umluft 180°C) 8-10 Minuten goldbraun gebacken.


Welche Plätzchen backt ihr dieses Jahr? :-)

Mittwoch, 18. November 2015

Selbstgebackenes Bauernbrot (& Unboxing der Oktober-Degustabox)

Nun, wo ihr bereits wisst, dass sich Resis Familie bald um einen weiteren Krümel vergrößert (♥), fällt es mir sehr viel leichter, euch eine mehr oder weniger sensationelle Schmalzbrot-Geschichte zu erzählen. Obwohl es in meiner Heimat legendäre, von der Stadt veranstaltete "Schmalzbrot-Abende" gibt (no joke!), habe ich selbst nämlich keinen allzu großen Bezug zu... nun ja, Schmalz. Neulich trudelte allerdings die neue Degustabox bei mir ein und neben all den anderen Köstlichkeiten, die ich euch gleich vorstellen werde, steckten in der Box zwei Päckchen (veganes) Schmalz von Deli Reform. Wie jeden Monat schickte ich Resi nach dem Auspacken ein Foto vom Inhalt der Box. Meist kommt von Resi dann direkt ein Vorschlag zur Zubereitung einer Köstlichkeit mit dem Boxinhalt oder ein ähnlicher begeisterter Kommentar. Eine Reaktion, mit der ich jedenfalls nicht gerechnet hatte, war: "SCHMAAAALZ!!!!" - gefolgt von ungefähr zwölf Herzaugen-Emojis. Ich erlebe nun ja schon Resis zweite Schwangerschaft live mit und das, was frische Pfirsiche in der Schwangerschaft mit Juli waren, scheint für Resi im Moment Schmalzbrot zu sein. Fragt mich nicht. Fragt nicht mal Resi, denn sie kann es ja auch nicht erklären. Der Pfrisich-Schmalzbrot-Gegensatz ist übrigens nur einer der vielen Unterschiede zu Resis erster Schwangerschaft, weshalb ich felsenfest davon überzeugt bin, dass Baby Nummer 2 ein Mädchen ist, das ich übrigens "Poppy" nenne, seit Resi mir vor einigen Monaten stolz berichtete, dass das Baby schon so groß wie ein Mohnkorn war. In einigen Wochen werden wir mehr wissen. Zurück zum Schmalzbrot. Nach einer sehr amüsanten Diskussion darüber, wie fotogen und blogtauglich Schmalzbrot ist, beschlossen wir, neben dem Schmalz zumindest ein köstliches, selbstgebackenes Bauernbrot bzw. Graubrot bzw. Sauerteigbrot (habt ihr noch eine andere Bezeichnung?) zu präsentieren.


Habt ihr schon mal mit Sauerteig gebacken? Nein, das hatten wir zuvor auch nicht. So gerne wie ich frisches Bauernbrot auch esse, wusste ich, um ehrlich zu sein, nicht einmal, was genau einen Sauerteig ausmacht. Nach einer kurzen Recherche war recht schnell klar, dass es grundsätzlich zwei Möglichkeiten gibt, um ein Sauerteigbrot zu backen - entweder gibt man gekauftes Sauerteig-Extrakt in den Teig oder man setzt den Sauerteig selbst an. Wir entschieden uns für die zweite Variante. Beide Versionen sind wirklich simpel, aber der Gährprozess bei dem selbstgemachtem Sauerteig dauert lediglich vier Tage länger, also plant genügend Zeit ein, wenn ihr ein frisches Bauernbrot zum Frühstück oder Abendbrot servieren möchtet.


Für ein großes oder zwei kleinere Brot(e):

Für den Sauerteig:
400 ml lauwarmes Wasser
400 g Roggenmehl

Für den Brotteig:
300 g Weizenmehl
350 g Roggenmehl
20 g frische Hefe
20 g Salz
300 ml lauwarmes Wasser

Am ersten Tag rührt ihr für den Sauerteig 100 g des Roggenmehls mit 100 ml lauwarmem Wasser in einer großen Schüssel an. Die Schüssel deckt ihr am besten mit einem Geschirrtuch (auf jeden Fall nicht luftdicht!) ab und platziert sie an einem recht warmen Ort, am besten in der Nähe einer Heizung. Nun habt ihr erst einmal 48 Stunden Zeit euch mit Schmalz einzudecken, bevor ihr euch wieder dem Sauerteig widmen müsst. Nach den 48 Stunden fügt ihr weitere 100 g Roggenmehl und 100 ml lauwarmes Wasser hinzu und lasst den Sauerteig für weitere 24 Stunden stehen. Am nächsten Tag fügt ihr die übrigen 200 g Roggenmehl und 200 ml Wasser hinzu und nun müsst ihr nur noch einmal 24 Stunden warten, bis ihr das Brot auch tatsächlich backen könnt.
Nach also insgesamt vier Tagen wiegt ihr 700 g des fertigen Sauerteiges ab und verknetet diesen mit den übrigen Zutaten für den Brotteig. Nun lasst ihr den fertigen Brotteig abgedeckt an einem warmen Ort gehen (besonders gut klappt das bei 50°C im Backofen). Nach der Stunde knetet ihr den Teig noch einmal gut durch und formt ihn zu einem großen Brotlaib (oder zwei kleineren - unser Brot war, wie ihr seht, nicht perfekt geformt und eher etwas breit, was zu recht schmalen Brotscheiben geführt hat, aber das ändert natürlich nichts am Geschmack :-)). Nun lasst ihr den Teiglaib nochmals für etwa eine halbe Stunde aufgehen, bevor ihr ihn bei 200°C für etwa 75 Minuten backt. Wenn ihr das Brot zwischendurch immer mal wieder mit kaltem Wasser bepinselt, wird es besonders schön knusprig.
Den übrigen Sauerteig könnt ihr im Kühlschrank bis zu zwei Wochen lagern, um nach Bedarf ein weiteres Brot zu backen. Hierzu fügt ihr 24 Stunden vor dem "Backtermin" 350 g Roggenmehl und 350 ml lauwarmes Wasser hinzu, stellt den Sauerteig an einen warmen Ort und am nächsten Tag könnt ihr dann schon euer Bauernbrot, wie beschrieben, backen.


Das frische Brot war einfach unglaublich köstlich! Und der Duft nach frisch gebackenem Brot in der Wohnung, herrlich! Ich werde nun versuchen auf jeden Fall öfter Brot zu backen. Ach, Resi hat mich übrigens zum Glück mitessen lassen und mir hat das vegane Schmalz von Deli Reform auf unserem frischen Bauernbrot (mit etwas Salz und frischer Kresse) auch richtig, richtig gut geschmeckt, Somit schließt sich an dieser Stelle auch die Schmalzbrot-Story. Natürlich möchte ich euch aber auch noch zeigen, was ansonsten in der in Degustabox steckte, die wir auch diesen Monat wieder für einen Kuddelmuddel-Test* erhalten haben.


Diesen Monat war die Box recht süß gefüllt und es gab die klassischen Puffreis-Schokowaffeln und Nippolono-Knusperpralinen (so lecker!) von Nippon, Leibniz Minis Black'n White, zwei Monstrous-Lutscher von Chupa Cups (zu Julis Begeisterung), Fruit Apps in den Sorten Beeren Mix und Classic Mix von Top Sweets und zwei Sorten flüssig gefüllte Kräuterbonbons von Ricola, die als "extra stark" ausgezeichnet und auch wirklich seeehr stark sind. Ansonsten gab es auch in dieser Box wieder einige Getränke: "Happy Day"-Mandarinensaft von Rauch (lecker als Schorle), drei Milchdrinks von Saliter, einen isotonischen Drink von Topfit und Grüntee-Matcha von Meßmer. Ansonsten gab es auch noch ein Vollkornbrot mit Cranberries von Pema, das auch wirklich gut geschmeckt hat, aber natürlich nicht mit unserem selbstgebackenen Bauernbrot mithalten konnte ;-).



Falls ihr die Degustabox auch testen möchtet könnt ihr sie hier im Abo für 14,99€/Monat bestellen.

*Sponsored Post: Vielen Dank an das Team von Degustabox, das uns die Box zum Testen zur Verfügung gestellt hat. Obwohl dieser Eintrag Werbung für die einzelnen Produkte enthält, entsprechen meine Kommentare meiner ehrlichen Meinung und mir hat die Box wirklich wieder gut gefallen :-).

Sonntag, 15. November 2015

DIY: Kleine Weihnachtsbäumchen für Freunde (& Buchvorstellung)

Ich glaube, ich habe hier auf dem Blog bisher jedes Jahr spätestens ab November erwähnt, wie sehr ich Weihnachten liebe. Ganz im Ernst, ich bin der größte Weihnachtsfan, den ich kenne. Ich liebe einfach alles an der Vorweihnachtszeit - die Gemütlichkeit, den Lichterglanz, die vielen Köstlichkeiten, die Aufregung, Tatsächlich... Liebe, Weihnachtsbücher mit Juli lesen, die Zeit mit Familie und Freunden und natürlich auch das Planen von Geschenken. Schon als kleines Kind habe ich es geliebt, meinen Eltern und meiner Oma Geschenke zu malen und zu basteln (vorzugsweise grandiose "Tischdecken" aus Papier, gefertigt mit der Falt-Schneide-Methode :D) und ihnen somit (hoffentlich wirklich) eine Freude zu machen. Daran hat sich bis heute nicht allzu viel geändert und ich verschenke immernoch sehr gerne mit Liebe selbstgemachte Kleinigkeiten. Nachdem ich in den letzten Jahren bevorzugt süße Leckereien im Glas (z.B. Backmischungen für Schokokekse oder Gläschen mit den Zutaten für die perfekte heiße Schokolade) verschenkt habe, werde ich meinen Lieben zur Vorweihnachtszeit dieses Jahr mit etwas ganz anderem eine kleine Freude bereiten: Mini-Weihnachtsbäume zum Zusammenbasteln und Schmücken - liebevoll verpackt in einer CD-Hülle und somit perfekt als kleine Adventsüberraschung per Post. 


Auf diese grandiose Idee bin ich in dem wohl allerschönsten Weihnachtsbuch aller Zeiten gestoßen: "Komm mit ins Weihnachtswunderland" aus dem Topp-Verlag*. Bei diesem wunderwunderhübschen Büchlein handelt es sich um kein gewöhnliches Weihnachtsbastelbuch, sondern um einen richtig tollen Begleiter durch die Adventszeit mit der "Weihnachtswunderformel". Auf der einen Seite bietet das Buch zahlreiche Inspirationen für besondere Schritt-für-Schritt-Bastelanleitungen mit verschiedensten Materialien  (Papier, Beton, Holz, Filz, ...) und auf der anderen Seite aber auch außergewöhnliche Denkanstöße für neue, weihnachtliche Rituale und auch einige tolle Rezepte. 

 
Neben all den fantastischen Ideen verstecken sich zwischen den Seiten auch noch vier kleine Wundertütchen, um dem Leser oder auch seinen Lieben eine zusätzliche Überraschung zu bescheren - dies finde ich ganz besonders toll, da ich sowas zuvor noch nie gesehen habe. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber ich werde die Wundertütchen auf jeden Fall weiterverschenken.


Die 144 Seiten von "Komm mit ins Weihnachtswunderland" sind so hübsch und mit so viel Liebe zum Detail gestaltet, dass vermutlich selbst der Grinch beim Durchblättern in Weihnachtsstimmung kommen würde. Das Buch ist dabei in vier Kapitel eingeteilt: Ankommen, Für Mich, Freude Schenken und Für Uns - auf diese Weise können Projekte und Rituale ganz gezielt ausgewählt werden, aber natürlich können z.B. auch die Basteleien aus der Kategorie "Für Mich" weiterverschenkt werden. Falls ihr also noch nicht so richtig in Weihnachtsstimmung seid oder einer lieben Person eine noch schönere Adventszeit bescheren möchtet, können wir euch dieses besondere Buch nur wärmstens empfehlen. 


Wir konnten uns bei all den weihnachtlichen Inspirationen gar nicht entscheiden, welches Projekt wir euch genauer vorstellen sollten. Wir werden auf jeden Fall auch noch (mindestens) eine Tannenbaum- oder Stern-Girlande nachbasteln, Resis Garten mit selbstgemachten Vogelfutter-Anhängern schmücken und hübsche Gläschen mit selbstgemachter Spekulatius-Creme (!!) verschenken. Nun zeigen wir euch aber erst einmal, wie ihr ganz einfach ein Kit für einen Mini-Weihnachtsbaum basteln könnt, das ihr in einer hübsch gestalteten CD-Hülle an eure Lieben schicken könnt. Ich möchte wetten, dass so ein niedlicher kleiner Weihnachtsbaum zum Zusammenbasteln jedem Empfänger ein Lächeln ins Gesicht zaubert und dazu verleitet "Oh Tannenbaum" zu summen, während das Bäumchen auseinandergefaltet und dekoriert wird.


Ihr braucht:
Tonpapier in verschiedenen Farben (gerne auch gemustert)
Stern-Motivstanzer
Golddraht (0,3-0,5 mm)
festes Transparentpapier oder Butterbrotpapier
durchsichtige CD-Hülle (ohne Innenstück)
Bastband oder Satinband
Heißklebepistole
Schere
Bastelskalpell oder Cutter
Nadel
Stempel & Stempelkisse (nach Bedarf/Belieben)

Zuerst druckt ihr euch diese Schablone in Originalgröße aus (falls ihr damit Probleme habt, sagt bescheid - ist mein erster Versuch!) und schneidet mithilfe dieser zwei große und vier kleine Tannenbäume aus - versucht dabei so genau wie möglich zu arbeiten, damit die Teile am Ende gut zusammenpassen. Die beiden großen Tannenbäume steckt ihr ganz einfach ineinander und dann schnappt ihr euch drei der kleinen Tannebäume. Diese drei Bäumchen hakt ihr an den Schlitzen vorsichtig ineinander (das sieht dann aus wie ein Quadrat, bei dem noch eine Seite fehlt). Nun werden die drei kleinen Bäumchenseiten mit dem "Kreuz" aus den großen Bäumchen verbunden. Hierzu zieht ihr die Zweige der großen Bäume durch die entsprechenden Schlitze der kleinen Bäumchen. Anschließend fügt ihr das letzte kleine Bäumchen hinzu, indem ihr dieses mit den äußeren kleinen Bäumchen verhakt, sodass sich quasi ein Kreis (oder eher ein Quadrat) um die großen Baumteile schließt. Das klingt alles kompliziert, aber wenn ihr alle Teilchen vor euch liegen habt und meine Anleitung viermal gelesen habt, macht das Sinn, versprochen! Zum Schluss zupft ihr noch alle Teile vorsichtig zurecht, sodass der Baum schön gleichmäßig aussieht und auch gerade steht. Damit ihr das Bäumchen am Ende in die CD-Hülle legen könnt, faltet ihr es vorsichtig so platt wie möglich zusammen und der Empfänger eurer Adventspost muss das Bäumchen dann nur wieder auseinanderfalten und aufstellen.

Wenn der eigentliche Weihnachtsbaum erst einmal fertig ist, ist der schwierigste Teil der Bastelarbeit schon erledigt. Für den Baumschmuck werden aus verschiedenfarbigem (oder gemusterten) Tonpapier mit einem Motivstanzer kleine Sterne (oder gerne auch andere Motive) ausgestanzt, durch die anschließend mit einer Nadel ein kleines Loch gepiekst wird, durch das dann ein Stückchen Draht als Aufhänger geknotet/gezwirbelt wird. Um auch die Verpackung hübsch zugestalten, könnt ihr aus Tonpapier Einlagen für die CD-Hülle basteln. Hierzu habe ich einfach die Einlagen einer "echten" CD als Schablone benutzt. Das vordere Cover habe ich mit "Oh Tannenbaum" bestempelt und mit ein paar übrigen Sternen verziert, das hintere Cover habe ich mit einer persönlichen Botschaft an die Empfänger der Bäumchen versehen. In die rechte Innenseite wird mit einer Heißklebepistole ein Stückchen Bast- oder Satinband geklebt, um so das gefaltete Bäumchen zu befestigen. Auf die linke Seite klebt ihr ebenfalls ein Stückchen Band, um dort das (mit der Schablone) aus Transparent- oder Butterbrotpapier gebastelte und mit den Stern-Anhängern gefüllte Tütchen zu befestigen. Das Tütchen habe ich zusätzlich noch mit etwas Heißkleber und einem Sternchen verschlossen, um sicherzustellen, dass sich das Tütchen nicht ausversehen öffnet und die Anhänger herausfallen. Die Innenseiten können nach Belieben noch mit weiteren Sternen oder kleinen Zeichnungen verzieren. 


Beim Durchblättern von "Komm mit ins Weihnachtswunderland" habe ich mich sofort in dieses niedliche Weihnachtsbaumset verliebt und gerade weil sich die hübschen CD-Hüllen so super verschicken lassen, war es für mich die perfekte Bastelei, um liebe Freunde aus der (weit entfernten) Heimat zu überraschen, die ich in der Adventszeit leider nicht persönlich zu einem Kaffeeklatsch mit leckeren Plätzchen einladen kann. Also besorgte ich sofort genügend Materialien, um gleich vier Weihnachtsbäumchensets auf einmal zu basteln. Im Original wird übrigens vorgeschlagen für die Bäumchen Kraftpapier (= braunes "Ökopapier") zu verwenden, was ich total schön finde, aber leider habe ich dieses vor Ort nirgends auftreiben können, aber grüne Weihnachtsbäume sind ja auch recht... äh.. authentisch! Ich muss allerdings gestehen, dass ich total unterschätzt habe, wie aufwendig und zeitintensiv dieses Projekt sein würde. Ich dachte ursprünglich, dass ich die vier Sets ganz entspannt basteln und zusammenstellen könnte, während nebenbei der fünfte Harry Potter im Fernsehen lief, aber das war wohl nichts - ich hätte eher einen kleinen Harry-Potter-Film-Marathon starten sollen. Falls ihr also auch mehrere Weihnachtsbaum-Kits anfertigen möchtet, solltet ihr auf jeden Fall jede Menge Geduld und Zeit einplanen - um euren Lieben eine vorweihnachtliche Überraschung zu bescheren, ist es die Mühe und Arbeit aber doch auf jeden Fall wert, oder? :-)


Womit überrascht ihr eure Lieben dieses Jahr zur Adventszeit?

* Vielen Dank an den  Topp-Verlag für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares.




Mittwoch, 11. November 2015

....Trommelwirbel Nummer Zwei!

Nachdem wir vor ein paar Tagen unser allererstes Zeitschriften-Feature in der Weihnachtsausgabe von i like Blogs bekanntgeben durften (whoop, whoop!), darf ich euch heute Neuigkeit Zwei mitteilen. Ihr habt euch bestimmt schon gefragt, warum es um mich in den letzten Wochen schon wieder so ruhig geworden ist. Das lag vor allem daran, dass diese letzten Wochen äußerst turbulent waren. Warum? Wegen eben dieser einen Neuigkeit, einer diesmal ganz persönlichen, über die vor allem Philipp und ich unfassbar glücklich sind: Julius wird im Mai ein Geschwisterchen bekommen. Jap, ihr habt richtig gelesen, unser Baby Nummer Zwei ist auf dem Weg!


Wir sind so froh und dankbar für dieses neue Geschenk des Himmels und natürlich auch schon wahnsinnig aufgeregt. Juli - der große Bruder - freut sich auch schon mächtig auf das Baby und so richtig kann ich dieses Glück, was wir empfinden, gar nicht in Worte fassen. Was es wohl werden wird? Ein Mädchen? Noch ein kleiner Junge? Wir sind sooo gespannt und ich freue mich jetzt schon auf Julis Gesicht, wenn er bald seine kleinen Hände auf Mamas Bauch legen und das kleine Menschlein treten spüren kann. Schon jetzt vergeht kein Abend, an dem er dem Baby nicht auch einen Gute-Nacht-Kuss geben möchte und auch, wenn ich glaube, dass ihm garantiert nicht bewusst ist, dass er seinen Einzelkind-Status bald aufgeben muss, bin ich der festen Überzeugung, dass er ein fantastischer großer Bruder sein wird. 

Manche von euch fragen sich sicherlich: Sind die verrückt? Noch ein Baby ohne abgeschlossene Berufsausbildung? Mitten im Studium? Meine Antwort darauf: Ja. Genau so. Und das hat verschiedene Gründe: Ich bin momentan im siebten Semster und absolviere mein zweites Schulpraktikum. Wenn ich das geschafft habe, habe ich die zeitaufwändigsten und am schwierigsten zu organisierenden Zeiten des Studiums hinter mir. Sowieso ist der größte Teil meines Studiums Vergangenheit (jippiehh!). Wenn ich ein paar Semester länger brauche als andere Studenten, sehe ich das überhaupt nicht als Problem an, denn ICH habe dann schon eine Familie und für mich ist Familie das Wichtigste überhaupt. Philipp und ich wollten außerdem nicht, dass der Altersunterschied zwischen unseren Kindern zu groß ist und knapp dreieinhalb Jahre Unterschied finden wir genau richtig. Wir wissen nun ja auch, was auf uns zukommt, wie wir Dinge zu organisieren haben und natürlich werden wir zeitlich noch stärker gebunden sein, aber das sind auch alle Eltern, die schon mittem im Berufsleben stehen. Studium und Familie zu vereinbaren ist sicherlich kein Zuckerschlecken, aber ich weiß nicht, ob es im Beruf wirklich einfacher ist - zeitlich wohl keinesfalls, finanziell möglicherweise schon. Allerdings kennen wir unsere finanziellen Grenzen und wissen, dass wir nicht in Saus und Braus leben können - zum Glücklichsein brauchen wir das aber auch gar nicht. Und zuguterletzt: Wie oft habe ich in letzter Zeit mitanhören müssen, wie schlecht doch die Einstellungschancen für Lehrer mit meiner Fächerkombination (Geschichte/Englisch) hier in Hessen zur Zeit sind. Wegziehen kommt für mich nicht in Frage, also lasse ich mir mit dem Studium Zeit, denn die Prognose lautet, dass sich die Situation in den nächsten drei bis fünf Jahren wieder zum Positiven ändern wird. Man darf gespannt sein ;).
Eines weiß ich sicher: Die Entscheidung für ein zweites Kind im Studium ist für uns schon jetzt absolut richtig gewesen! (Außerdem, hey, ganz im Ernst - ich bin gerade 25 geworden. Ich bin noch die nächsten zehn Jahre jung :D...)

Zum Abschluss habe ich noch ein paar tolle Fotos von dem Tag für euch, an dem auch das Bild zu Beginn des Posts entstanden ist. Es war einfach so ein herrlicher Herbsttag - warm, sonnig, wunderschön. Vielen Dank, allerbeste Jule für die schönen Bilder vom großen Bruder Juli: