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Mittwoch, 23. März 2016

DIY: Baby-Mobile selber nähen (& "MACH was"-Aktion)

Kreativität überfällt mich meist in Schüben. Es gibt Phasen, in denen ich mich völlig uninspiriert fühle und gar keine Lust auf jegliche Basteleien habe und auf der anderen Seite überkommen micht dann regelrechte Anfälle, in denen ich unbedingt etwas machen muss. Natürlich fallen diese kreativen Schübe meist in ganz ungünstige Zeiträume, wenn eigentlich wichtigere Dinge (wie.. äh.. gerade meine letzte Linugistik-Hausarbeit) anstehen würden, aber man sollte dann doch auch trotzdem seinem wild pochenden DIY-Herz folgen und seine spontanen Ideen sofort umsetzen, bevor man sie vergisst, oder? Genau so erging es mir nämlich neulich, als ich unbedingt etwas Schönes für den Zwerg in Resis (sehr kugeligem) Bauch machen wollte. Zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits zwei Hosen, ein Halstuch und drei Mützen für den Krümel genäht und sagte mir dann, dass Julis kleiner Babybruder vor seiner Geburt nicht unbedingt noch mehr selbstgenähte Klamotten brauchen würde. Also durchforstete ich Pinterest auf der Suche nach einer neuen Idee und als ich dabei auf auf verschiedene wunderhübsche Mobiles stieß, war klar: Ha, ich nähe Baby #2 ein putziges Mobile! 


Ich bin ja immernoch eine absolute (und gleichzeitig auch absolut begeisterte!) Nähanfängerin und ich bin besonders stolz, weil das Mobile mein erstes Nähprojekt ohne Anleitung und mit ganz eigenem Schnittmuster war. Falls ihr auch Lust habt, ein niedliches Mobile mit einem kleinen Elefanten und ein paar Sternen für das Kinderzimmer zu nähen, erkläre ich euch, wie ich vorgegangen bin und mein Schnittmuster habe ich auch noch für euch digitalisiert. Außerdem möchte ich euch anschließend noch eine ganz tolle Kreativ-Bewegung vorstellen.


Ihr braucht:
Baumwollstoffe nach Wahl (Reste eignen sich auch super)
Schere
Stecknadeln
Garn nach Wahl
Nadel
Füllwatte
durchsichtiger Nylonfaden

Zuerst schneidet ihr eure Stoffe doppelt gelegt zu. Das Schnittmuster, das ich angefertigt habe, beinhaltet eine Nahtzugabe von 0,5 cm. Ihr könnt dabei natürlich so viele Sterne anfertigen, wie ihr möchtet - ursprünglich hatte ich Sterne in zwei verschiedenen Größen eingeplant, aber die "großen" Sterne, die ich zugeschnitten und zusammengenäht habe, waren letztendlich doch schon so klein, dass es ganz schön schwierig war, sie am Ende auf rechts zu krempeln und zu befüllen. Für den Mond und die Sterne legt ihr die zugeschnittenen Stoffe jeweils rechts auf rechts, steckt sie mit Stecknadeln ab und näht (per Hand oder mit der Nähmaschine) beide Seiten mit einem einfachen Gradstich zusammen - wichtig ist es hierbei, dass ihr jeweils ein großzügiges Stückchen (mindestens 4 cm am Mond und eine "Zackenseite" eines Sterns) offen lasst, damit ihr das Ganze überhaupt auf rechts krempeln und befüllen könnt. 

Für den Elefanten habe ich zuerst die zwei Ohren angefertigt. Hierzu habe ich das Ohr insgesamt zweimal doppelt gelegt zugeschnitten, rechts auf rechts bis auf eine Umkrempel-Lücke zusammengenäht, umgekrempelt, die offene Stoffkante nach innen gefaltet und zur Fixierung drüber gebügelt, sodass die Ohren geschlossen wurden, indem ich sie per Hand auf die einzelnen Elefanten-Hälften genäht habe. Bevor ich den eigentlichen Elefanten zusammengenäht habe, habe ich noch Augen aufgestickt. Eigentlich hatte ich nach langer Suche zwei winzig kleine Knöpfchen als Elefantenaugen gekauft, aber irgendwie sah mir der Elefant mit den Knopfaugen doch zu gruselig aus. Wenn beide Elefantenhälften also mit jeweils einem Ohr und einem Auge versehen sind, können auch diese (bis auf die Lücke) zusammengenäht werden.


Es war das erste Mal, dass ich mit Füllwatte gearbeitet habe und ich muss sagen, dass das gar nicht so einfach war, wie ich es mir vorgestellt hatte. Besonders die kleinen Sachen, wie der Rüssel oder die Zacken der Sterne, waren recht schwierig zu befüllen, ohne dass sich "Knicke" (wie auf dem Foto am Rüssel oder Bein zu sehen ist) bildeten, aber ich lerne ja noch. 


Wenn alles gut befüllt ist (nicht zu eng und dick, damit der Stoff nicht zu sehr spannt), faltet ihr die Stoffkanten nach innen (am besten bügelt ihr sie vor dem Befüllen nochmal kurz) und verschließt alle Nähte mit dem Matrazen- oder Leiterstich


Fast geschafft! Den Elefanten habe ich - zugegeben etwas ungeschickt - mit einigen Stichen am Rüssel und am hinteren Bein am Mond befestigt. Leider hatte ich kein farblich passendes Garn zur Hand und wollte an einem Sonntag natürlich auch nicht warten, bis ich welches hätte kaufen können.


Bevor ich die Sterne am Mond befestigt habe, habe ich immer jeweils zwei Sterne mit einem Stückchen durchsichtigen Nylon-Faden verbunden und den oberen Stern dann anschließend mit einem weiteren Stück Faden am Mond befestigt. Wie lang eure "Sternketten" dabei werden, könnt ihr natürlich selbst entscheiden. Damit das Mobile ganz einfach aufgehängt werden kann, habe ich oben am Mond zum Schluss auch noch eine Nylonfaden-Schlaufe angebracht.


Inspiriert von all den schönen Pinterest-Mobiles, dachte ich, dass so ein Mobile recht einfach und schnell gebastelt sei. Am Ende war es aber doch etwas kniffelig und insgesamt war ich fast zwei Nachmittage mit diesem kleinen Projekt beschäftigt. Als verbissene Perfektionistin hat es mich erst ganz schön gewurmt, dass einige Sternzacken so absolut unperfekt sind, der Mond ein wenig zu krumm ist und ich den Elefanten so blöd festgenäht habe. Dann habe ich mich allerdings daran erinnert, dass ich vor einem halben Jahr nicht einmal wusste, wie man eine Nähmaschine einschaltet und dass es bei Selbstgemachtem ja schließlich um den Spaß und die Liebe und Leidenschaft an der Arbeit und ein einzigartiges Ergebnis geht. So ist es doch, oder?!


Um das Mobile zu fotografieren, habe ich es übrigens an meiner geliebten grauen Wohnzimmerwand aufgehängt und ich muss sagen, dass es sich dort richtig gut macht :D. Ein Weilchen kann es da ruhig noch hängen bleiben, bis der Zwerg auf die Welt kommt und der kleine Elefant über seinem Bettchen baumeln kann.

So, falls es euch nun auch in den Fingern juckt und ihr Lust bekommen habt, einfach mal wieder was zu machen, möchte ich euch noch sehr gerne den lustigen „Mach was“-Typ-Test vom Topp-Verlag vorstellen, mit dem ihr auf eine unterhaltsame Art feststellen könnt, welches kreative Potenzial in euch steckt. Mein Test hat ergeben, dass ich eine ideenreiche und kuchenverliebte Nähartistin bin und ich glaube, man könnte meine kreativen Vorlieben tatsächlich nicht treffender beschreiben. Deko-Gedöns, köstliches Gebäck und tolle Nähprojekte sind einfach mein Ding! Welcher „Mach was“-Typ seid ihr? Findet's ganz einfach raus:



Doch das ist noch nicht alles! Im Rahmen der "Mach was"-Kreativbewegung hat sich das Topp-Team noch etwas ganz Besonderes ausgedacht: Bei teilnehmenden Händlern könnt ihr euch eine kostenlose Wundertüte mit tollen Kreativ-Überraschungen und einem Zugangscode für zehn Anleitungen (passend zu eurem "Mach was"-Typ) abholen. Um weitere Anregungen und Anleitungen zu sammeln, könnt ihr außerdem auch Mitglied der "Mach was"-Community werden und Fotos eurer Werke mit anderen Usern teilen.

Was ist euer neuestes DIY-Projekt? Ich plane noch ein Knistertuch für den Krümel zu nähen und ich habe noch so viel Mobile-Stoff übrig, den ich zu Schnullertaschen und Pixi-Buch-Täschchen für das Baby und  Juli verarbeiten möchte.


Montag, 14. März 2016

Julis Möhren-Orangen-Muffins mit Frischkäse-Frosting (& Unboxing der Februar-Degustabox)

Hallo, hier ist endlich wieder euer Juli. Ich habe mich hier ja ewig nicht gemeldet! In der letzten Zeit war sooo viel los: Kurz nach Weihnachten bin ich drei Jahre alt geworden, seit zwei Wochen gehe ich in den großen Kindergarten, neulich wurde mein Kinderzimmer neu gemacht (das muss Mama euch unbedingt noch zeigen!) und in ein paar Wochen werde ich schon ein großer Bruder, wenn das Baby in Mamas Bauch nämlich heraus kommt und wir endlich zusammen spielen können! Bevor der kleine Brudi kommt, kommt aber auch noch der Osterhase - darauf freue ich mich schon sehr! Ich weiß ganz genau, dass der Osterhase viele bunte Eier in unserem Garten verstecken wird und vielleicht auch ein kleines Geschenk. Neulich hat Jule mich gefragt, ob ich gerne ein neues Buch mit Geschichten von Winnie Pooh (den liebe ich gerad, weil er so lustig ist! Denken, denken, denken, ...) hätte. Na, klar! Ich habe Jule dabei aber auch direkt erklärt: "Mmh... vielleicht ist das Buch noch in dem Laden..." und als Jule fragte, ob es nicht schön wäre, wenn der Osterhase ein Pooh-Buch bringen würde, sagte ich: "Mhh.. ja... das könnte schön sein." - ihr seht schon, im Moment denke ich immer ganz gut nach, wenn ich Fragen beantworte und benutze jetzt sogar Wörter wie "wahrscheinlich", "ansonsten" und "tatsächlich" - die Großen finden das meistens sehr lustig, aber das kann ich nicht so richtig verstehen. Ansonsten frage ich übrigens gerade auch sehr viel und will aaalles wissen - was, wann, wie, was, wo, warum und wer die Frau im Supermarkt und der Mann im Zug sind. Manchmal komme ich mit den ganzen Wörtern noch durcheinander und neulich, als ich Mama und Jule gesucht habe, habe ich gerufen: "Wooo bist ihr?!". Na gut, zurück zu Ostern! Wir bereiten uns schon prima auf Ostern vor und ich möchte unbedingt auch noch Kresse pflanzen - genau wie Conni in "Conni und der Osterhase"! Letztes Jahr habe ich in der Osterzeit lustige Osterkekse gebacken und letztes Wochenende habe ich wieder was ganz Tolles mit Jule gebacken: Möhren-Orangen-Muffins mit Frischkäse-Frosting.... oooder wie ich sagen würde: Karottenkuchen mit grüner Soße und Schokoeier. 


Ich liebe Karotten und knabbere fast jeden Tag welche, aber als Jule sagte, dass wir mit Karotten backen wollen, war ich ganz überrascht! Die Karotten waren auch ganz, ganz klein und sahen gar nicht so richtig aus wie die Karottensticks, die ich sonst esse, aber ich habe herausgefunden, dass die kleinen Karottenschnipsel trotzdem genauso lecker sind. Zuerst hatte ich die wichtige Aufgabe, die Förmchen in das Blech zu stecken...


... und jetzt gebe ich an Jule ab, die den langweiligeren Teil erklären kann. Sagt mir aber auf jeden Fall bescheid, wenn ihr die Muffins nachbackt, damit ich zum Mixen, Teigprobieren und Abwaschen (ich liebe Abwaschen!) vorbeikommen kann!

Für 10 Muffins:
115 g Margarine (weich)
115 g brauner Zucker
Saft und Schale einer Bio-Orange
2 Eier
175 g Karotten (geraspelt)
140 g Mehl
1 Prise Salz 
1 1/2 TL Backpulver
(1 TL "mixed spice"/Lebkuchengewürz)

Für das Frosting:
40 g Butter
200 g Doppelrahmfrischkäse (direkt aus dem Kühlschrank)
100 g Puderzucker
grüne Lebensmittelfarbe
gehackte Pistazien
Schokoeier (z.B. "Mini Eggs" von Milka)

Backofen auf 180°C vorheizen. Butter, Zucker und Orangenschale cremig schlagen, die Eier nacheinander unterrühren. Die Flüssigkeit aus den Karottenraspeln drücken (am besten mit Küchenpapier) und mit dem Orangensaft zum Teig geben. Mehl, Salz und Backpulver unterrühren - ich persönlich mag Karottenkuchen sehr gerne mit einer zusätzlichen Prise "mixed spice", wie es oft in englischsprachigen Rezepten vorgesehen ist - das passt zu jeder Jahreszeit wirklich super! Den gleichmäßigen Teig in den Muffinförmchen verteilen und ca. 25 Minuten backen.

Für das Frosting Butter mit dem Frischkäse und dem Puderzucker vermixen. Bei Bedarf etwas grüne Lebensmittelfarbe hinzugeben. Das Frosting sollte möglichst erst kurz vor dem Servieren auf die Muffins gegeben werden, damit sie nicht zu matschig werden. Anschließend können die Muffins nach Herzenslust mit gehackten Pistazien und Schokoeiern verziert werden, sodass sie wie niedliche Osternest-Cupcakes aussehen.


Die Kombination aus saftigen Karottenkuchen und frischem Frischkäse-Frosting ist wirklich perfekt! Die Pistazienstückchen geben dem Ganzen noch eine knackige Komponente, auch wenn Juli an dieser Stelle widerspricht und lieber auf die Nüsse verzichten würde - wir haben sie deshalb einfach als optionales "Streuaccessoire" gereicht ;-).


Die Margarine zum Backen von Sanella aus der Februar-Degustabox* kam übrigens gerade richtig - bei uns wird eigentlich immer mindestens einmal im Monat gebacken und wenn es nach Juli ginge, könnten wir sicherlich auch täglich backen, weshalb es immer praktisch ist, länger haltbare Backmargarine auf Vorrat zu haben. Was außerdem in der Degustabox steckte, zeige ich euch wie immer noch schnell in einem kleinen Review.


Besonders gefreut haben wir uns über die vielen leckeren Knabbereien, wie die "Seeds & Sea Salt"- Knäckebrot-Snacks von Finn Crip, die "fit for fun"-Superfood-Kekse mit Chia-Samen und Hanfnüssen von Hans Freitag, die glutenfreien Chocolix-Riegel von Schär, den weißen "Mango-Raspberry"-Schokoriegel von Cavalier, den Brownie von Bahlsen als Extra-Produkt und Juli hat sich natürlich besonders über die Snoopy-Kekse von Leibniz und die Janosch-Bärenfreunde von frusano gefreut. Zum Trinken gab es diesmal einen "Olive Leaf Drink" von InFusion und Waldfrüchte-Ahornsirup-Tee von Meßmer. Als Küchenbasics steckten noch die "Braten wie die Profis"-Ölmischung von Rama und Spaghetti von Garofalo und außerdem auch noch Fun'n'gum und ein Pure Energy-Lolli in der Box. Die Februar-Degustabox war insgesamt wieder ein gelungener Mix an Lebensmittel-Klassikern und interessanten Neuheiten, die ich noch gar nicht kannte, wie z.B. der Oliven-Drink und die Superfood-Kekse (ich bin ja sehr anfällig für vielversprechende "Superfoods" und die Kekse sind echt lecker).

Falls ihr die Degustabox auch testen möchtet könnt ihr sie hier im Abo für 14,99€/Monat bestellen.

*Sponsored Post: Vielen Dank an das Team von Degustabox, das uns die Box zum Testen zur Verfügung gestellt hat. Obwohl dieser Eintrag Werbung für die einzelnen Produkte enthält, entsprechen meine Kommentare meiner ehrlichen Meinung und mir hat die Box wirklich wieder gut gefallen :-).

Dienstag, 8. März 2016

Jules Lieblings-Apps

Heute wird es zur Abwechslung mal ein bisschen technisch. An sich bin ich bei Technikfragen in jeglichen Lebenslagen eigentlich überhaupt nicht die richtige Ansprechpartnerin, aber heute möchte ich euch meine allerliebsten Lieblings-Apps vorstellen, die neben den Klassikern, wie Whatsapp, Facebook und Instagram, auf meinem Handy unverzichtbar sind. Ich selbst liebe solche Lieblingssachen-/Empfehlungs-Blogeinträge sehr und hoffe, dass ihr mithilfe dieses Posts vielleicht auch die ein oder andere neue Lieblings-App findet - die sechs Apps, auf die ich euch aufmerksam machen möchte, sind nämlich wirklich super, wenn ihr auf der Suche nach Programmen für Foto- und Videobearbeitung, To-Do-Listen und Notizen oder auch einer täglichen mentalen Herausforderung seid.


Durch Fotos und Hörbücher ist der Speicherplatz auf meinem iPhone relativ begrenzt, weshalb ich immer nur die Apps auf dem Smartphone habe, die ich auch tatsächlich nutze. Spiele sind auf meinem Handy, mit den Ausnahmen von Candy Crush und Quizduell, quasi gar nicht zu finden - über tolle Spieletipps (für absolute Langeweile-Notfälle) würde ich mich aber sehr freuen! Die Apps auf meinem Handy werden ansonsten in erster Linie für Fotobearbeitung, Reisen, Shopping und für alltäglichen oder besonderen Schnickschnack genutzt, wie ihr gleich sehen werdet.


Afterlight ist die App,die ich am allermeisten für die Bearbeitung von Fotos nutze. Die Bedienung des Programmes ist sehr einfach und selbsterklärend und das Layout ist hübsch. Was natürlich noch viel wichtiger ist: Die Auswahl an Filtern ist sehr groß und für jedes Foto und jeden Anlass ist etwas passendes dabei. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Funktionen, um die Fotos manuell zu bearbeiten, was Afterlight für mich zu einem Mini-Photoshop für unterwegs macht.

A Color Story ist eine neue Fotobearbeitungs-App, die vom "A Beautiful Mess"-Team entwickelt wurde. Im Prinzip ähnelt das Programm der Afterlight-App sehr, aber gleichzeitig bietet die App auch besonders gute Filter, um beispielsweise Farben zu betonen und gleichzeitig aber Weißtöne möglichst weiß zu belassen. Seit ich A Color Story auf mein Handy geladen habe, bearbeite ich Fotos immer häufiger erst mit Afterlight und suche dann einen passenden Filter in A Color Story, einfach weil ich mit Afterlight vertrauter bin (old habits und so...).


Replay ist die einzige Videobearbeitungs-App, die ich bisher genutzt habe und möglicherweise jemals nutzen werde, weil sie einfach so wunderbar ist. Nach unserem letzten Heimat-Urlaub in Dublin wollte ich unbedingt ein Video mit Eindrücken unserer Abenteuer basteln und verzweifelte letztendlich daran, dass mein Laptop zu alt für die neuesten Video Maker war und die getesteten Programme einfach unglaublich kompliziert waren. Replay ermöglicht das Erstellen richtig toller Videos aus verschiedenen Filmsequenzen, Fotos und Musik mit abwechslungsreichen Übergängen innerhalb von Minuten (!). Toll, einfach toll!

Blipcard ist eine ganz besondere App, die wir letztes Jahr ebenfalls in Verbindung mit unserem Dublin-Urlaub ausprobierten. Blipcard ermöglicht das Erstellen, Schreiben und Verschicken echter Postkarten (solche, die in einem echten Briefkasten landen!) direkt aus dem Urlaub. Wie in einer normalen Fotobearbeitungs-App wird die Postkarte als Collage (oder auch nur als einfaches Foto) erstellt, bevor der Text an den Postkarten-Empfänger getippt werden kann. Die fertige Postkarte wird dann für 1,49€ von jedem Ort der Welt nach Deutschland geschickt. Wenn man mal bedenkt, dass man ansonsten ganz normale Postkarten und Briefmarken kaufen müsste, ist das Ganze nicht nur ein Schnäppchen, sondern auch noch eine richtig tolle Möglichkeit, um Freunde und Verwandte mit einem ganz persönlichen Urlaubsgruß zu überraschen!


Evernote ist eine App, die ich erst vor einigen Tagen für mich entdeckt habe, um Notizen und Listen zu erstellen. Ich bin mir sicher, dass es viele Apps gibt, die ähnlich funktionieren, aber Evernote ist bisher die einzige, die ich begeistert getestet habe. Ich bin noch gar nicht dazu gekommen, alle Funktionen auszuprobieren, aber ich finde es schon super, dass man To-Do-Listen erstellen kann, an die man erinnert werden kann und anschließend auch einzelne Punkte der Liste abhaken kann. Gleichzeitig können Fotos und andere Medien in die Notizen eingebunden werden - bisher habe ich immer mal Fotos oder Screenshots von verschiedenen Dingen gemacht, um mich an etwas Bestimmtes zu erinnern und nun kann ich diese ganz einfach mit entsprechendem Kommentar als Notiz speichern, ohne dass das Foto dann doch im Fotoordner verloren geht. Außerdem kann die App auch mit dem Computer synchronisiert werden, sodass alle Notizen und Listen von allen Geräten abrufbar sind.

Elevate ist meine aktuelle Lieblings-App, die ich seit einigen Wochen täglich nutze. Auf Englisch wird die App als "Brain Training" beschrieben und besser könnte ich die Funktion des Programmes auch nicht beschreiben. Der Nutzer der App wird täglich mit drei verschiedenen Aufgaben (kleine Spielchen) konfrontiert, die die Lese-, Schreib-, Sprach-, Erinnerungs-, Hörverstehen- und Rechenkompetenz in kurzer Zeit fördern soll (und das ist teilweise wirklich schwieriger als es klingt!). Zu Beginn absolviert jeder neue Nutzer einen kurzen Einstiegstest, damit der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben angepasst werden kann und mit steigenden Punktzahlen steigt schließlich auch der Schwierigkeitsgrad der verschiedenen Aufgabenbereiche. Ich war noch nie ein Mathe-Ass, aber erstaunlicherweise machen mir die Mathe-Aufgaben tatsächlich am meisten Spaß und ich kann wirklich behaupten, dass ich schnelle Prozentrechnung im Kopf dank der App im Moment möglicherweise besser beherrsche als je zuvor! Ich muss noch hinzufügen, dass die App komplett auf Englisch gestaltet ist und demnach auch alle Lese-, Schreib- und Sprachübungen auf Englisch sind, was für mich persönlich als Englischstudentin und -lehrerin natürlich perfekt ist, um meine Kompetenzen weiter auszubauen. Jedem, der Spaß an der englischen Sprache und einer täglichen, spielerischen Herausforderung hat, um verschiedenste Fähigkeiten zu fördern, kann ich die App nur wärmstens empfehlen, aber Achtung: Suchtfaktor!

Habt ihr noch weitere Tipps für mich? Auf welche Apps könnt ihr nicht verzichten?

Dienstag, 1. März 2016

Buchtipp: All die verdammt perfekten Tage

Ich habe ein Weilchen überlegt, ob ich den folgenden Roman auf dem Blog vorstellen sollte oder nicht. Nicht etwa, weil mir "All die verdammt perfekten Tage" von Jennifer Niven nicht gefallen hätte, sondern weil es definitiv keine leichte Geschichte ist, die ich jedem uneingeschränkt empfehlen würde. Für Leser, die auch ernstere und tragischere Geschichten mit einer unterhaltsamen und komischen Note ohne unmittelbares Happy End mögen, ist Nivens Roman aber definitiv das Richtige!


Aufmerksam auf das Buch wurde ich schon vor einigen Wochen, als "All die verdammt perfekten Tage" als das Buch des Monats in einem Buchladen in Marburg präsentiert wurde und mir das hübsche blaue Cover ins Auge fiel - an dieser Stelle sei gesagt, dass es sich bei diesem Roman um eines der wenige Exemplare handelt, dessen deutsches Cover mir tatsächlich besser als der englische Einband gefällt - für gewöhnlich ist es meist andersrum. Nichtsdestotrotz habe ich mich sehr gefreut, als ich die englische Version, "All the Bright Places", überraschenderweise von einer lieben Freundin zum Geburtstag bekam, denn englische Romane lese ich in der Originalversion schließlich am allerliebsten.


Die Geschichte dreht sich um Finch und Violet, die sich in der Schulpause im sechsten Stock des Glockenturmes begegnen, als beide kurz davor sind zu springen. In gewisser Weise retten sie sich gegenseitig, was den Grundstein einer ungewöhnlichen Freundschaft legt - Finch und Violet könnten eigentlich nicht unterschiedlicher sein, aber eine Sache verbindet die beiden: Die Sehnsucht nach dem Tod. Beide Teenager leiden unter ganz unterschiedlichen Schicksalsschlägen, aber durch die Arbeit an einem gemeinsamen Schulprojekt kommen die beiden einander nicht nur näher, sondern Finch hilft Violet auch wieder den Weg zurück ins Leben zu finden. Er selbst jedoch fragt sich jeden Tag, ob heute ein guter Tag zum Sterben wäre...


Depressionen, Tod, Mobbing, Gewalt und Selbstmord sind keine leichten Themen, aber dennoch werden sie von Jennifer Niven so gefühlvoll und gleichzeitig auch mit einer kräftigen Portion Humor so geschickt verpackt, dass mich der Roman nicht nur sehr oft zum Nachdenken und Grübeln brachte, sondern gleichzeitig auch viel Spaß machte und ich durchaus auch lachen konnte. Ähnlich wie auch Violet, wurde mir durch all die dramatischen und furchtbaren Ereignisse der Geschichte wieder einmal vor Augen geführt, wie glücklich ich mich über mein eigenes Leben und all meine Lieben schätzen kann. Dass Depressionen ein ernstes und wichtiges Thema sind, war mir auch vor dem Lesen der Geschichte bewusst, aber die Autorin hat den Roman in erster Linie auch geschrieben, um das Leiden und die Folgen psychischer Erkrankungen in den Vordergrund zu stellen. Ohne den Leser zu sehr belehren zu wollen, vermittelt sie auf diese Weise subtil die folgende, absolut wichtige Moral: Du bist nicht allein. Es ist nicht deine Schuld. Hilf anderen. Nimm die Hilfe anderer an.



Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Finch und Violet erzählt, wodurch der Fokus auch immer wieder wechselt und die ganze Handlung sehr dynamisch und durch die vielen eingebundenen Notizen und Nachrichten der Protagonisten auch besonders authentisch wirkt. Insgesamt haben mich die Handlung und der Schreibstil sehr an die Romane von John Green und Rainbow Rowell erinnert, deren "Young Adult"-Geschichten ich ebenfalls sehr gerne lese. Falls ihr also auf der Suche nach einer bittersüßen Geschichte über das wahre Leben mit all seinen Höhen und Tiefen seid und auch vor ernsteren Motiven nicht zurückschreckt, kann ich euch mit "All die verdammt perfekten Tage" einen wirklich berührenden Roman ans Herz legen.