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Samstag, 23. April 2016

DIY: Knistertuch für Babys nähen

Na, habt ihr Lust auf ein bisschen DIY? Heute gibt es wieder mein neuestes perfekt unperfektes Näh-Projekt für euch. Neulich habe ich ja schon davon berichtet, dass ich für Julis Babybruder (der übrigens theoretisch jeden Tag auf die Welt kommen könnte - theoretisch aber auch vielleicht erst in drei Wochen) bereits zwei Hosen, ein Halstuch, drei Mützen und auch noch ein elefantöses Mobile für sein Bettchen genäht habe und nun habe ich dem Knirps auch noch ein kunterbuntes Knistertuch mit vielen Schlaufen und Fitzeln zum Spielen und Ansabbern genäht - das kann man nämlich ganz, ganz einfach (auch als absolute Nähanfängerin) selbermachen!


Putzig, oder?! Was man dem Knistertuch auf dem Foto gar nicht ansieht: Es knistert und raschelt bei jeder Bewegung tatsächlich ganz wunderbar! Und soll ich euch mal verraten, warum es so schön knistert? Weil ich einen Bratschlauch eingenäht habe! Klingt komisch, klappt aber wirklich. Im Internet gibt es einige verschiedene Anleitungen und mir als Nähanfängerin hat dieses Beispiel sehr gut die nötigen Grundlagen erklärt. Wie genau ich mein ganz eigenes Knistertuch-Modell umgesetzt habe, zeige ich euch nun.


Was ihr braucht:
Baumwoll-Stoff(e)
Frottee-Stoff (oder einfach einen Waschlappen!)
Garn
Stecknadeln
jede Menge bunte (Web)Bänder
Bratschlauch
Nadel/Nähmaschine
Schere

Für die eine Seite des Knistertuchs habe ich eine bunten Baumwollstoff mit niedlichem Waldmuster gewählt und damit das Baby das Tuch besonders gut greifen und halten kann, empfiehlt sich ein Frottee-Stoff für die Rückseite. Da ich dazu nicht extra ein großes Stück Stoff kaufen wollte, habe ich einfach einen knallgrünen Waschhandschuh gekauft. Falls ihr (wie ich) noch einen extra "Nuckel-Zipfel" annähen möchtet, nehmt ihr noch einen zweiten Baumwollstoff hinzu. Falls ihr bereits über einen großen Stoff- und Zubehörfundus verfügt und nicht (wie ich) alles erst neu kaufen müsst, könnt ihr für die Schlaufen bunte Webband-Reste (jeweils etwa 8 cm) verwenden oder beispielsweise auch einfach dieses perfekte Regenbogen-Set kaufen.


Die Größe und Form eures Knistertuchs könnt ihr euch natürlich aussuchen. Ich habe mich für ein 12 x 12 cm großes Quadrat entschieden und die Stoffe entsprechend zugeschnitten. Wenn ihr auch einen "Nuckel-Zipfel" annähen möchtet, könnt ihr einfach eine Ecke des Quadrates an beiden Stoffstücken identisch abschneiden. Wenn ihr den Bratschlauch aus der Packung holt, befindet sich dieser doppelt gelegt auf einer Rolle. Ihr lasst ihn auch doppelt gelegt und schneidet ihn dann in eurer Wunschgröße zu. Bevor er vernäht wird, solltet ihr ihn einige Male mit einem klassischen Bürolocher lochen, damit das Baby auch atmen kann, falls das Knistertuch ausversehen auf seinem Gesicht liegen sollte.


Für den Zipfel habe ich den zweiten Stoff doppelt gelegt und eine Zipfelskizze angefertigt, die ich anschließend ausgeschnitten habe. Im Grunde handelt es sich hierbei um eine längliche Dreiecksform mit einer großzügig abgerundeten Spitze - am besten schaut ihr euch das Foto einfach an. Die Breite und Länge könnt frei wählen, wichtig ist nur, dass der untere Teil des Zipfels genau in an die abgeschnittene Ecke des Quadarates passt (am besten einfach anlegen) - vor dem Vernähen sind beide Teile natürlich ursprünglich noch breiter.


Bevor es mit dem Nähen losgehen kann, steckt ihr die Bänder für die Schlaufen doppelt gelegt auf die rechte Seite des bedruckten Stoffes. Wie auf dem Foto zu erkennen ist, befinden sich die Öffnungen der Schlaufen genau an der Außenkante des Stoffes. Steckt die Nadeln jeweils möglichst weit "hinten", sodass ihr mit der Nähmaschine an der Außenkante an den Nadeln vorbeikommt. 


Nun legt ihr die Schichten folgendermaßen übereinander: Ganz unten liegt der doppelte und durchlöcherte Bratschlauch, darauf der bedruckte Stoff mit den aufgesteckten Bändern nach oben und der Frotteestoff mit der linken Seite nach oben. Steckt alles schön fest und näht einmal mit einem einfachen Geradstich um das gesamte Tuch, lasst aber eine großzügige Lücke (mind. 5 cm), um das Tuch anschließend umkrempeln zu können - wenn ihr einen "Nuckel-Zipfel" einplant, lasst ihr einfach die abgeschnittene Ecke offen. 


Dieser Schritt fällt mir immer am schwersten: Zu überlegen, welcher Stoff wie gelegt werden muss, um an Ende, aber ich verspreche euch, dass es am Ende tatsächlich funktioniert. Auch hingegen meiner anfänglichen Zweifel, kann man tatsächlich gut durch den Bratschlauch nähen. Wenn ihr (bis auf die Lücke) einmal um das Knistertuch herumgenäht habt, schneidet ihr noch überstehende Stoffkanten ab (aber nicht zu knapp) und krempelt das ganze Tuch dann auf rechts, entfernt alle Stecknadeln und schneidet das überstehende Stückchen Bratschlauch ab. 


..... Tada! Ich war unglaublich stolz, als tatsächlich fast alle Schlaufen farbenfroh am Tuch baumelten. Eine Schlaufe hatte die Nähmaschine nämlich nicht richtig erwischt und da mir ein nachträgliches Anbringen zu umständlich gewesen wäre, habe ich sie einfach weggelassen. Ihr solltet unbedingt überprüfen, ob alle Schlaufen wirklich fest genäht sind und auch kräftig an ihnen gezogen werden kann, weil das Baby so ein Bändchen natürlich nicht verschlucken sollte.


Nachdem ihr den Zipfel auch rechts auf rechts (bis auf die Öffnung unten) zusammengenäht und umgekrempelt habt, schiebt ihr diese nun in die Öffnung des Knistertuchs, faltet die Außenkanten des bedruckten Stoffes und des Frotteestoffs etwas nach Innen, bügelt kurz drüber und steckt alles gut mit Stecknadeln ab. Nun näht ihr noch einmal mit einem einfachen Geradstich knappkantig um das Knistertuch und befestigt auf diese Weise den "Nuckel-Zipfel", verschließt gleichzeitig die offene Ecke und befestigt die Schlaufen noch einmal doppelt.


Zu guter Letzt macht ihr noch einen lockeren Knoten in den Zipfel und das war's auch schon! Wie all meine bisherigen Nähprojekte ist auch mein Knistertuch etwas krumm, schief und perfekt unperfekt geworden, dafür wurde es aber auch mit ganz viel Liebe gefertigt :-).


Juli hat das Knistertuch schon mal vorab für seinen kleinen Bruder getestet und als sehr lustig bewertet. Auf der einen Seite kann ich mir noch immer gar nicht so richtig vorstellen, dass der Knirps nun ganz bald wirklich schon hier sein wird und auf der anderen Seite kann ich es absolut nicht erwarten! Vielleicht sollten wir noch ein bisschen mit dem Tuch knistern, um den kleinen Mops aus Resis Bauch zu locken...


Dienstag, 19. April 2016

Buchtipp: Es muss wohl an dir liegen

So sehr ich es auch liebe, mich in Fantasiewelten zu verlieren, im Moment bleibt das Lesen wirklich auf der Strecke. Letztes Jahr habe ich insgesamt immerhin 27 Romane in meiner Freizeit gelesen und im vergangenen Vierteljahr habe ich es gerade einmal auf drei Bücher geschafft. Zum einen habe ich viel "Lesezeit" verloren, da ich im Moment weniger mit der Bahn und eher mit dem Fernbus unterwegs bin, wo ich dann aus Reiseübelkeitsgründen lieber auf Hörbücher (vorzugsweise Harry Potter)  zurückgreife. Zum anderen lese ich tagsüber nur ganz selten (vorzugsweise sonntags auf der Parkbank) und wenn ich abends im Bett liege, bin ich "leider" zu müde. Natürlich bin ich froh, dass ich gerade relativ gut einschlafen kann (das ist nämlich absolut nicht immer so), aber gleichzeitig ist es auch schade, dass das Lesen auf der Strecke bleibt und mein To-Read-Bücher-Stapel immer größer wird. Nachdem ich dieses Jahr mit "Das unerhörte Leben des Alex Woods" und "All die verdammt perfekten Tage" zwei eher schwere und tragische Geschichten gelesen habe, hatte ich erst einmal wieder so richtig Lust auf eine unterhaltsame und locker-luftige Liebesgeschichte und... "Es muss wohl an dir liegen" von Mhairi McFarlane war da geradezu perfekt!


Die Geschichte dreht sich um Delia Moss, die eigentlich mitten im Leben steht. Sie hat ein einen sicheren Job, führt seit 10 Jahren eine solide Beziehung Paul, mit ihrem Partner und die nächsten logische Schritte wären demnach eine Hochzeit und ein Baby. Weil Paul aber anscheinend keinen Zeitdruck verspührt, nimmt Delia die Dinge selbst in die Hand und macht Paul einen Antrag, den er annimmt - auch wenn sich Delia seine Reaktion etwas euphorischer vorgestellt hatte. Der Abend der Verlobung hält aber ein noch viel größeres Desaster bereit, als Delia herausfindet, dass Paul eine Affäre hat. Kurze Zeit später kündigt Delia im Affekt ihren Job und steht somit vor den Ruinen ihres bisherigen Lebens. Um wieder einen klaren Kopf zu bekommen und neu durchzustarten, zieht Delia kurzfristig nach London zu ihrer Freundin Emma und findet dort einen furchtbaren Job mit einem furchtbaren Chef. Zu allem Übel macht ihr Adam, der ebenfalls furchbare, aber durchaus hübsche Erzfeind ihres Chefs, ihr Leben erst recht zur Hölle. Zum Stressabbau beginnt Delia mit einem längst vergessenen Hobby, doch wann immer wieder Licht am Ende des Tunnels zu erkennen ist, folgt eine Katastrophe der nächsten. Als Adam plötzlich doch gar nicht mehr so furchtbar zu sein scheint und dann auch noch Paul vor ihrer Tür steht und um Verzeihung bittet, ist die Verwirrung komplett.


"Es muss wohl an dir liegen" ist nicht nur für die Protagonistin Delia die reinste Achterbahn der Gefühle. Ich als Leserin war auch ständig dazwischen hin- und hergerissen, laut loszulachen und die Hände verzweifelt über dem Kopf zusammenzuschlagen. In der Mitte des Romanes gab es eine etwas langatmigere Passage, aber insgesamt hat mich die Handlung immer wieder überrascht und je näher sich der Roman dem Ende neigte, umso unsicherer wurde ich in meiner Vermutung, wie er wohl enden würde. Delia war mir als Romanheldin sehr sympathisch und auch die Nebencharaktere sind, meiner Meinung nach, sehr abwechslungsreich und authentisch dargestellt, sodass auch für die Handlung entscheidende Vor- und Hintergrundgeschichten nicht zu kurz kommen.


Die Romane von Mhairi McFarlane habe ich schon vor einiger Zeit für mich entdeckt und ihr Debütroman "Wir in drei Worten" ist eines meiner Lieblings-Chick-Lit-Bücher aller Zeiten. Der zweite Roman, "Vielleicht mag ich dich morgen", konnte mich vergleichsmäßig nicht ganz so gut mitreißen, aber "Es muss wohl an dir liegen" hat mir nun wieder viel besser gefallen und mich mit allem versorgt, was ich mit von einer unterhaltsamen Liebesgeschichte wünsche - Witz, Drama, Spannung und Überraschungen. Ich muss gestehen, dass die Handlung hin wieder schon ein kleines bisschen unrealistisch war, ganz besonders was die kriminelle und juristische Seite der Geschichte betrifft, aber... hey, Harry Potter ist auch nicht unbedingt realistisch und trotzdem super! Wie bei so vielen Büchern, kann ich mir auch ganz besonders gut eine Verfilmung von "Es muss wohl an dir liegen" vorstellen - perfekt für einen Kinoabend mit der besten Freundin und jeder Menge Popcorn!

Was lest ihr gerade? Habt ihr ein paar Tipps für mich, die ich auf meine endlose Buchliste setzen sollte? :-)

Donnerstag, 14. April 2016

Fruchtige Frühlingsbowle (& Unboxing der März-Degustabox)

Es ist mal wieder Zeit, um ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern: Die Examensarbeit wurde bereits vor zwei Monaten abgegeben, ich arbeite an zwei Tagen in der Woche als Nachhilfelehrerin, momentan belege ich meine letzten drei Seminare an der Uni (die alle nicht mehr examensrelevant sind!) und jetzt ist es noch zu früh, um sich ernsthaft Gedanken (und Sorgen) um die Prüfungen im Herbst oder gar eine Referendariatsstelle zu machen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass ich gerade eine besonders schöne und entspannte Phase durchlebe und mir meine Freizeit relativ gut und großzügig für viele wunderbare Dinge einteilen kann. Im Grunde ist das gerade natürlich eher die Ruhe vor dem Sturm und ich versuche nicht zu sehr zu bedauern, dass ich möglicherweise (wenn ich nicht arbeitslos unter einer Brücke ende) nie wieder sooo viel Zeit zur Verfügung haben werde, sondern diese nun einfach ganz bewusst zu genießen. Demnach habe ich letzte Woche ein paar tolle Tage mit Juli in meiner Heimat verbracht und im Rahmen seines ersten elternfreien Urlaubs den Heide-Park besucht (er war sooo begeistert!) und freue mich schon jetzt auf unseren nächsten (ebenfalls elternfreien) Urlaub in Dublin im Juni - ganz entspannt, mitten im Semester. Diese beiden Mini-Reisen sind absolute Highlights, aber all die kleinen alltäglichen Dinge machen mich momentan genauso glücklich - nicht allzu früh aufstehen zu müssen, den Frühling so richtig genießen zu können und Zeit für meine Hobbies und für meine Lieben zu haben. Insgesamt gibt es einfach sooo viele planbare und spontane Möglichkeiten diese kostbaren Monate zu nutzen und ein Brunch mit den liebsten Freundinnen bot sich da natürlich auch super an! Der Inhalt der März-Degustabox* eignete sich absolut perfekt für ein ausgibiges Frühstück und mit dem (natürlich) alkoholfreien Rosé-Sekt von Rotkäppchen aus der Box haben wir uns sogar noch schnell eine fruchtige Frühlingsbowle gemixt. 


 Für 8-10 Gläser
2 Schälchen Erdbeeren (gewürfelt und leicht gezuckert)
1-2 Limetten (gewürfelt und als Deko)
1 Flasche Rosé-Sekt (bei Bedarf alkoholfrei)
500 ml Ginger Ale
500 ml Apfelsaft
frische Minze (nach Belieben)

Die Zubereitung der Bowle ist ganz einfach, da alle Zutaten nur in eine große Schüssel gegeben werden müssen. Am besten sollten die Getränke dafür natürlich gekühlt sein, ansonsten könnten aber auch Eiswürfel nach Bedarf hinzugegeben werden. Uns hat die Bowle mit Erdbeeren und Limetten richtig gut geschmeckt, aber ein Mix mit anderen Obstsorten, wie z.B. Himbeeren oder Melone, wäre sicherlich auch toll.


Hach, ich liebe Brunch und gemütliche Frühstücksrunden mit lieben Leuten. Ich freue mich total, die letzten Wochen (oder vielleicht auch nur noch... Tage!) von Resis Schwangerschaft ganz bewusst und entspannt miterleben zu können (bevor sie erst einmal selbst nicht mehr in Ruhe frühstücken kann :D) und freue mich schon so sehr darauf, nicht nur ganz viel Zeit zum Spielen mit Juli zu haben, sondern bald auch noch gleichzeitig seinen Babybruder knuddeln zu können. 


In der Degustabox steckten, neben richtigen Frühstücksklassikern, wie Orangensaft von Valensina, Knäckebrot von Burger und veganem Streichfett von Becel, auch ganz besondere Brotaufstriche, wie Dulce de Leche von San Ignacio und ein "Hofgemüse"-Erbse-Basilikum-Aufstrich von Allos. Wir waren erst ganz schön skeptisch, aber der grüne Brotaufstrich schmeckt tatsächlich erstaunlich gut und erinnert ein wenig an Pesto.


Ansonsten befanden sich in der Box Kaffee mit einer feinen Schokonote und die passenden Kaffeefilter von Melitta, Softkirschen von Seeberger (toll im Müsli!), das schwedische Gebäck Göteborgs Singoalla und als Geschenk auch noch Caramel-Brownie-Schogetten (sooo lecker!). Die März-Box zählte mit diesem tollen Inhalt definitiv zu unseren liebsten Degustaboxen!


Wir gratulieren dem tollen Degustabox-Team übrigens ganz herzlich zum zweiten Geburtstag - macht weiter so, ihr Lieben! Falls ihr die Degustabox auch testen möchtet könnt ihr sie hier im Abo für 14,99€/Monat bestellen.

*Sponsored Post: Vielen Dank an das Team von Degustabox, das uns die Box zum Testen zur Verfügung gestellt hat. Obwohl dieser Eintrag Werbung für die einzelnen Produkte enthält, entsprechen meine Kommentare meiner ehrlichen Meinung und mir hat die Box wirklich wieder gut gefallen :-).

Montag, 11. April 2016

Super leckere super-Schokoladen-Cupcakes mit KEKSTEIG (& Buchvorstellung)

Hey ihr Lieben, 

ich weiß, ich weiß... von mir hört man hier auch irgendwie immer weniger. Es passiert einfach so unglaublich viel in letzter Zeit und obwohl ich vermutlich ganze Bücher über diese zweite (wirklich fantastisch verlaufende) Schwangerschaft und die Vorbereitungen auf Sohnemann Nummer Zwei schreiben könnte, kriege ich es einfach nicht gebacken, mich auf meinen Hintern zu setzen und tatsächlich mal vernünftig zu bloggen. Schande über mein Haupt. Ich schäme mich. Wirklich. Aber ich verspreche euch, dass ich euch in den nächsten Tagen zumindest nochmal von unserer relativ groß angelegten Renovierung der beiden Schlafzimmer berichten werde - ich fühle mich hier jetzt so pudelwohl und alles ist genau nach meinem Geschmack gelungen. Wohnungstechnisch sind wir damit quasi bereit für das nächste Familienmitglied :). Außerdem möchte ich euch auch unsere tollen neuen Familienfotos mit Babybauch nicht vorenthalten, die die liebe Jule von uns gemacht hat. Abgesehen davon, dass Julis Laune an diesem Tag katastrophal war, sind die Ergebnisse nämlich überraschenderweise wundervoll geworden :D. 

Heute möchte ich euch allerdings ein wahnsinnig köstliches Cupcake-Rezept verraten und zwar für diese wahren Schätze für alle, die genauso gerne rohen Keksteig futtern wie ich (und das tue ich nicht erst seit der Schwangerschaft!): 


Schokoladen-Cupcakes mit Keksteig-Überraschung

Cupcake-Teig:
150g Zartbitterschokolade
120g Butter
4 Eier
220g Zucker
1 Prise Salz
150g Mehl

Keksteig:
175g Mehl
60g Butter
100g brauner Zucker
100g Schokotröpfchen
1 TL Salz
50ml Milch

Topping & Garnitur:
250g Sahne
1 Päckchen Schokoladencremepulver
(z.B. Paradiscreme)
12 Mini Cookies

Heizt den Backofen auf 180°C (Umluft) vor und legt die Mulden eines Muffinblechs mit Papierförmchen aus. Für den Teig schmelzt ihr die Schokolade in Butter (mhh.... Schokibutter). Währenddessen könnt ihr schon die Eier mit Zucker und Salz schaumig rühren und dann Mehl und die Schokoladenbutter hinzugeben. Gebt dann den Teig in die Förmchen (jedes Förmchen etwa 3/4 voll, sonst laufen sie über) und backt sie für 15 Minuten. Anschließend nehmt ihr die Cupcakes aus dem Ofen und lasst sie etwas abkühlen.

In der Zwischenzeit könnt ihr schon den Keksteig vorbereiten. Dafür müsst ihr einfach nur alle Zutaten gut miteinander verkneten. Formt dann aus dem Keksteig so viele kleine Kugeln wie ihr Cupcakes gebacken habt. Diese höhlt ihr, sobald sie ein wenig abgekühlt sind, in der Mitte etwas aus und gebt in jeden einzelnen eine Keksteig-Kugel.

Nun müsst ihr sie nur noch mit dem Topping bespritzen, das ihr ganz leicht anrührt, indem ihr das Schokoladencremepulver mit Sahne so lange per Hand verrührt, bis die Creme nicht mehr vom Schneebesen tropft. Füllt die Creme in einen Spritzbeutel und gebt auf jeden Cupcake eine ordentliche Portion Topping. Damit alles nun auch noch hübsch aussieht, einfach einen Keks in die Haube stecken und... FERTIG! Jetzt noch reinbeissen und... mhhhh... LECKER!


Das tolle Rezept für diese kleinen Wunderküchlein habe ich aus einem genauso tollen und noch recht neuen Buch: "Sugar Stories" von Michelle Thaler. Die gerade einmal 24-Jährige hat aus ihrer Leidenschaft, dem Backen, zunächst einen Foodblog und aus diesem Foodblog dann das eben genannte Buch zum Leben erweckt und ich muss sagen - kaufen lohnt sich! Michelle schafft es, nicht einfach "nur" Kuchen zu backen, nein, ihre Kreationen sind wahrhafte kleine Meisterwerke. Aber das allerbeste daran ist, dass die Rezepte gar nicht schwer sind. Für die Dekoration braucht man vermutlich ein wenig Übung, ansonsten schafft es meiner Meinung nach aber auch ein absoluter Back-Anfänger, mit ihren Rezepten absolute Köstlichkeiten zu erschaffen. 

 
Die Rezepte wirken auf den ersten Blick ausgefallen - beispielsweise braucht man für die köstlichen "Erdbeereis-Cupcakes" auf Seite 30 tatsächlich richtiges Erdbeereis - sind aber zum Großteil auch für das Backen mit kleinen Helfern wie meinem Juli wunderbar geeignet, was das Buch für mich noch einmal wertvoller macht. Außerdem sind die Zutatenlisten überschaubar und man braucht nicht tausend Dinge einkaufen, die man sonst nie wieder braucht und dann rumstehen hat - ein weiterer riesen Pluspunkt! Was das Buch meiner Meinung nach aber besonders bemerkenswert macht, ist die Tatsache, dass alle Fotos und das gesamte Buch-Design von Michelle selbst stammen. Sie hat tatsächlich vom Rezept bis hin zum fertigen Buch Eigenregie geführt und das mit 24. Hut ab, wirklich! Ich werde auf jeeeeeden Fall noch viele der Köstlichkeiten nachbacken. Und zum Schluss muss ich euch noch eine kleine Anekdote vom Backen der Keksteig-Cupcakes erzählen, die Michelle noch sympathischer macht ;)... ausgerechnet bei diesem Rezept ist ihr nämlich ein Fehler unterlaufen: sie schreibt, dass man den Keksteig mit einem ESSLÖFFEL Salz zubereiten muss. Das kam mir schon beim Lesen recht viel vor, aber ich habe ihr vertraut... und den Keksteig anschließend noch einmal mit einem TEELÖFFEL voll Salz neu zusammengemischt :D... aber irren ist menschlich und solche kleine Fehler zeigen doch immer wieder, dass man eben keine Maschine ist!

Also, Ladies... eine klare Kaufempfehlung  für die "Sugar Stories" von Michelle Thaler! (Und das nicht nur, weil der liebe Topp-Verlag uns ein Exemplar als Rezensionsexemplar zugeschickt hat - dafür trotzdem herzlichen Dank!!)

Jetzt bleibt mir nur noch zu sagen: VIEL SPAß beim Nachbacken!