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Montag, 20. Juni 2016

Rhabarber-Ingwer-Chutney (perfekt zu Käse oder Gegrilltem)

Obwohl ich absolut keinen Spargel mag (I know, I know...), bin ich ein großer Freund von saisonalem Obst und Gemüse. Im Herbst freue ich mich immer wieder auf die Kürbiszeit, im Sommer kann ich gar nicht genug Pfirsiche, Kirschen und frische Beeren verputzen und im Frühling liebe ich alles mit Rhabarber. Umso größer war mein Entsetzen, als ich vor einigen Tagen feststellte, dass der Johannistag und somit das alljährliche Ende des Rhabarbers nicht einmal mehr eine Woche entfernt waren und ich dieses Jahr noch gar keinen Rhabarber verarbeitet oder gegessen hatte! Mayday, Mayday! Im Handumdrehen wurde Rhabarberkuchen genascht und überlegt, was ich nun noch schnell mit dem rosa-grünen Gemüse anstellen könnte. Gleichzeitig brauchte ich auch noch ein Mitbringsel für meine irische Familie, die Juli und ich am Freitag (!!!) endlich wieder besuchen werden und somit beschloss ich kurzerhand, zum ersten Mal ein Chutney zu kochen: Ein köstliches, süß-saures Rhabarber-Ingwer-Chutney.


Für 5 Gläser (je 200-300 ml):
1 kg Rhabarber
3 kleine-mittelgroße Zwiebeln (fein gewürfelt)
ein 2-cm-großes Ingwerstück (fein gewürfelt)
200 ml weißer Balsamico-Essig
500 g Zucker
1 TL Salz

Zuerst putzt ihr den Rhabarber (schälen braucht ihr ihn nicht unbedingt) und schneidet ihn in kleine Stücke (etwa 1 cm breit). Der Rhabarber wird dann kurz zur Seite gelegt und erst einmal gebt ihr die Zwiebelstückchen, den Ingwer, den Essig, den Zucker und das Salz in einen großen Topf und lasst das Ganze für etwa 5 Minuten köcheln. Wenn der Zucker aufgelöst ist, könnt ihr die Rhabarberstückchen hinzugeben und das Ganze bei niedriger Hitze für etwa 20 Minuten köcheln lassen. Wenn der Rhabarber bis auf wenige Stückchen verkocht ist und die Konsistenz der von Marmelade ähnelt, könnt ihr das Chutney noch einmal nach Belieben abschmecken. Anschließend füllt ihr das noch kochend heiße Chutney in sterile Gläser mit Schraubverschluss und dreht diese umgehend nach dem Befüllen (und Verschließen) auf dem Kopf, damit ein Vakuum entstehen kann. Die verschlossenen Gläser sollten mindestens ein Jahr lang halten, das geöffnete Chutney im Kühlschrank mindestens acht Wochen.


(Fun fact: Zu Beginn meiner Au Pair Zeit war der kleine Knirps der Familie gerade einmal 1 1/2 Jahre, konnte "Julia" nicht aussprechen und nannte mich "Goola" - mittlerweile ist er 7 Jahre alt und kann meinen Namen natürlich längst richtig aussprechen, aber mein Spitzname ist geblieben und meine Gastfamilie nennt mich seit jeher "Goola" :-))


Das Chutney schmeckt wunderbar süß-sauer-zwiebelig mit einem Hauch von der Schärfe des Ingwers und am allerbesten schmeckt es mir mit richtig gutem Käse. Hierbei sollte ich anmerken, dass "richtig guter Käse" für mich mittelalter bis richtig alter Gouda oder - noch besser - Cheddar ist (aber bloß keinen milden, der weniger als sechs Monate gereift ist - je älter, bröseliger und knirschiger im Mund, desto besser :D). Das, was andere möglicherweise als "richtig guten Käse" beschreiben würden, mag ich dann leider eher gar nicht, aber das Chutney schmeckt bestimmt auch zu anderen Käsesorten gut! Außerdem kann ich mir auch vorstellen, dass das Chutney supergut zu gegrilltem Fleisch passt - das werde ich bei Gelegenheit umgehend testen.

Wie mögt ihr Rhabarber am liebsten?

Freitag, 17. Juni 2016

One-Pot-Pasta mit Hähnchen und Paprika

In den letzten Wochen habe ich versucht, Resi und ihre kleine Familie so gut wie nur möglich zu unterstützen, um ihnen die Anfangsphase mit einem kleinen Babyzwerg so einfach wie nur möglich zu machen. Aus diesem Grund hatte ich in den vorangegangenen Monaten schon extra recht viel für die Uni vorgearbeitet, um möglichst viel Zeit zu haben, um im Haushalt zu helfen, Juli aus dem Kindergarten abzuholen, Baby Joni zu knuddeln und alle mit Essen zu versorgen. Selbst zu kochen ist natürlich immer am besten und soll ich euch mal verraten, was am allerbesten ist? Wenn das selbstgekochte Gericht nicht nur unglaublich lecker ist, sondern sich wie eine Tiefkühlpizza in weniger als 30 Minuten quasi von ganz alleine kocht: One-Pot-Pasta ist hier das Zauberwort. In den letzten Jahren habe ich immerhin schon zwei Alles-in-einem-Topf-Pasta-Gerichte mit großer Begeisterung ausprobiert (eines ist hier zu finden), aber das Rezept, auf das ich (in leicht abgewandelter Form) in der aktuellen Ausgabe des Chefkoch-Magazins gefunden habe, schlägt nochmal alles um Längen! So einfach! So lecker! So gut!


Für 2 ziemlich große Portionen
250 g Hähnchenbrust (in kleinen Streifen)
1 Paprikaschote (in Würfeln)
1 Knoblauchzehe (gepresst)
1 EL Olivenöl
250 g Pasta
350 ml Gemüsebrühe
Salz & Pfeffer
1 Dose gehackte Tomaten
1 Prise Zucker
30 g Kräuterfrischkäse
Basilikum (nach Bedarf)
geraspelter Gouda (nach Bedarf)

In einer riesengroßen Pfanne oder in einem großen Topf bratet ihr das Hähnchenfleisch und die Paprika etwa 2 Minuten im heißen Olivenöl an. Dann gebt ihr die Gemüsebrühe, 1 TL Salz, den Knoblauch, eine großzügige Prise Pfeffer, eine kleine Prise Zucker, die Tomaten und die ungekochten Nudeln hinzu. Jetzt verrührt ihr alles kurz und lasst dann einfach alles für 15-20 Minuten ohne Deckel bei mittlerer Hitze köcheln (diese Zeit könnt ihr super z.B. super zum Babyknuddeln nutzen!). Nach dieser Zeit sollte die Pasta bissfest und die Soße schön sämig sein. Nun rührt ihr noch den Frischkäse, den Basilikum und etwas Gouda unter, schmeckt alles noch einmal mit Salz und Pfeffer ab und.... tada, schon fertig! It's magic!


Eigentlich ist im Originalrezept Parmesan statt Gouda vorgesehen, aber den mag ich überhaupt nicht (das ist noch zu milde ausgedrückt - ich hasse Parmesan!), aber mit etwas Gouda war es auch richtig lecker. Außerdem haben wir aus Rücksicht auf Jonis Verdauung auf den Knoblauch verzichtet, den wir letztendlich aber auch nicht vermisst haben. Geplant war das Ganze als Mittagessen für Resi und mich, aber nachdem wir beide zwei Teller verputzt hatten, war auch noch immer eine weitere Portion für Resis Partner übrig (der sich auch sehr gefreut hat :D).


Dieses Gericht wird es ab jetzt auf jeden Fall öfter geben - ich weiß nicht, ob ich es schon mal erwähnt habe, aber es ist EINFACH SO GUT!! Okay, ich geb's zu. Ich bin besessen von One-Pot-Pasta. Wir haben schon beschlossen, nun noch weitere Rezepte auszuprobieren (auch wenn dieses hier schon sooo- na gut, ich höre ja auf...). Habt ihr ein paar Empfehlungen für mich? :)



Mittwoch, 15. Juni 2016

Julis Kindergarten-Frühstücks-Tipps (& Unboxing der Mai-Degustabox)

Hallöchen,

ich bin es mal wieder, euer Juli. Wie ihr wisst, bin ich ja vor fast vier Wochen ein großer Bruder geworden, weil mein kleiner Bruder Jonathan - ihr könnt auch Joni sagen, wenn ihr möchtet - eeeendlich aus Mamas Bauch rausgekommen ist. Das hat aber auch wirklich lange gedauert. Eigentlich ist er ganz schön niedlich, der Joni. Manchmal meckert er ein bisschen, aber meistens nur, wenn er Hunger hat oder ein ekliges Häufi in seine Windel gemacht hat (beim Wickeln gucke ich in dem Fall nicht so gerne zu). Ansonsten ist der Brudi aber echt lieb und ich werde nachts gar nicht von ihm geweckt - da hat meine Mama wohl ein bisschen übertrieben, als sie das erzählt hat bevor er geboren wurde. Für mich hat sich also bisher gar nicht so viel verändert, außer, dass Mama jetzt ein bisschen mehr auf Joni aufpassen muss als auf mich, aber das verstehe ich eigentlich schon ganz gut, obwohl es natürlich manchmal nervig ist, wenn ich warten muss, weil Joni gerade gestillt wird. 

Im großen Kindergarten gefällt es mir auch noch richtig gut, jetzt, wo ich dort endlich richtig angekommen bin. Mama hatte deshalb die Idee, dass ich euch ja mal erzählen könnte, was ich gerne zum Frühstück esse. Ihr müsst wissen, dass wir im Kindergarten jeden Tag zuckerfreien Vormittag haben, weil das gut für die Zähne ist. Das stört mich überhaupt nicht, schnucken kann ich dann ja immernoch, wenn ich nach Hause komme. Dienstags gibt es bei uns dann auch noch das "Kita-Frühstück" - da kann ich meinen Rucksack und die Frühstücksdose zuhause lassen, denn wir essen an diesem Tag alle zusammen leckere Sachen, die unsere Erzieherinnen für uns vorbereitet haben. Wenn meine Mama mir an den restlichen vier Tagen ein Frühstück einpackt, dann esse ich das auch sehr gerne, denn meistens ist jeden Tag etwas anderes in meiner Dose und so wird es auch nicht langweilig. Außerdem fragt Mama mich morgens, was ich gerne auf meinem Brot essen möchte, damit ich ihr sagen kann, worauf ich gerade am meisten Lust habe. Papa nimmt übrigens auch jeden Tag ein Frühstück mit zur Arbeit, deshalb gibt es bei uns eigentlich immer eine schöne Auswahl an Sachen, die man auf dem Brot essen kann: Leberwurst, Schinken, Salami, Käse und Frischkäse fehlen im Kühlschrank eigentlich nie. 

Aber in meiner Brotdose liegt nicht einfach nur ein Brot, sondern auch immer noch etwas Obst und/oder Gemüse (ich mag momentan besonders gerne Blaubeeren, die sind wirklich lecker - UND Karotten - ich liiiiiiebe Karotten, die knacken so schön beim Essen), ein Snack aus Wurst oder Käse und manchmal auch noch ein paar knusprige Kleinigkeiten wie Cracker oder Salzbrezeln. Heute sah meine Brotdose so aus:


Es gab ein Bauernbrot mit Frischkäse, super leckere Salzcracker und eine köööööstiche Cabanossi-Wurst aus der letzten Degustabox, die Mama und Jule für den Blog Monat für Monat testen dürfen (praktisch, oder?? Da springen wirklich manchmal richtig tolle Sachen für mich raus!), außerdem frisches Obst - diesmal eine süße Erdbeere, Blaubeeren und Weintrauben. Karotten hatte ich heute mal nicht, die hätten einfach nicht mehr in die Dose gepasst - morgen gibt Mama mir bestimmt wieder welche mit!


Was esst ihr denn eigentlich gerne zum Frühstück? Nehmt ihr euch auch immer eine Brotdose mit an die Arbeit? Oder habt ihr auch eine Mama, die das Frühstück für euch macht? Ach... eins noch: Habt ihr meine tolle Brotdose gesehen? Die hat Jule mir aus London mitgebracht. Schön, oder??


Ich glaube, meine Mama wollte auch noch ein paar kleine Worte sagen. Von mir wars das also erstmal wieder! Bis bald, euer Juli!


Neben den Salamis von Houdek und den Rice Crackers von N.A.! (eine große Tüte gesalzene Cracker und drei kleine Tütchen mit Pfeffer) steckten in der Mai-Degustabox auch viele weitere Snacks, die sich super für unterwegs oder auch für ein Picknick anbieten: Zwei Erdnussriegel von Mr. Tom, glutenfreie Twin Bar Schokoriegel von Schär drei verschiedene Sorten Kaustreifen von Fritt (die gehen immer, oder?! :D) und eine lustige Candy Sushi Box aus Fruchtgummi von Look-o-Look. Dazu gab es auch noch Curry-Paniermehl von Bloch, eine "Schnelle Pfanne" von reis-fit, zwei Päckchen Eszet-Schnitten, ein Bio-Erfrischungsgetränk Lemon & Ginger von berrywhite, einen Vitaldrink von Powerlook und eine kleine Flasche alkoholfreien Sekt von Henkell. Wie immer war die Degustabox auch diesen Monat bunt gemischt - einige Produkte konnten uns dieses Mal persönlich nicht so überzeugen, aber am besten haben uns die Salamis von Houdek und die Fritt-Kaustreifen gefallen. 

Falls ihr die Degustabox auch testen möchtet könnt ihr sie hier im Abo für 14,99€/Monat bestellen. 

*Sponsored Post: Vielen Dank an das Team von Degustabox, das uns die Box zum Testen zur Verfügung gestellt hat. Obwohl dieser Eintrag Werbung für die einzelnen Produkte enthält, entsprechen meine Kommentare unserer ehrlichen Meinung und uns hat die Box wirklich wieder gut gefallen :-).

Dienstag, 7. Juni 2016

Jules Summer Bucket List 2016

Sommer! Endlich! Hach, wie wunderbar. Auch wenn die anderen Jahreszeiten natürlich auch immer schöne Dinge und Ereignisse mit sich bringen, ist der Sommer doch noch einmal etwas ganz Besonderes. Keine andere Jahreszeit verbinde ich mit so viel Tatendrang, Abenteuerlust und Lebensfreude. Dieses Jahr bin ich bei all der Freude aus zweierlei Gründen aber auch ein wenig wehmütig, wenn ich an die kommenden Monate denke - zum einen werde ich diesen Sommer (neben all den schönen Dingen) für die Examensprüfungen lernen müssen (uwäh!) und zum anderen wird dieser Sommer mit großer Wahrscheinlichkeit der letzte "richtig lange" Sommer für mich sein, da ich, sobald das Studium vorbei ist, (wenn es gut läuft) in Zukunft eher nicht mehr oder weniger drei ganze Monate frei haben werde, um den Sommer genießen zu können. Gerade aus diesem Grund und um mich beim Lernen nicht allzu wahnsinnig zu machen, habe ich mir, wie auch im letzten Jahr, wieder eine Summer Bucket List mit vielen kleinen und großen Dingen, die ich diesen Sommer erleben möchte, angelegt.


1. Erdbeeren pflücken
Diesen Sommer möchte ich unbedingt selbst Erdbeeren pflücken. Bei uns in der Nähe gibt es dafür zum Glück ein großes Erdbeer-Selbstpflück-Feld und ich freue mich schon auf all die kleinen süßen Früchtchen, die ich dieses Jahr auch unbedingt wieder zu einer köstlichen Erdbeerlasagne verarbeiten möchte.

2. Mit Juli nach Irland
... mein wohl größter und aufregendster Plan für diesen Sommer. Wie jedes Jahr (mindestens einmal), wollte ich auch unbedingt in diesem Jahr wieder meine irische Heimat besuchen und dass Resi als frischgebackene Zweifachmami und ich dieses Jahr ausnahmsweise nicht gemeinsam verreisen könnten, stand ja schon fest, als Joni noch in ihrem Bauch wohnte. Umso mehr freute ich mich, als meine Gastmutter fragte, ob ich Juli (der jetzt ja auch schon zweimal mit uns in Dublin war) dieses Mal nicht trotzdem auch wieder mitbringen möchte, weil sich meine Gastkinder auch sehr darüber freuen würden. Aber klar doch! Obwohl ich super viel Zeit mit Juli verbringe und wir gemeinsam schon sämtliche Lebenssituationen gemeistert haben, hatte ich vor dem alleinigen Reisen mit einem Kleinkind schon etwas Respekt, weshalb ich im April testweise mit ihm für ein Wochenende in meine Heimat gereist bin, was aber auch ganz wunderbar geklappt hat. Nun freuen wir uns beide schon uuunglaublich auf unseren "richtigen" Urlaub, der auch nur noch knapp zwei Wochen entfernt ist. Juli plant auch schon, was wir alles in "Öhrland" unternehmen können - z.B. zum Strand gehen und im Meer schwimmen. Nun... ja.

3. Lieblingsflohmarkt
Dieses Jahr möchte ich endlich wieder meinen allerliebsten Lieblingsflohmarkt im Sommer besuchen, der in der Nähe meiner Heimat stattfindet. Der Flohmarkt ist so riesengroß, dass es locker drei Stunden dauert einmal über den ganzen Markt zu schlendern und selbst dann hat man noch immer das Gefühl, nicht alle Stände gesehen zu haben. Der Flohmarkt findet dreimal im Jahr statt und nachdem ich letztes Jahr zwei der Märkte (im Frühling und Herbst) bei furchtbarstem Regenwetter besucht habe, freue ich mich nun auf den Sommermarkt mit hoffentlich ganz wunderbarem Wetter und ganz vielen tollen Schnäppchen.

4. Eis machen
Als riesengroßer Eisfan möchte ich diesen Sommer unbedingt köstliche Eiskreationen ausprobieren. Dabei denke ich nicht an cremiges Sahneeis, sondern an erfrischendes (Kokos-)Wasser-/Saft-/Limo/Tee-/Smoothie/Joghurt-Eis in diesen Eis-am-Stiel-zum-Selbermachen-Förmchen (die ich mir noch besorgen muss). Am besten fange ich damit gleich morgen an :D.

5. Wellnesstag in der Therme
Um - neben hoffentlich vielen Nachmittagen im Freibad - einen entspannenden Ausgleich zum blöden Lernen zu haben, plane ich mit einer Freundin diesen Sommer einen tollen Wellnesstag in einer schönen Therme.

6. Kino: "Ein ganzes halbes Jahr"
Seit einer gefühlten Ewigkeit warte ich sehnsüchtig auf die Verfilmung eines meiner absoluten Lieblingsbücher der letzten Jahre. Da der Film nun eeendlich in zwei Wochen in den deutschen Kinos anläuft, freue ich mich schon sehr darauf, mit meiner Mutter ins Kino zu gehen und falls der Film auch noch im Marburger Open-Air-Kino gezeigt werden sollte, wäre ich sicherlich nicht abgeneigt, ihn auch noch ein weiteres Mal unter Sternenhimmel zu schauen. Hach.

7. Zoo mit Juli
Juli und ich lieben gemeinsame Ausflüge! Diesen Sommer soll es u.a. auf jeden Fall auch wieder in den Zoo gehen. Es bereitet mir einfach unglaublich viel Spaß und Freude, wenn ich sehe, wie er sich freut und die Welt immer besser begreifen kann - natürlich nicht ohne unzählige Fragen zu allem Möglichen zu stellen. Vielleicht sollte ich vorsichtshalber noch ein paar Bücher über die Tierwelt wälzen, um mich auf unseren Ausflug vorzubereiten.

8. Einen Job angeln
Um die Zeit zwischen dem Ende meines Studiums und dem Beginn meines Referendariats (April 2017) möglichst sinnvoll zu nutzen, möchte ich mir einen neuen/zusätzlichen Job angeln. Mein größeres Ziel ist es dabei außerdem, in diesem Zeitraum dann auch endlich den Führerschein machen zu können. Waaah!

9. Ausflug in die Rhön
Ich wohne nun schon seit fast 5 Jahren in Hessen und habe, um ehrlich zu sein, während des Studiums noch gar nicht besonders viel (ohne einen meiner Geo-Kurse) von meiner Wahlheimat erkundet. Um dies ein wenig zu ändern, plane ich mit einer Freundin und Juli einen schönen Picknick-Ausflug in die Rhön zum Wandern und Sommerrodeln.

10. 100 Happy Days starten
Vor zwei Jahren habe ich bereits an der 100 Happy Days Challenge auf Instagram teilgenommen und 100 Tage lang jeweils ein Foto von einem Motiv gemacht, das mich an dem Tag glücklich gemacht hat. Das Ganze hat mir damals sehr viel Spaß gemacht und mir noch einmal mehr vor Augen geführt, dass wirklich jeder Tag mindestens einen kleinen Glücksmoment bereithält. Seit ich die Challenge beendet habe, habe ich immer mal wieder mit dem Gedanken gespielt, das Ganze (vielleicht auch für einen längeren Zeitraum) zu wiederholen, aber nachdem Lulu, die der Challenge im Moment nachgeht, mich nun auf's Neue angefixt hat, habe ich mir vorgenommen, tatsächlich noch einmal mitzumachen. Ich werde mir mit dem Beginn aber noch ein wenig Zeit lassen, sodass die 100 Tage die gesamte Zeit meiner Examensprüfungen umschließen (bis Mitte Oktober), sodass ich mich auch insbesondere in dieser stressigen und nervenzerrenden Zeit dazu zwinge, mich auch trotzdem auf die schönen Dinge des Lebens zu konzentrieren.

Es fiel mir gar nicht so leicht, die 10 Punkte für meine diesjährige Sommerliste festzulegen. Nachdem der "10.000-Schritte-am-Tag"-Punkt meiner Liste im letzten Jahr einer meiner Lieblingspunkte war und ich seitdem noch immer versuche, möglichst viel in Bewegung zu sein und ich mich dazu auch noch immer mit Hörbüchern motiviere, habe ich aufgrund der Erfahrungen des zwanghaften Mindestens-7-km-am-Tag-Gehen/Laufen im letzten Jahr beschlossen, das Ganze diesen Sommer etwas lockerer anzugehen. Ich möchte wirklich gerne täglich 7 km zurücklegen, viel Zeit draußen verbringen und mich viel bewegen, aber nicht um jeden Preis. Weil das Lernen diesen Sommer sehr wichtig sein wird und ich gleichzeitig auch viel Zeit mit Resi und den zwei Jungs verbringen möchte, sollen 10.000 Schritte am Tag dieses Jahr nicht meine Priorität sein. Es wäre toll, wenn ich die 10.000 Schritte so gut wie jeden Tag schaffe und so auch einen guten Ausgleich zum psychischen Stress schaffen kann, aber ich werde dieses Jahr dazu nicht um 6 Uhr morgens aufstehen oder bei den krassesten Unwettern durch die matschigen Feldwege stapfen. Ähnlich ist es mit meinem momentanen Leseverhalten - ich lese im Moment kaum in meiner Freizeit und würde mich auf der einen Seite gerne "verpflichten" diesen Sommer 10 Bücher zu lesen, aber wenn ich das wirklich machen würde, hätte ich am Ende vielleicht ein schlechtes Gewissen, wenn ich all diese Lesezeit nicht für's Lernen genutzt hätte. Auf der anderen Seite werde ich vielleicht ja auch trotzdem "ausversehen" 10 Bücher lesen und alles wird trotzdem gut. Wah, könnt ihr meinen konfusen Gedankengängen eigentlich noch folgen?! Ich habe jedenfalls dieses Jahr versucht, schöne Dinge auf meine Sommerliste zu setzen, um ein ausgewogenes Verhältnis von tollen Erlebnissen und blödem Lernen zu schaffen, mich aber nicht zu sehr ablenken zu lassen und den Sommer insgesamt trotz allem genießen zu können.

In diesem Sinne: Ich wünsche euch einen wunderbaren Sommer! Was habt ihr Schönes geplant? :-)




Donnerstag, 2. Juni 2016

Das Ende meines Studiums (& Unboxing der bürobox)

Ziemlich genau vor fünf Jahren saß ich in Irland an meinem kleinen Schreibtisch und füllte so viele Uni-Bewerbungen wie nur möglich aus (das ist kein Witz - aus Angst keinen Studienplatz zu bekommen, schickte ich die maximale Anzahl an Bewerbungen für verschiedene Studiengänge und Fächerkombinationen an alle Unis in Hessen). Nun, fünf Jahre später, stehe ich ganz kurz vor dem Abschluss meines Englisch/Erdkunde-Lehramtsstudiums und es ist an der Zeit, ein wenig über die vergangenen Jahre zu philosophieren. Studieren wollte ich nämlich eigentlich überhaupt nicht. Als ich das Abi endlich in der Tasche hatte, wusste ich bloß, dass ich "irgendwas Kreatives" werden wollte, vielleicht Kommunikationsdesignerin oder Mediengestalterin. Ohne festen Plan und mit großer Abenteuerlust ging es dann erst einmal für ein Jahr nach Irland und man, war dieses Jahr wichtig - wichtig, um Abstand zur Schule und allem Bisherigen zu gewinnen und wichtig, um mich selbst zu finden. Neben unzähligen wunderbaren Erfahrungen, habe ich während meiner Zeit auf der grünen Insel erkannt, wie viel Spaß es mir macht, Zeit mit Kindern zu verbringen und ihnen die verschiedensten Dinge beizubringen. Lehrerin zu werden, schien plötzlich eine ziemlich gute Idee. 


Um ehrlich zu sein, wusste ich überhaupt nicht so richtig, was mich an einer Universität erwarten würde und wie das Studieren so funktioniert, bis ich dann plötzlich im Oktober 2011 als Ersti durch eines der unzähligen Gebäude der Marburger Philipps-Universität irrte - entgegen all meiner Zweifel wurde ich nämlich doch sogar an allen Unis in Hessen angenommen, gemeinsam mit Resi (die übrigens schon immer Lehrerin werden wollte), entschied ich mich dann aber aus verschiedenen Gründen für Marburg. Bevor ich also überhaupt einen Fuß in die Uni gesetzt hatte, wusste ich nur, dass Studenten ein meist entspanntes Leben führen, viel feiern und das Studium insgesamt die schönste Zeit des Lebens sein muss. Ha... ha. Bevor ich jetzt weiter aushole, sollte ich vielleicht noch einmal betonen, dass ich möglicherweise nicht dem Prototyp der klassischen Studentin entspreche, weil ich a) absolut kein Partymensch bin, b) keinen Alkohol mag, c) kein Gruppen/Cliquen-Mensch bin und d) mein Studium seit jeher ernst genommen habe. Zu den Fakten a) bis d) kamen noch weitere Gründe, wie z.B. der plötzliche Tod meiner geliebten Oma zwei Wochen vor Beginn des Studiums, die mir den Start in mein Studium unglaublich schwer machten. All die neuen Eindrücke, all das Unbekannte und der von vielen Dozenten und Kommilitonen verbreitete Leistungsdruck während des ersten Semesters löste bei mir in den ersten Wochen eine regelrechte Panik und riesige Selbstzweifel aus, sodass ich tatsächlich mit dem Gedanken spielte, das Studium direkt wieder hinzuschmeißen.


Zum Glück konnte Resi (als deutlich selbstbewussterer Ersti) mich gerade in dieser ersten Zeit auffangen und mir Mut machen, sodass ich die ersten Wochen trotz aller Zweifel irgendwie überlebte und nach den ersten (richtig gut) bestandenen Klausuren ließ meine Angst, an der Uni fehl am Platz zu sein, dann doch spürbar nach. Bis ich mich also überhaupt wohl an der Uni fühlte (bzw. so wohl wie man sich an der Uni überhaupt fühlen kann), vergingen einige Monate, wenn nicht sogar eher zwei bis drei ganze Semester. Ich glaube, was mich insgesamt am meisten am Studium gestört hat, war die kühle Oberflächlichkeit, mit der ich als Studierende konfrontiert wurde - in vielen Seminaren hatte ich das Gefühl, für den Dozenten nichts weiter als eine Matrikelnummer auf einer langen Liste zu sein und von Menschlichkeit fehlte oftmals jede Spur. Das Verhältnis zu den meisten Kommilitonen empfand ich als mindestens genauso oberflächlich, manchmal schon richtig geheuchelt - eine halbherzige Unterhaltung ("Und, in welchem Semester bist du? Was sind deine Fächer?" - "Ah, cool..."), eine erzwungene gemeinsame Arbeit an einem Referat und anschließend vielleicht noch gerade ein "Hallo!" auf dem Flur. Na gut, vielleicht wäre das auch alles ein bisschen anders gelaufen, wenn ich wöchentlich an wilden WG-Parties teilgenommen hätte, aber um ehrlich zu sein, bin ich viel, viel glücklicher mit einer Handvoll richtiger Freunde als mit einer zehnköpfigen Studi-Clique, die sich nach dem Studium ohnehin aus den Augen verliert. Die maßlos übertriebene Panik vor den Klausuren (die teilweise sogar von Dozenten geschürt wurde, die stolz und breit grinsend von der Durchfall-Quote bisheriger Jahrgänge berichteten) hielt sich mit wachsender Erfahrung zum Glück in Grenzen, aber was mich - neben der blöden finanziellen Situation (an dieser Stelle: Danke, Moms und Paps!) während des Studiums - auch wahnsinnig machte, war der ständige und wirklich fast niemals anhaltende Zeitdruck. Immer gab es irgendwas zu erledigen und selbst, wenn eine Arbeit gerade eingereicht war, lauerte im Hinterkopf schon die nächste Deadline - so ein gesamtes Studium muss ja unbedingt innerhalb von 10 Semestern geschafft werden, um nicht in noch größere finanzielle Nöte zu geraten. Ich weiß, dass viele Studierende abwägen, für welche Veranstaltungen sie sich ins Zeug legen und welche sie einfach schleifen lassen, aber blöderweise bin ich zu gewissenhaft und zu ehrgeizig, um nicht immer mein bestes zu geben, was mir dann eben oftmals zum Verhängnis wurde.


Zum Glück war aber natürlich nicht alles am Studieren furchtbar (das hätte ich ja auch gar nicht durchgehalten!) und es gab auch viel Schönes am Studentenleben. So blöd wie manche Veranstaltungen auch gewesen sein mögen, viele Seminare waren auch richtig, richtig toll und einige (wenige) Dozenten haben uns Studierende eben doch wie richtige Menschen behandelt und mir das Gefühl gegeben, an den Lernfortschritten ihrer Schützlinge interessiert zu sein. Bei manchen Veranstaltungen war ich am Semesterende demnach sogar etwas traurig, dass ich die Dozenten anschließend nie wieder sehen würde. An sich lerne und lese ich sehr gerne und neben vielen unsinnigen Dingen (Statistik of all things!) habe ich natürlich auch viel Interessantes und Sinnvolles aus meinen Kursen mitgenommen. Am allerwichtigsten ist es jedoch, dass ich mit dem fortschreitenden Studium immer mehr wusste, warum ich mich teilweise durch die Uni quälte: Um Lehrerin zu werden. Mit jedem Praktikum und jedem praxisnahen Seminar, wurde ich mir immer sichererer, dass ich auf dem richtigen Weg bin und nun unbedingt Lehrerin werden möchte. Was mich nun auch ein wenig wehmütig macht, ist die Aussicht darauf, möglicherweise nie wieder so viel Zeit zu haben, wie ich sie während meines Studiums hatte. Trotz der Veranstaltungen, der drohnenden Deadlines und des Nebenjobs konnte ich mir meine Freizeit meistens richtig gut selbst einteilen und man, das war ganz schön toll - so viel Zeit für Hobbies, Freunde, Patenkind(er!!!) und Reisen in die deutsche und irische Heimat zu jeder Jahreszeit werde ich in Zukunft wohl erst einmal nicht mehr haben.

Was ich außerdem an meinem Studium (und voraussichtlich auch (meist?) an meinem Job) liebe, ist das Organisieren und Erstellen von Plänen und Materialien (somit bin ich dann letztendlich wohl doch dabei "etwas Kreatives" zu werden :D) und was man dazu (neben ein bisschen Kaffee und grandiosen Ideen) braucht, sind natürlich Schreibwaren. Ich liebe Schreibwaren und könnte mindestens genauso lange durch Stifte-, Papier- und Krimskrams-Abteilungen wie durch Klamottenläden schlendern. Umso begeisterter war ich natürlich, als uns das liebe Team von büroshop24 fragte, ob wir nicht Lust hätten, die brandneue bürobox in der Limited Edition No. 1* zu testen - eine Überraschungsbox voller Schreibwaren - juhuuu!


Wir haben hier auf dem Blog im Laufe der Zeit ja die verschiedensten Food-, Baby- und Beautyboxen vorgestellt, aber eine bürobox mit Schreibwaren war mir nicht nur ganz neu, sondern ist für mich persönlich auch viel nützlicher als so manche Beautybox mit knallpinkem Lippenstift und giftgrünem Nagellack! Die Box beinhaltet zwölf bunt gemischte Marken-Produkte im Gesamtwert von über 35€ und dabei kostet sie gerade einmal 11,89€! Ich war richtig aufgeregt, als ich die hübsche Aufbewahrungsbox (die ich sicherlich noch gut nutzen kann) öffnete und folgende Sachen auspackte:


Neben einer großen Packung Kopierpapier, einem Tipp-Ex-Korrekturroller, Briefumschlägen, einer Universalschere, Finelinern und Textmarkern von Stabilo, einem Klebestift, einem Heftgerät, Haftmarkern und Post-it Haftnotizen, steckte auch eine Tüte Gummibärchen von Haribo in der Box. Insgesamt war die Box also mit allerlei Dingen gefüllt, die ich tatsächlich jeden Tag nutze und gleichzeitig sind Gummibärchen natürlich die perfekte Nervennahrung, falls das Studium (oder der Job) gerade einmal wieder besonders blöd sind. Zusätzlich befand sich in der Box aber auch noch eine Powerbank von Intenso, mit der ich in einer Box voller Schreibwaren erst einmal gar nicht gerechnet hätte, aber dafür waren die Überraschung und die Freude umso größer! Der Akku meines Handys hält im Alltag locker von morgens bis abends, aber mein geliebter iPod Classic in der 5. Generation (den ich bereits seit 10 Jahren besitze) wird langsam etwas altersschwach und nichts ist frustrierender, als wenn der Akku gerade während einer besonders spannenden Stelle des Hörbuches auf dem Weg zur Uni einfach mit einem "Knack!" im Ohr ausgeht. Dank der Powerbank (für die ich bisher einfach zu geizig gewesen war), sollte dieses Problem nun im Handumdrehen beseitigt sein, yippeh! Ich bin jedenfalls total begeistert von der bürobox und würde mich freuen, wenn sie in Serie gehen würde, man kann schließlich niemals genügend Stifte und Krimskrams haben! Außerdem finde ich auch, dass die bürobox ein richtig gutes Geschenk für Erstis oder insgesamt (frustrierte) Studenten ist - mich hätte man damit jedenfalls zu jeder Zeit aufmuntern können!


Nun habe ich also noch die letzten sechs Wochen meines letzten Semesters vor mir und dann noch die Examensprüfungen im September und Oktober, bevor ich mir dann - wie vor fünf Jahren, als es um einen Studienplatz ging - Sorgen um einen Referendariatsplatz machen werde. Mein Studium war manchmal ziemlich blöd und manchmal aber eigentlich auch ganz schön toll und neben all den sinnlosen und sinnvollen Dingen habe ich auf jeden Fall eine Menge über mich selbst gelernt und bin an all den Herausforderungen, Krisen und Erfolgen gewachsen. Ich würde nicht sagen, dass mich das Studium als Person komplett verändert hat, aber ich bin definitiv selbstbewusster, belastbarer und gleichzeitig auch entspannter geworden - was teilweise aber sicherlich auch an all den anderen Dingen liegt, die während der letzten fünf Jahre passiert sind. Wer hätte schon vor fünf Jahren gedacht, dass ich mein dreijähriges Patenkind nebenbei bis heute mit aufziehen würde und mittlerweile mein zweites, 14 Tage altes Patenkind(-to-be) knuddeln kann? Das Leben ist manchmal wirklich eine Wundertüte und ich bin gespannt, welche Überraschungen das nächste Kapitel für mich bereit hält (neben all den furchtbaren Dingen, die im Referandariat angeblich auf mich zukommen werden, wäre ein Mr Right dazu vielleicht ein wunderbarer Ausgleich, Patenkinder habe ich erstmal genug! :D). 

War das Studium nun also die schönste Zeit meines Lebens? Ich hoffe nicht! Denn das würde schließlich bedeuten, dass alles, was nun auf mich zukommt, nicht mindestens genauso toll wird und hey, wie blöd wäre es denn, wenn das wahre Leben blöder als ein schnödes Studium ist?!

* Die bürobox wurde uns kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde nicht beeinflusst, mir hat die Box wirklich richtig gut gefallen und ich bedanke mich herzlich beim büroshop24-Team für die tolle Kooperation!