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Montag, 24. Oktober 2016

Backen mit Juli: Herbstliche Apfel-Zimt-Kekse

Hello from the other side! Ich hab's geschaaafft - die Staatsexamensprüfungen liegen endlich hinter mir. Ich warte zwar immernoch auf die Ergebnisse der schriftlichen Prüfungen, aber die mündlichen Prüfungen liefen schon mal sehr gut. Was aber mindestens genauso wunderbar ist: Ich habe mein Leben wieder! Ich hoffe zwar darauf, mir ganz bald einen Überbrückungsjob zu angeln, aber selbst dann werde ich noch genügend Freizeit haben und endlich wieder den schönen Dingen des Lebens nachgehen können (vermutlich wird das dann eher die Ruhe vor dem Referendariats-Sturm, aber hey, wer denkt denn jetzt schon daran?!). Besonders froh bin ich auch, dass ich nun endlich wieder mehr Zeit mit meinen beiden Patenjungs verbringen kann. Juli hatte schon seit Wochen immer wieder gefragt, ob er endlich wieder mal bei mir schlafen könnte ("Das habe ich schon lange, lange nicht mehr!") und am vergangenen Wochenende konnte ich ihn dann endlich wieder zu mir einladen. Wir haben einen ganz schönen Herbsttag verbracht, eine Blättercollage gebastelt und auch noch köstlich-knusprige Apfel-Zimt-Kekse gebacken. Falls ihr auch Lust auf herbstliches Gebäck habt, teile ich das Rezept gerne mit euch.


Für 2 Bleche:
225 g Butter (weich)
140 g Zucker
1 Eigelb
280 g Mehl
1 Prise Salz
ca. 1 TL Zimt
100 g getrocknete, weiche Apfelringe (in sehr kleinen Stückchen)

Zuerst schlagt ihr die Butter mit dem Zucker cremig-schaumig, mixt anschließend das Eigelb unter und gebt dann das Mehl, Salz, Zimt und die Apfelstückchen hinzu. Knetet den Teig gut durch und legt ihn für etwa eine Stunde in den Kühlschrank. Nach der Kühlzeit wird der Teig am besten zwischen zwei Blättern Backpapier und etwas Mehl ca. 3 mm dünn ausgerollt und nach Herzenslust ausgestochen. Die Plätzchen werden bei 180°C für etwa 10 Minuten gebacken bis sie goldbraun sind und die Küche wunderbar nach Apfel-Zimt duftet :-).


Unsere Kekse sind leider nicht ganz so ansehnlich geworden - Juli und ich haben die Apfelringe in sorgfältigster Arbeit klein geschnitten, aber letztendlich waren unsere Apfelstückchen doch nicht klein genug und es war recht schwierig die Plätzchen mit unseren herzallerliebsten Waldtier-Förmchen (von IKEA) auszustechen. Vielleicht hätte man die Apfelringe sogar in einem Blender schreddern können, das werde ich wohl beim nächsten Mal ausprobieren. Nichtsdestotrotz waren unsere Kekse superlecker, wir hatten jede Menge Spaß beim Backen und es ist so wunderbar, zu sehen, wie Juli immer selbstständiger wird und immer mehr wichtige Aufgaben übernehmen kann.


Hach, ich freue mich sehr auf die nächsten Wochen, Monate und die Vorweihnachtszeit und endlich wieder ein bisschen entspanntere Freizeit verbringen zu können (und hoffentlich auch hier wieder etwas aktiver zu sein).

Montag, 10. Oktober 2016

Jonis Start in die B(r)eikost mit Mittagsbrei-Grundrezept (& Unboxing der Degustabox)

Hallo ihr Lieben,

heute gibt es endlich mal wieder einen Beitrag von mir. Es ist wirklich unglaublich - mein kleines Baby ist plötzlich schon fast fünf Monate alt und mein Großer wird in etwas mehr als zwei Monaten vier. Die letzten Wochen waren turbulent, seit Jonis Geburt mussten wir lernen, als vierköpfige Familie zu existieren und ich kann mit Stolz behaupten, dass es die meiste Zeit wirklich gut funktioniert. Juli ist zwar zur Zeit ein typischer fast-Vierjähriger, testet Grenzen, gibt Widerworte und hat auch den einen oder anderen Ausraster, der mich zur Weißglut treibt, aber nichts desto trotz ist er ein wunderbarer großer Bruder. Joni ist auch ein wunderbarer kleiner Bruder. Er ist so ein liebes Baby, weint ganz selten, ist sehr genügsam und ein richtiger Sonnenschein. Es gibt so Vieles, über das ich berichten könnte und so viele Geschichten aus den letzten fünf Monaten, die ich gern aufschreiben würde, aber tatsächlich fehlt mir dazu die Zeit, denn ich muss gestehen, dass ich nach einem Tag mit meinen zwei Mäusen, Philipp und dem Haushalt einfach gerne aufs Sofa sacke, die Füße hochlege und den lieben Gott einen guten Mann sein lasse.

Heute möchte ich euch allerdings von unserem tollen Beikost-Start berichten. Ich bin ein großer Beikost-Fan, auch wenn ich dieses Mal das Stillen in vollen Zügen genieße. Es ist einfach so praktisch: Man hat die Brüste ohnehin immer dabei und jede Mahlzeit ist genau richtig temperiert. Nichtsdestotrotz liebe ich es, wenn die Kleinen neue Geschmäcker entdecken - ich glaube, wir können uns gar nicht vorstellen, wie aufregend das sein muss. Ich habe das große Glück, dass meine Oma noch sehr aktiv einen kleinen Gemüsegarten pflegt und so konnte ich vor knapp drei Wochen einen allerersten Kürbisbrei mit einem Kürbis aus Omas Garten kochen. Joni hat ihn wunderbar angenommen, sodass wir auch Pastinaken- und Karottenbrei getestet haben. Eine Woche später kam die erste Kartoffel dazu und mittlerweile futtert er eine ganze Portion Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei. Es macht mir riesigen Spaß, für meinen Mini selbst zu kochen, ich bin aber auch kein Gläschen-Feind, denn ich finde es super praktisch, überall schnell mal was kaufen zu können. Allerdings ist es doch eine immense finanzielle Ersparnis, Babybrei selbst zu kochen, vor allem, wenn man das tolle Gemüse direkt aus dem Garten bekommt. Ich bin außerdem ein großer Lidl-Freund, denn dort bekommt man viel Obst und Gemüse in Bio-Qualität zu bezahlbaren Preisen. Heute war es dann mal wieder so weit: Nachschub musste her und da wir zufällig mit der letzten Degustabox das tolle Rapsöl aus der Teutoburger Ölmühle zugeschickt bekommen haben, habe ich heute zwei Sorten Babybrei gekocht. Hier ist mein Grundrezept für fünf bis sechs Portionen Brei:


 600g Gemüse
300g Kartoffeln (keine festkochenden verwenden)
300ml Wasser (ggf. etwas mehr)
50ml Rapsöl
180ml Apfelsaft (100% Fruchtgehalt)

Zuerst schält ihr das Gemüse und die Kartoffeln und schneidet alles in kleine Stücke. Dann gebt ihr es zusammen mit dem Wasser in einen Topf und lasst es circa 20 Minuten zugedeckt schön weich köcheln. Anschließend füllt ihr das Gemüse zusammen mit dem Öl und dem Apfelsaft in ein hohes Behältnis und püriert es gründlich. Der Brei kann dann portionsweise (150-200g entsprechen einer Portion) in gefriergeeignete Behältnisse gefüllt und nach dem Auskühlen eingefroren werden. Kleiner Tipp: Wer nicht so viele Dosen besitzt, kann z.B. auch kleine Gefrierbeutel verwenden!


Die Gemüsesorten können selbstverständlich variiert werden. Ich habe heute beispielsweise einen Kürbis-Karotte-Kartoffel- und einen Kohlrabi-Karotte-Kartoffel-Brei gekocht. Letzteren hat Joni heute Mittag gleich probiert und für gut befunden :). Das Rapsöl liefert wichtige Fettsäuren, die die Aufnahme von Vitaminen unterstützen und den Apfelsaft (alternativ geht auch jeder andere 100%ige Fruchtsaft) braucht man zur besseren Eisenaufnahme. Babies sollen 2-3mal pro Woche Fleisch oder einen anderen eisenhaltigen Brei-Zusatz bekommen, wie z.B. Hirse oder Haferflocken. Das Fleisch koche ich extra und friere es portionsweise ein. Hierfür eignet sich eine Eiswürfel-Form hervorragend, denn ein Kämmerchen entspricht genau einer Portion Fleisch für den Mittagsbrei. Ihr könnt mageres Rinder-, Schweine-, Lamm- oder Geflügelfleisch nehmen.

Für ca. 18 Fleischportionen á 20g braucht ihr:

360g mageres Fleisch, das ihr gründlich abspült und trocken tupft. Anschließend bedeckt ihr es zur Hälfte mit Wasser und lasst es etwa 15 Minuten bei schwacher Hitze zugedeckt köcheln. Zusammen mit dem Kochwasser püriert ihr es fein und füllt es dann portionsweise ab. Wenn es abgekühlt ist, kann es eingefroren werden.

 
Wenn ihr den Gemüse-Kartoffel-Brei und das Fleisch extra kocht, könnt ihr wunderbar ohne viel Aufwand zwischen verschiedenen Breien variieren, auch zwischen der vegetarischen und der fleischhaltigen Sorte. Das bringt Abwechslung in den Beikost-Alltag und mal ehrlich - wir essen ja auch nicht gerne jeden Tag das Gleiche, oder? :-) 


Ich freue mich, dass Joni den Mittagsbrei so gut annimmt. Er schafft mittlerweile wirklich eine ganze Portion und ich muss ihn hinterher nicht mehr stillen. Ich freue mich jetzt schon auf den Abendbrei, auch wenn jeder neue Brei ein kleines Stückchen mehr Abnabelung mit sich bringt. Babies werden einfach viiiiiiel zu schnell groß.

Habt ihr noch andere tolle Brei-Rezepte für mich? Wie ihr seht, bin ich da sehr offen und experimentierfreudig und Jonis Verdauung spielt bislang auch wunderbar mit. Also, wenn ihr ein paar Vorschläge habt, immer her damit!


Neben dem Raps-Kernöl von der Teutoburger Ölmühle steckten auch noch folgende Köstlichkeiten in der September-Degustabox: Japanese Sticky Grill Sauce von Knorr, Bolognese- und Curry-Sauce von Biovegan, Melflor Creme, "Pretty Paris"-Tee von Milford, Berry und Lemon "Fruitmania" von Haribo, Mikrowellen-Popcorn von Chio, "Soft Rote Beeren"-Frühstückskekse von belVita, einen grünen Smoothie von FÜR und - das Beste kommt zum Schluss - einen superschokoladigen XL-Brownie von Bahlsen. Wie immer eine gelungene bunte Mischung!

Falls ihr die Degustabox auch testen möchtet könnt ihr sie hier im Abo für 14,99€/Monat bestellen. 

* Vielen Dank an das Team von Degustabox, das uns die Box zum Testen zur Verfügung gestellt hat. Obwohl dieser Eintrag Werbung für die einzelnen Produkte enthält, entsprechen meine Kommentare unserer ehrlichen Meinung und uns hat die Box wirklich wieder gut gefallen :-).

Sonntag, 2. Oktober 2016

Kürbiskuchen mit weißer Schokolade & Frischkäse-Frosting

Hallo ihr Lieben, ich melde mich aus meinem Lern-Camp bzw. eigentlich eher ziemlich erschöpft vom Sofa aus. Die schriftlichen Examensprüfungen liegen bereits hinter mir (Ergebnisse stehen noch aus) und nun kommen noch die mündlichen Prüfungen (übermorgen und in zwei Wochen). Ich kann's kaum erwarten, dass es endlich, endlich, endlich vorbei ist. Ich habe wirklich keine Lust mehr auf das ganze Gelerne und all den psychischen Stress und freue mich schon so sehr darauf, bald endlich wieder durchatmen zu können und mich ohne schlechtes Gewissen dem wahren Leben widmen zu können. Im Moment bleibt einfach so vieles auf der Strecke und der Blog leider auch (auch wenn Resi und ich hinter den Kulissen in den letzten Wochen schwer beschäftigt waren und zusätzlich auch endlich mal neue Blog-Fotos geschossen haben). Resi geht's übrigens gut, aber die beiden Jungs halten sie gerade ordentlich auf Trab. In all dem Stress haben wir sogar unseren dritten Blog-Geburtstag völlig... vergessen. Um das wieder gut zu machen, lade ich euch jetzt aber noch schnell auf ein Stückchen Kürbiskuchen mit weißer Schokolade, Frischkäse-Frosting und karamellisierten Kürbiskernen ein - den habe ich nämlich diese Woche gebacken, als mich eine liebe Schulfreundin für ein paar Tage zur Ablenkung und Aufheiterung besucht hat.


Für eine 26er Springform:
250 g Kürbis (am besten Hokkaido)
200 g weiße Schokolade
150 g Butter
6 Eier
eine Prise Salz
150 g Zucker
50 g Paniermehl
200 g gemahlene Haselnüsse
1 TL abgeriebene Orangenschale
1 TL Zimt (oder Lebkuchengewürz 
(mein Geheimtipp!))

Für das Frosting:
100 g weiche Butter
200 g Puderzucker
200 g Frischkäse

Für die karamellisierten Kürbiskerne:
100 g Kürbiskerne
100 g Zucker
1 Prise Meersalz

Lasst euch von der langen Zutatenliste nicht abschrecken - der Kuchen ist tatsächlich etwas aufwendiger, aber er ist die Mühe auf jeden Fall wert! Zuerst schnappt ihr euch den Kürbis, wascht und halbiert ihn (Schale kann dran bleiben), entfernt die Kerne und die matschigen "Kürbishaare" und dann raspelt ihr das Kürbisfleisch, bis ihr etwa 250 g feine Raspeln habt. Falls ihr so eine superduper Küchenmaschine habt, die das Kürbisfleisch für euch schreddert, könnt ihr die natürlich auch benutzen. Die Schokolade schmelzt ihr über einem Wasserbad und lasst sie etwas abkühlen, während ihr schon mal die Eier trennt und das Eiweiß mit einer großzügigen Prise Salz steif schlagt. In einer anderen Schüssel schlagt ihr die Butter mit dem Zucker auf, gebt erst die Eigelbe hinzu und anschließend die nicht mehr ganz so heiße Schokolade, das Paniermehl, die Haselnüsse, die Orangenschale und das Zimt (oder Lebkuchengewürz). Nun rührt ihr die Kürbisraspeln unter den Teig und hebt danach den Eischnee unter die Masse, bevor ihr den Teig in eine gefettete Springform gebt und den Kuchen für etwa 45 Minuten bei 160°C (Umluft) in den Ofen schiebt.
Für das Frosting verrührt ihr die Butter mit dem Puderzucker und mixt anschließend noch kurz den Frischkäse unter. Das Frosting solltet ihr in den Kühlschrank stellen bis ihr den Kuchen serviert - dann könnt ihr es entweder auf dem ganzen Kuchen verteilt oder seperat in einer Schüssel anbieten (so hält sich der Kuchen länger und wird nicht matschig). Um die Kürbiskerne zu karamellisieren, schmelzt ihr den Zucker bei niederiger Hitze in einer beschichteten Pfanne bis die Zuckermasse hellbraun ist und rührt dann schnell die Kürbiskerne kurz unter die Masse und verteilt sie anschließend sofort auf einem Blatt Backpapier, bevor ihr das Ganze mit Meersalz bestreut (und euch der Reinigung der Pfanne widmet :D). Wenn die Kürbiskerne abgekühlt sind, hackt ihr sie in kleine Stückchen und bestreut den Kuchen damit nach Belieben.


Für mich gibt es nichts, das in der Küche so sehr "Heeeerbst!!" schreit wie der Kürbis und die Kombi des saftigen Kuchens mit weißer Schokolade, dem Lebkuchengewürz, dem frischen Frosting und dem karamellisierten Crunch finde ich absolut perfekt. Das ursprüngliche Rezept für den Kuchen habe ich übrigens in der aktuellen "Mit Liebe" aus dem Edeka gefunden - falls ihr die Zeitschrift nicht kennt: Sie erscheint alle zwei Monate kostenlos (!), steckt voller toller Rezepte und Inspirationen und liegt in jedem guten Edeka-Markt für euch bereit. 


Juli hat mir übrigens beim Backen geholfen und hatte den Spaß seines Lebens, als er den Kürbis aushöhlen durfte (ich anschließend nicht so sehr bei dem Aufsammeln der ganzen Kürbiskerne :D). 

Habt ihr ein Lieblings-Herbst-Rezept?